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Kinoplakat: Don Juan DeMarco
Hemmungslos romantisch.
Ironisch erzählt, klug inszeniert.
Titel Don Juan DeMarco
(Don Juan DeMarco)
Drehbuch Jeremy Leven
mit dem Don-Juan-Charakter von Lord Byron
Regie Jeremy Leven, USA 1994
Darsteller Marlon Brando, Johnny Depp, Faye Dunaway, Géraldine Pailhas, Bob Dishy, Rachel Ticotin, Talisa Soto, Marita Geraghty, Richard C. Sarafian, Tresa Hughes, Stephen Singer, Franc Luz, Carmen Argenziano, Jo Champa, Esther Scott u.a.
Genre Komödie, Drama
Filmlänge 97 Minuten
Deutschlandstart
10. August 1995
Inhalt
Die Arbeitstage des Polizeipsychaters Jack Mickler sind gezählt: In rund anderthalb Wochen geht er in den Ruhestand. Ein verwirrter Selbstmordkandidat ist sein letzter Patient. Er trägt eine Maske und behauptet, der legendäre Liebhaber Don Juan zu sein.

Kinoplakat: Don Juan DeMarcoDr. Micklers Kollegen würden den desorientierten Mann am liebsten unter Drogen setzen, aber die romantischen Geschichten des geheimnisvollen Jünglings wirken auf den alternden Analytiker wie eine Frischzellenkur: Wie ein Jungverliebter beginnt er, seine langjährige Gattin Marilyn zu umwerben …

Was zu sagen wäre

Dieser Film ist ein charmanter Romantiker mit einem gut inszenierten Johnny Depp („Ed Wood“ – 1994; Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa – 1993; Edward mit den Scherenhänden – 1990). Eine schamlose Verbeugung vor naiver Sehnsucht und dem großen Gefühl. Ein kluger Film mit gehörig Ironie. Jeremy Leven, der zum ersten Mal Regie führt, tut das unaufgeregt und umkreist eng sein Sujet, ohne sich naheliegenden Ausschweifungen hinzugeben. Leven, gelernter Psychotherapeut, kam nach der Lektüre von Lord Byrons „Don Juan“ auf die Idee für diesen Film.

Johnny Depp als romantischer Verführer ist in seiner naiven Direktheit superb. Marlon Brando („Freshman“ – 1990; Apocalypse Now – 1979; Superman – 1978; Duell am Missouri – 1976; „Der letzte Tango in Paris“ – 1972; Der Pate – 1972; „Die Gräfin von Hongkong“ – 1967; „Meuterei auf der Bounty“ – 1962; „Die Faust im Nacken“ – 1954; „Der Wilde“ – 1953; „Julius Caesar“ – 1953; „Viva Zapata“ – 1952; „Endstation Sehnsucht“ – 1951) und Faye Dunaway (Supergirl – 1984; „Die Augen der Laura Mars“ – 1978; Network – 1976; Die drei Tage des Condor – 1975; Flammendes Inferno – 1974; Chinatown – 1974; Little Big Man – 1970; Thomas Crown ist nicht zu fassen – 1968) als alterndes Liebespaar eine wunderbare Verbeugung vor den beiden Stars des 60er- und 70er-Jahre-Kinos.

Für den End-Title-Song „Have You ever loved a woman?“ heuerte Komponist Michael Kamen den Soft-Rocker Bryan Adams an. Zuvor hatten die beiden schon an „Robin Hood - König der Diebe“ und „Die drei Musketiere“ zusammengearbeitet, für die Adams seine Hits „(Everything I do) I do it for You“ und „All for Love“ beisteuerte.

Bislang wurde erst ein weiteres von Levens Skripts verfilmt: Er schrieb das Drehbuch für „Creator – Der Professor und die Sünde“, der 1985 mit Peter O'Toole ins Kino kam.

Wertung: 7 von 10 D-Mark
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