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Plakatmotiv (US): Empire State – Die Straßen von New York (2013)

Ein durchschnittlicher TV-Krimi
mit – heute – klangvollen Namen

Titel Empire State – Die Straßen von New York
(Empire State)
Drehbuch Adam Mazer
Regie Dito Montiel, USA 2013
Darsteller

Liam Hemsworth, Michael Angarano, Dwayne Johnson, Emma Roberts, Paul Ben-Victor, Jerry Ferrara, Greg Vrotsos, Michael Rispoli, Nikki Reed, Wayne Pére, Craig Leydecker, Shenae Grimes-Beech, Sharon Angela, Chris Diamantopoulos, Lucky Johnson u.a.

Genre Crime, Drama
Filmlänge 94 Minuten
Deutschlandstart
27. September 2013 (Blu-Ray-Premiere)
Inhalt

New York 1982. Der junge Chris Potamitis hat einen großen Berufswunsch: Er möchte als Polizist in New York Menschen helfen und Verbrechen bekämpfen. Doch er besteht die Eignungstests beim NYPD trotz mehrerer Versuche einfach nicht, also heuert er zunächst bei einem privaten Wachdienst an, der sich unter anderem darauf spezialisiert hat, Geldtransporter zu beschützen.

Sein Partner ist ein erfahrener Wachmann, der mit diesem Job seine Frau und seine zwei Kinder unterstützt. Bei einem von Chris' ersten Einsätzen wird das gepanzerte Fahrzeug jedoch überfallen, das Geld wird gestohlen und sein Partner getötet. Der zuständige Ermittler, Detective Ransome, wittert dahinter einen ausgeklügelten Plan und verdächtigt Chris, selbst etwas mit dem Überfall zu tun zu haben.

Denn auch Eddie, ein Jugendfreund von Chris, hat seine Finger im Spiel und der hat offensichtlich entscheidende Infos von seinem Kumpel erhalten …

Was zu sagen wäre

Das Leben in New York ist Mitte der 1980er Jahre ist nicht leicht für die Nachfahren der griechischen Einwanderer. Zwischen puertricaniaschen Banden, italienischen Mobstern und der US-Obrigkeit versuchen sie, ihr kleines Glück zu finden. Viel ist das nicht. Die Leute, die Dir Arbeit geben, zahlen schlecht und feuern Dich, wenn ihnen Deine Nase nicht passt, und behalten 59 Proze nt der Versicherungssumme, wenn Du im Job erschossen wirst. Klar, dass man da auf dumme Gedanken kommt.

Der Film "Empire State" beruft sich auf wahre Ereignisse. Aber mehr als die Namen der Beteiligten und eine hohe Geldsumme, die verschwunden ist, stimmt mit der Realität nicht überein. "Empire State" ist einfach ein solide gedrehter Krimi über ein verwahrlostes Geldtransport-Unternehmen, das ein paar unbedarfte ausrauben und dann zwischen alle Fronten geraten. Es ist dann irgendwann ein bisschen so wie in einem der frühen Quentin-Tarantino-Filme ab dem Moment, wo die Dinge aus dem Ruder laufen. Nur, dass dies hier kein Quentin-Tarantino-Film ist und das Aus-dem-Ruder-laufen auch eher jugendfrei erzählt ist. Uninspiriert.

Tragende Rollen spielen zwei, die gerade auf der Startrampe in Hollywood stehen und auf ihren großen Durchbruch warten: Liam Hemsworth, jüngerer Bruder von Chris, der als Marvels Donnergott Thor schon die Freuden des Triple-A Roten Teppichs genießen kann, und Dwayne Johnson (G.I. Joe – Die Abrechnung – 2013; Snitch – Ein riskanter Deal – 2013; Zahnfee auf Bewährung – 2010; Die Jagd zum magischen Berg – 2009; Welcome to the Jungle – 2003; The Scorpion King – 2002; Die Mumie kehrt zurück – 2001), den viele weiterhin "The Rock" rufen, was über viele Jahre sein Kampfname im Wrestling-Ring war. "Empire State" wirkt nun gerade so, als wolle man sich die beiden Coming Attractions warm halten und sie sich in unscheinbaren Filmen ausprobieren lassen – und nebenbei mit den eingeführten Namen auf dem Plakat ein bisschen Kasse machen. Elf Millionen US-Dollar haben sich die Produzenten das kosten lassen und mussten sich das Geld über andere Filme wieder reinholen. "Empire State" spielte weltweit an den Kinokassen und mit den DVD-Verkäufen knapp vier Millionen US-Dollar wieder ein.

Wertung: 3 von 8 €uro
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