IMDB
Kinoplakat: Gattaca

Spannendes Thema,
unspannend erzählt

Titel Gattaca
(Gattaca)
Drehbuch Andrew Niccol
Regie Andrew Niccol, USA 1997
Darsteller Ethan Hawke, Uma Thurman, Gore Vidal, Jude Law, Tony Shalhoub, Alan Arkin, Ernest Borgnine, Xander Berkeley, Jayne Brook, Elias Koteas, Maya Rudolph, Una Damon, Elizabeth Dennehy, Blair Underwood, Mason Gamble, Vincent Nielson, Chad Christ, William Lee Scott, Clarence Graham u.a.
Genre Science Fiction
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
9. Juli 1998
Inhalt

Die Gesellschaft der Zukunft: Genetische Defekte können inzwischen schon bei der Geburt festgestellt werden, ebenso wie die voraussichtliche Lebenszeit des Neugeborenen. Wer genetisch nicht einwandfrei ist, wird zum Menschen zweiter Klasse ohne Chance auf sozialen Aufstieg, da sich die Mühe nicht lohnt.

Vincent Freeman ist einer dieser Unglücklichen, der nur einen Traum hat: einmal für die Gattaca Corp. eine Arbeitsstelle im Weltraum antreten zu können. Um die Vorschriften zu umgehen, nimmt er die Identität eines begabten jungen Mannes an, den ein Unfall aller Chancen beraubt hat.

Mit dessen Hilfe erträgt er chirurgische Eingriffe, um die Täuschung perfekt zu machen, immer in Angst, ein verlorenes Haar, eine Hautschuppe oder ein plötzlicher Urintest könnte die Wahrheit ans Licht bringen. Als er seinem Ziel immer näher kommt, verliebt er sich in seine Kollegin Irene. Als er eines Mordes verdächtigt wird, droht sein Täuschungsmanöver aufzufliegen …

Was zu sagen wäre

Die Welt von „Gattaca“ ist von ästhetischer Schönheit und außerordentlichen Leistungen geprägt – aber auch von einem brutalen „Genoismus“, einer fundamentalen Diskriminierung all der Bausteine, die das Leben einer Person erst ausmachen.

Was werden die Konsequenzen einer solchen Welt sein? Und was wird mit dem wundervollen kreativen Chaos, das aus der Vielfalt entsteht, geschehen? Es sind die großen Fragen, die gute Science Fiction ausmachen – wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Andrew Niccol tut das auf somnambule Weise.

Seine Zukunftsvision ist beherrscht von zähem Fluss, düster blickender Herrscherklasse und Langatmigkeit; und mittendrin Ethan Hawke („Before Sunrise“ – 1995; „Quiz Show“ – 1994; „Reality bites – Voll das Leben“ – 1994), der auch hier mehr gut aussieht als gut spielt. Mit seinem Vincent (mit dem programmatischen Nachnamen Freeman) fiebere ich nicht mit.

Ein interessantes und spannendes Thema, müde umgesetzt.

Wertung: 7 von 11 D-Mark
IMDB