Mit Blut geschrieben, auf einem Friedhof aufbewahrt – und furchtbar schwer auszusprechen – das ist das Necronmicon. Das Buch der Toten vermag unsagbaren Schrecken über die Menschheit zu bringen.
Um Horden grässlicher Untoter endgültig ins Jenseits zu befördern, nimmt Ashden Kampf wieder auf, jener sympathische, mit Gewehr und Kettensäge bewehrte Verkäufer aus der Hausratsabteilung von S-Mart. Dämonische Kräfte katapultieren ihn – und sein 73er Oldsmmobile – direkt ins finstere englische Mittelalter. Hier erlebt er eine Romanze mit einer wahren Schönheit aber auch Kämpfe gegen Legionen abgrundtief hässlicher Zombies, einschließlich einer gespenstische Armee von Skeletten …
Ein noch höheres Budget. Und weil er die Matscheffekte kaum mehr steigern konnte, ohne deren schönes Amateurdesign zu zerstören, hat Sam Raimi in das Setting investiert – Mittelalter mit Burg, viele Außenaufnahmen, Ritterrüstungen, Schwertkämpfe und ganz vielen Statisten und bösartige Mini-Ashs. Aber die Matschpuppen sowie die subjektive Steadycam stecken natürlich auch noch in des Filmemachers Köcher. Dazu gesellen sich, Ray Harryhausen grüßt aus dem Jenseits, eine Armee der Skelette in Stop Motion.
Der Slapstick – etwa in Form Grimassen schneidender, in Ashs Nase popelnder Skelette – steht hier klar im Vordergrund, die ausdauernden Blutorgien der beiden Vorgänger. Ash sondert einen Oneliner nach dem anderen ab und das Drehbuch entwickelt sogar so etwas wie ein dramaturgische Geschichte – Ash will wieder nach Hause in seine Zeit. Dass die dafür entscheidende Zauberformel „Klatu berate nektu“ lautet, ist eine charmante Verneigung vor Robert Wises Klassiker „Der Tag, an dem die Erde still stand“. Zu dem Film gibt es zwar sonst keine Verbindung – es sei denn, wir sehen Ash in der Rolle Klatuus – sie ist aber nett.
Tanz der Teufel im Kino
- Tanz der Teufel – (1981)
- Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
- Armee der Finsternis (1992)