Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr.
Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insassen übers Anstaltsgelände reitet …
aus dem Klappentext …
…work in progress …
Nachdem ich gerade Amerika von Joachim Meyerhoff gelesen habe, das sich als erstes Buch aus der Reihe "Alle Toten fliegen hoch" entpuppte, lese ich da gleich mal weiter. Offenbar geht das Leben von Meyerhoffs Ich-Erzähler und Amerika-Reisendem in diesem Buch nach "Amerika" nicht weiter. Meyerhoff springt ein paar Jahre zurück, als der Erzähler noch ein kleiner Junge war.
Laut Klappentext erzählt Meyerhoff „liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, die aneinander hängt, aber auseinandergerissen wird. Und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz zum 40. Geburtstag, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten produziert“.
Ich habe das Buch am 15. Januar 2026 begonnen.
Die Buchreiche Alle Toten fliegen hoch
- Amerika – Alle Toten fliegen hoch Nr.1, 2011
- "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Alle Toten fliegen hoch Nr. 2", 2013
- "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke – Alle Toten fliegen hoch Nr. 3", 2015
- "Die Zweisamkeit der Einzelgänger – Alle Toten fliegen hoch Nr. 4", 2017
- "Hamster im hinteren Stromgebiet – Alle Toten fliegen hoch Nr. 5", 2020
- "Man kann auch in die Höhe fallen – Alle Toten fliegen hoch Nr. 6", 2024,
