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Kinoplakat: Predator
Es kann nur einen geben
Big Arnold im Dschungel
Titel Predator
(Predator)
Drehbuch Jim Thomas + John Thomas
Regie John McTiernan, USA 1987
Darsteller Arnold Schwarzenegger, Carl Weathers, Elpidia Carrillo, Bill Duke, Jesse Ventura, Sonny Landham, Richard Chaves, R.G. Armstrong, Shane Black, Kevin Peter Hall u.a.
Genre Action
Filmlänge 107 Minuten
Deutschlandstart
27. August 1987
Inhalt
Dutch Schaefer und sein speziell ausgebildetes Dschungel-Kampf-Team sollen im Urwald Geiseln befreien. So gesehen eine Kleinigkeit für den Trupp – man hatte schon schwerere Aufgaben. Entsprechend schnell ist der Job erledigt, mit gezielt gesetzten MG-Garben das feindliche Nest niedergemäht.

Mit einer Gefangenen treten die Männer den Rückmarsch an, als der erste Soldat aufgerissen wird. Irgend etwas Unsichtbares ist da im Dschungel und ein Mann nach dem anderen läuft dem Wesen in die Falle. Bis nur noch einer übrig ist: Dutch Schaefer.

Und um den aufzureißen, braucht's mehr, als sich unsichtbar zu machen …
Was zu sagen wäre
„Billy, was ist los?“ „Da ist was in diesen Bäumen …“ Kernige Sätze kerniger Männer.
Oder: „He was a good Soldier!“ bedeutungsschwerepause „He was my Friend!“
Es gibt auch: „There s something out there waiting for us … And it is no Man.“ unddannganzwichtig … „If it bleeds. We can kill it!“
Und schließlich ein klassischer Kinosatz: „We all gonna die!“

Eigentlich sollte „Predator“ lediglich das nächste Schwarzenegger-Movie werden. Und dann startete John McTiernan ein Franchise, das Schwarzenegger überdauerte. Mit der Figur des Predator (zu deutsch: „Jäger“) erschufen die 20th-Century-Fox-Studios nach Alien (Ridley Scott - USA 1979) die zweite SciFi-Kultfigur, die eine Fortsetzung, eine Zeichentrickserie und diverse Comicauftritte absolvierte. Ein Jahr später startete McTiernan das nächste Franchise, das der 20th Century Fox über viele Jahre Freude an der Kinokasse bescherte und die Weltkarriere Bruce Willis' in Gang brachte. Das Franchise hieß Stirb Langsam.

„Predator“ ist Jungs-Kino. Einfach, simpel – und angereichert mit einem smarten Antagonisten. Der eigentlich simpel erscheinende Auftrag ist erledigt, da bricht die Hölle los. Es gibt eine hübsche weibliche Gefangene und plötzlich beginnt das unappetitliche Sterben. Die Männer sind hoch professionell, mit wenigen Pinselstrichen charakterisiert und auf geht's in das Erwartbare. McTiernan erzählt in straffer 80er-Action-Dramaturgie, in der immer auch das damals noch virulente Vietnam-Trauma durchschimmert. Verrat lauert hinter jedem Baum. Der Auftraggeber ist natürlich einer, der eigene Zwecke verfolgt. Zum Ende hin zeigt Schwarzenegger noch ein paar Bodybuildingfiguren.

Interessanterweise ist die heftigste und lauteste Ballerei aus allen Rohren eine, die nichts verletzt, außer vielen Regenwald-Bäumen. Dann wird der Unsichtbare zur Gewissheit.

Als Dutch Schaefer trat Arnold Schwarzenegger erstmals gegen sein Leinwandimage an: Statt des einsamen Jägers ist der der unkonventionell Gejagte. Alle Darsteller mussten sich nach mehrwöchigem Fitness-Training in einem Ausbildungslager vor Ort auf die Strapazen des Dschungels vorbereiten. Gedreht wurde an der mexikanischen Pazifikküste in der Nähe von Puerto Vallarta. Für den richtigen Dschungellook mussten die Drehorte täglich gewässert und mit künstlichen Pflanzen und Felsen erweitert werden.
Wertung: 7 von 10 D-Mark
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