Die Straßenkehrer Stan und Ollie verhindern unwissentlich einen Bankraub. Darüber ist der Bankdirektor so dankbar, dass er den beiden eine Ausbildung vom Feinsten spendiert: ein Studium in Oxford.
Dort angekommen, stolpern sie von einem Unglück ins andere – bis Stan sich in einen Lord verwandelt …
Laurel und Hardy auf der Höhe ihrer Kunst. Ihre Kunstfiguren Stan + Ollie halten sich mit Tagelöhnerjobs über Wasser, die sie nie lange behalten, weil sie, wie sie selbst stolz zugeben, völlig ungebildet und strohdumm sind. Selbst als Straßenkehrer bringen sie noch Autoreifen zum Platzen und Bankräuber zum Sturz.
Es ist eine große Lust, den beiden zuzusehen, wie sie stets durch Zufall und Glück auf die sonnige Seite des Lebens gezogen werden, hier durch einen dankbaren Bankier, und diese Sonnenseite dann in aller Seelenruhe durch ihre Ungeschicklichkeiten wieder zerstören. Hier sind es missgünstige Studenten an der Eliteuniversität Oxford, die den beiden böse Streiche spielen, die den Dekan der Universität gegen sie aufbringen soll.
Das bekommen Stan und Ollie gerade so hingebogen, da verwandelt sich Stan durch einen Schlag auf den Kopf in einen reichen Gönner der Universität, der vom Dekan hofiert wird und der seinen alten Freund Ollie nicht wiedererkannt und ihn zum Butler degradiert. Bis er wieder einen Schlag auf den Kopf bekommt.
In diesem Film spielt die erdrückende Klassengesellschaft eine große Rolle. Er variiert die Geschichte vom Kampf des Kleinen Mannes um ein bisschen Würde und Anerkennung in verschiedenen Versionen; dass dieser Kampf letztlich immer verloren geht, geschieht in diesem Film zum großen Vergnügen des Publikums, dem es draußen vor dem Kinosaal ähnlich schwer fällt, nach den Jahren der Weltwirtschaftskrise in einer Welt, die nicht auf sie gewartet hat, Fuß zu fassen. Bevor sie nach Oxford kommen, finden die Tagelöhner eine Anstellung als Butler-Ehepaar bei einem reichen Magnaten. Dafür muss sich Stan als Frau verkleiden. Beide zusammen verwandeln dann eine feine Abendgesellschaft mit Champagnerduschen, fliegenden Tabletts und halb nackt (für damalige Verhältnisse) in eine Trümmerwüste.
Diese Geschichte hatte mit dem Oxford-Teil zunächst gar nichts zu tun. Ursprünglich war "Laurel + Hardy in Oxford" nur etwa 43 Minuten lang. Die aktuellen ersten 20 Minuten, die Stan und Ollie als Butler zeigen, waren ein Remake des 1927 entstandenen Films "From Soup to Nuts" und wurden letztendlich in den Film hineingeschnitten. Zuerst war auch jenes Remake als Kurzfilm geplant und wäre der erste Kurzfilm seit 1935 gewesen. Der Film stellt eine lose Parodie des ein Jahr zuvor erschienenen Films "Der Lausbub aus Amerika" ("A Yank at Oxford" – 1938) dar, beispielsweise die Verfolgung Stan und Ollies durch die wütenden Studenten. Auch der englische Originaltitel "A Chump At Oxford" ("Ein Depp in Oxford") spielt darauf an.
Während Ollie, den Stan während seiner Phase als reicher Gönner unablässig „Dickerchen“ nennt, wie gewohnt die meisten Wasserfontänen ins Gesicht und Gegenstände an den Kopf bekommt, glänzt Stan Laurel mit einer großartigen Nummer, die Körperbeherrschung verlangt. Verloren in einem nächtlichen Labyrinth döst er vor sch hin, während ein Student hinter der Hecke versucht, in mit seiner eigenen Hand aus dem Konzept zu bringen. Wie Laurel über Minuten lang mit Händen agiert, als wären es alle seine, ist fantastisch und ein Beweis, dass in diesen vermeintlich albernen "Dick + Doof"-Geschichten viel Arbeit steckt und Komödie die größte Kunstfertigkeit verlangt.
Im Laufe der Zeit erhielt "A Chump at Oxford" die verschiedensten deutschen Titel, darunter "Wissen ist Macht" oder "Dick und Doof als Studenten" in Deutschland und "Sprung ins Glück" in Österreich.
Die Langfilme mit Stan Laurel und Oliver Hardy als Duo
Laurel und Hardy waren ein US-amerikanisches Komiker-Duo, das aus Stan Laurel und Oliver Hardy bestand. 1921 sowie zwischen 1926 und 1951 drehten sie zusammen 106 Filme (79 Kurzfilme, 27 Spielfilme), Gastauftritte mit eingerechnet. Sie gelten als eines der berühmtesten und erfolgreichsten Film-Duos aller Zeiten. Im deutschen Sprachraum sind Laurel und Hardy auch unter den Bezeichnungen Dick und Doof oder Stan & Ollie bekannt. Während Oliver Hardy sich hauptsächlich als Schauspieler in die gemeinsame Arbeit einbrachte, gilt Stan Laurel als der kreative Kopf des Duos. Er entwickelte nicht nur zahlreiche Gags und Drehbücher, sondern führte bei vielen ihrer Filme de facto Regie und arbeitete am Schnitt. In den Filmen verkörperte Stan die einfältig-kindliche Figur, während Hardy als sein leicht wichtigtuerischer, väterlicher Partner leiden muss. Der Humor von Laurel und Hardy ist geprägt durch Slapstick-Einlagen, die oft Zerstörungsorgien zur Folge haben. Weitere Gags entstanden durch das Tit for Tat („Wie du mir, so ich dir“). In der Tonfilmzeit kamen auch Dialogwitze hinzu.
Hier sind alle Langfilme aufgeführt, in denen das Duo die Hauptrolle spielte.
- Hinter Schloss und Riegel aka Wir bitten um Gnade (Pardon Us, 1931)
- Die Teufelsbrüder / Vergiss deine Sorgen (Pack Up Your Troubles, 1932)
- Die Sittenstrolche / Hände hoch – oder nicht (The Devil’s Brother, 1933)
- Die Wüstensöhne (Sons of the Desert, 1933)
- Hollywood Party (Hollywood Party, 1934)
- Rache ist süß aka Die lieben Kleinen im Spielzeugland (Babes in Toyland, 1934)
- Das Mädel aus dem Böhmerwald / Lustig ist das Zigeunerleben (The Bohemian Girl, 1936)
- Ritter ohne Furcht und Tadel aka Im Wilden Westen aka Zwei ritten nach Texas (Way out West, 1937)
- Das Schweizermädel (Swiss Miss, 1938)
- Die Klotzköpfe (Blockheads, 1938)
- In der Fremdenlegion aka Fliegende Teufelsbrüder (The flying Deuces, 1939)
- In Oxford (A Chump At Oxford, 1940)
- Auf hoher See aka Deppen zur See (Saps At Sea, 1940)
- Schrecken der Kompanie (Great Guns, 1941)
- Dick und Doof in geheimer Mission / Fauler Zauber (A-Haunting We Will Go, 1942)
- Luftschutzwarte / Schrecken aller Spione (Air Raid Wardens, 1943)
- Dick und Doof und die Wunderpille / Jitterbugs (Jitterbugs, 1943)
- Die Tanzmeister (The Dancing Masters, 1943)
- Der große Knall / Der große Krach (The Big Noise, 1944)
- Die Leibköche seiner Majestät / Nichts als Ärger (Nothing but Trouble, 1944)
- Stierkämpfer wider Willen / Die Stierkämpfer (The Bullfighters, 1945)
- Atoll K aka Dick und Doof erben eine Insel (Atoll K / Utopia, 1951)
