Kinoplakat: Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug
Spielberg & Lucas kehren zu den
Wurzeln ihres Helden zurück
Titel Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug
(Indiana Jones and the Last Crusade)
Drehbuch George Lucas + Menno Meyjes + Jeffrey Boam
mit Charakteren von George Lucas und Philip Kaufman
Regie Steven Spielberg, USA 1989
Darsteller Harrison Ford, Sean Connery, Denholm Elliott, Alison Doody, John Rhys-Davies, Julian Glover, River Phoenix, Michael Byrne, Kevork Malikyan, Robert Eddison, Richard Young, Alexei Sayle, Paul Maxwell, Isla Blair, Vernon Dobtcheff, J.J. Hardy, Bradley Gregg, Jeff O'Haco, Vince Deadrick Jr., Marc Miles, Ted Grossman, Tim Hiser, Larry Sanders, Will Miles, David Murray, Jerry Harte, Billy J. Mitchell, Martin Gordon, Paul Humpoletz, Tom Branch, Graeme Crowther, Luke Hanson, Chris Jenkinson, Nicola Scott, Louis Sheldon, Stefan Kalipha, Peter Pacey, Pat Roach, Suzanne Roquette, Eugene Lipinski, George Malpas, Julie Eccles, Nina Almond, Nick Gillard, Ronald Lacey, Michael Sheard, Tip Tipping u.a.
Genre Abenteuer, Action
Filmlänge 127 Minuten
Deutschlandstart
14. September 1989
Inhalt
Indiana Jones soll den Heiligen Gral finden. Am meisten darüber weiß Indies Vater, Dr. Henry Jones. Aber der ist verschwunden. Also muss Indiana seinen Vater finden. Das tut er auch: in den Händen der Nazis. Von Wiedersehensfreude aber kann keine Rede sein. Schließlich ist man Vater und Sohn.

Gemeinsam und streitend machen sich Professor Henry und „Junior” Jones auf die Suche nach dem Gral. Den wollen allerdings auch die Nazis haben.

Und dann ist da in Venedig die blonde Elsa Schneider, die beiden Jones' schon den Kopf vedreht hat …

Was zu sagen wäre

Kinoplakat: Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug

„Ah, Venedig!“ sagt Indy, als er aus einer brennenden Gruft unter der Stadt wieder ans Tageslicht krabbelt – eine dieser wunderbaren Schmunzelszenen. Genau genommen ist „Last Crusade“ eine Art Neuverfilmung des Jäger des Verlorenen Schatzes.

Wieder Nazis. Wieder ein heiliges Artefakt. Lucas & Spielberg nutzten diesen dritten Teil als Zitatensammlung der Vorgänger: Das erste Viertel gehört der Kindheit Indianas und zeigt, woher Peitsche, Hut und die Angst vor Schlangen kommen.

Auch Denholm Elliots Rolle als Indianas Universitäts-Dekan und John Rhys-Davies als getreuer Freund tauchen wieder auf. Geschickter Schachzug war die Besetzung der Henry Jones-Rolle durch Sean Connery („Presidio“ – 1988; Die Unbestechlichen – 1987; „Der Name der Rose“ – 1986; Highlander – Es kann nur einen geben – 1986; James Bond 007 – Sag niemals nie – 1983; „Flammen am Horizont“ – 1982; „Time Bandits“ – 1981; „Outland – Planet der Verdammten“ – 1981; „Meteor“ – 1979; „Der erste große Eisenbahnraub“ – 1978; „Die Brücke von Arnheim“ – 1977; „Robin und Marian“ – 1976; „Der Mann, der König sein wollte“ – 1975; „Der Wind und der Löwe“ – 1975; Die Uhr läuft ab – 1975; Mord im Orient-Express – 1974; „Zardoz“ – 1974; „Sein Leben in meiner Gewalt“ – 1973; James Bond 007 – Diamantenfieber – 1971; „Der Anderson Clan“ – 1971; „Das rote Zelt“ – 1969; „Ein Haufen toller Hunde“ – 1965; Marnie – 1964; Die Strohpuppe – 1964; James Bond 007 jagt Dr. No – 1962).

Der Mann, der James Bond war, gibt diesem modernen Kino-Überflieger herrliche Erdung. In die Vaterrolle passt Connery heute auch besser, als in die Actionheldenrolle, die er auch immer noch gerne zelebriert. Und natürlich verleiht der vater-Sohn-Konflikt dem oberflächlichen Comichelden emotionale tiefe – was der Figur unbedingt gut tut.

Wertung: 10 von 10 D-Mark