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Plakatmotiv: Machen wir's wie Cowboys (1994)
Eine gut gelaunte Posse
ohne weiteren Anspruch
Titel Machen wir's wie Cowboys
(The Cowboy Way)
Drehbuch William D. Wittliff + Robert C. Thompson
Regie Gregg Champion, USA 1994
Darsteller Woody Harrelson, Kiefer Sutherland, Dylan McDermott, Ernie Hudson, Cara Buono, Marg Helgenberger, Tomas Milian, Luis Guzmán, Angel Caban, Matthew Cowles, Joaquín Martínez, Kristin Baer, Christian Aubert, Emmanuel Xuereb, Francie Swift u.a.
Genre Action, Komödie
Filmlänge 102 Minuten
Deutschlandstart
25. August 1994
Inhalt

Wilder Westen in New York! Pepper und Sonny, zwei texanische Rodeoreiter, zwei Konkurrenten, zwei Freunde für's Leben. Sie kommen aus dem tiefsten Süden in die brodelnde Metropole, um einen alten Freund und seine Tochter zu finden.

Im Handumdrehen stellen die beiden Cowboys die Stadt auf den Kopf – und geraten zielsicher auf die Spur eines skrupellosen Menschenhändler-Syndikats.

Plakatmotiv (US): The Cowboy Way – Machen wir's wie Cowboys (1994)Die Gangster planen den großen Coup – und kurzen Prozess mit den beiden. Doch so leicht lassen sich Rodeostars nicht aus dem Sattel heben …

Was zu sagen wäre

Das Landei in der großen Glitzermetropole – diese Anlage gehört spätestens seit Coogan's Bluff mit Clint Eastwood als Cowboy aus New Mexico in Manhattan zum Repertoire des Unterthaltungskinos. Zwei taffe Kerle mit rauem Charme und schnellen Fäusten, die sich zwischen schnöseligen Anzugträgern und leicht bekleideten Societydamen erst verirren und dann mächtig, aber jugendfrei zurückhauen. Schwer, da was schlecht zu machen. Und trotzdem gelingt das Gregg Champion.

An den beiden Hauptdarstellern liegt dass nicht. Woody Harrelson und Kiefer Sutherland („Die drei Musketiere“ – 1993; „Spurlos“ – 1993; Eine Frage der Ehre – 1992; „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“ – 1990; „Young Guns“ – 1988; „Die grellen Lichter der Großstadt“ – 1988; „The Lost Boys“ – 1987; Stand by Me – 1986) raubeinen sich mit Freude durch den Dauerstau in Mahattans Straßenschluchten, vor allem Harrelson („Geht's hier nach Hollywood?“ – 1994; Ein unmoralisches Angebot – 1993; „Weiße Jungs bringen's nicht“ – 1992; Doc Hollywood – 1991; L.A. Story – 1991) zieht dabei Lustgewinn aus der hemmungslosen Übertreibung seines Charakters, die ihn bis zum Unterwäschemodel für Calvin Klein bringt. Die Leerstelle in dieser Actionkomödie ist Dylon McDermott (In the Line of Fire – 1993; „M.A.R.K. 13 - Hardware“ – 1990; „Magnolien aus Stahl“ – 1989).

McDermott weiß seiner Rolle als gut aussehender, elegant gekleideter, aber eiskalter Schurke ebenso wenig abzugewinnen wie sein Regisseur. McDermott spielt nicht, er steht rum. Wenn er nicht sinnlos Leute am hellichten Tag erschießt, auch auf offener Straße, um Verbrechen zu vertuschen, die keine Zeugen brauchen, von denen er mit jeder Minute neue produziert – Verbrechen ebenso wie Zeugen. Filmen wie diesem verzeiht man im Kinosessel ja so einiges. Aber für dumm verkaufen darf man uns qwenigstens nicht.

Die vielen Fehler und Löcher im Drehbuch – wann soll Pepper die Unterwäsche-Shootings gemacht haben? Dafür war gar keine Zeit. Wieso kennen sich die beiden Cowboys plötzlich so perfekt in New Yiorks Metro-System aus? – sind ein Ärgernis.

Naja, geschenkt. Doofer Film, wenn aber gerade nichts Gescheiteres anliegt, es draußen regnet und der nächste Termin erst in zwei Stunden ist, kann man mit Harrelson und Sutherland hoch zu Ross in New York ein bisschen Spaß haben.

Wertung: 3 von 9 D-Mark
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