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Plakatmotiv: Der Pirat des Königs (1967)

Ein buntes Abenteuer
mit Zahnpastalächeln

Titel Der Pirat des Königs
(The King's Pirate)
Drehbuch Paul Wayne & Æneas MacKenzie & Joseph Hoffman
Regie Don Weis, USA 1967
Darsteller

Doug McClure, Jill St. John, Guy Stockwell, Mary Ann Mobley, Kurt Kasznar, Richard Deacon, Torin Thatcher, Diana Chesney, Ivor Barry, William Glover, Woodrow Parfrey, Sean McClory, Michael St. Clair, Émile Genest, Ted de Corsia, Alex Montoya, Tanya Lemani, Ami Luce u.a.

Genre Abenteuer
Filmlänge 100 Minuten
Deutschlandstart
18. Dezember 1967
Inhalt

Die Piratenhochburg Diego Suarez ist eine uneinnehmbare Festung. Von hier aus starten die Piraten in der Karibik ihre Raubzüge, hier horten sie ihre Schätze. Die britische Marine hat beim Versuch, die Festung zu erobern, schon zahlreiche Schiffe verloren. Jetzt soll ein neuer Versuch gestartet werden. Lt. Brian Fleming soll die Festung von innen erkunden und die Kanonen ausschalten. Um glaubwürdig zu sein, lässt er sich sogar auspeitschen. Jetzt kann er die Piratenhochburg infiltrieren, indem er seinen peitschenvernarbten Rücken als Beweis seiner Schande benutzt.

Während er Insiderinformationen über diese Festung sammelt, verliebt er sich in Jessica Stephens, die auch vom Piratenkapitän John Avery umworben wird. Gleichzeitig muss er die Avancen der Tochter des indischen Großmoguls abwehren, die kürzlich gefangen genommen wurde.

Die Ereignisse erreichen ihren Höhepunkt in einem Kampf an Bord, als Flemings wahre Beweggründe enthüllt werden …

Was zu sagen wäre

Ein bunter Abenteuerfilm mit Männern, die Piraten und harte Männer spielen. "The King's Pirate" fällt eher in die B-Film Kategorie. Plakatmotiv (US): The King's Pirate (1967) Spannung erzeugt er nicht, bietet aber manch Schauwert.

Als sich Doug McClure zu Beginn des Films die 20 Peitschenhiebe abholt, verzerrt er bei jedem Schlag ein wenig sein Gesicht, beißt die Zähne zusammen und verdreht dann Aua-mäßig die Augen. McClure ist ein versierter TV-Seriendarsteller, ist beweglich, hat ein charmantes Zahnpastalächeln, aber komplexe Charaktere sind seine Sache nicht ("Drei Fremdenlegionäre" – 1966; Der Mann vom großen Fluss – 1965; Denen man nicht vergibt – 1960; Duell im Atlantik – 1957). Jede seiner Szenen schließt er mit einem Gesichtszucken ab, als wolle er dem Zuschauer signalisieren: Alles nur Spaß! Er tänzelt gehende durch seine Szene und küsst zwischendurch tief dekorierte Frauen, die ihm alle nicht widerstehen können.

Als Spion seiner Majestät sichert er sich die Dienste einer Gauklertruppe, die besonders im Errichten einer menschlichen Pyramide versiert ist. Damit kann Fleming in jedes hoch gelegene Fenster klettern, tiefe Gräben überwinden und in Prügeleien an Bord eines Segelschiffes geschickt die Masten und Wanten rauf- und runter kommen. Ebenfalls zur Gauklertruppe gehören zwei schlanke Bauchtänzerinnen. Das gibt der Regie die Gelegenheit, in der eher männlich dominierten Piratenhochburg ein wenig nackte Haut schöner Frauen unterzubringen. Nicht einer der wilden, ungezügelten Männer kommt auf die Idee, die beiden Tänzerinnen unsittlich zu berühren, Piratenehre.

Die Chefin der Piraten, die ihre Position unangefochten von ihrem Vater geerbt hat, spielt Jill St. John mit großen Kulleraugen und wahlweise beleidigtem oder verliebten Gesicht. Sie ist vom ersten Augenblick an in Fleming verknallt, kann das aber nicht zugeben und so sehen wir neben ein bisschen Fassadenkletterei und Säbelfechterei zwei Menschen beim techtelmechteln zu, bis sie am Ende in den Sonnenuntergang segeln können. Es taucht auch noch eine Prinzessin auf, Tochter des indischen Großmoguls, die sofort Feuer und Flamme für Fleming ist, weil der sie aus Flammen gerettet hat. Und so destilliert sich zum Ende hin das Problem, was wohl gefährlicher ist – als Spion in einer Piratenhochburg zu agieren, oder zwischen einer Piratenchefin und einer indischen Prinzessin zu stehen.

"The King's Pirate", eine Art Neuverfilmung von "Gegen alle Flaggen" mit Errol Flynn, ist kein Film, der Fragen aufwirft. Er will bunter Zeitvertreib sein, der niemandem weh tut.

Wertung: 3 von 8 D-Mark
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