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Kinoplakat: Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall
Eddie Murphy schießt und
kalauert sich an die Spitze
Titel Beverly Hills Cop – Ich lös' den Fall auf jeden Fall
(Beverly Hills Cop)
Drehbuch Daniel Petrie Jr. + Danilo Bach
Regie Martin Brest, USA 1984
Darsteller

Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Ronny Cox, Steven Berkoff, James Russo, Jonathan Banks, Stephen Elliott, Gilbert R. Hill, Art Kimbro, Joel Bailey, Bronson Pinchot, Paul Reiser, Michael Champion u.a.

Genre Komödie, Action
Filmlänge 105 Minuten
Deutschlandstart
4. April 1985
Inhalt

Der Detroiter Polizist Axel Foley hat mit Mikey einen alten Freund verloren. Der Kleinkriminelle hat gerade seine Haftstrafe verbüßt und versuchte nun bei dem Kunsthändler Victor Maitland in Beverly Hills wieder Fuß zu fassen, als man ihn kaltblütig ermordet.

Foley nimmt sich Resturlaub und ermittelt – gegen den Willen seines Vorgesetzten – auf eigene Faust in dem Fall. Foleys Methoden bei der Ermittlung sind alles andere als normal. Mit seiner großen Klappe und seiner listigen Art führt er nicht nur die Drogenmafia sondern auch die Polizei von Beverly Hills an der Nase herum.

Kinoplakat: Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall

Doch seine Wirkung wird damit nicht verfehlt, denn schon bald hat er eine heiße Spur …

Was zu sagen wäre

Eddie Murphy ist für flügge würdig befunden. Nachdem er in „Nur 48 Stunden“ (1982) und in „Die Glücksritter“ (1983) an der Seite namhafter Hollywood-Kraftpakete beweisen und freischwimmen konnte, ist er nun erstmals Titelheld eines Films, den er auch allein tragen muss. Murphy löst seine Aufgabe perfekt.

Murphy als Sneakers-und-Jeans-Cop in abgewetzter College-Jacke ist wie gemalt als Contrapunkt für das schnieke Edelambiente mit besonderen Ansprüchen. Wie gut Murphy wirklich ist, kann man sich am Script klar machen: Die Fish-out-of-Water-Story an sich ist nicht sonderlich überraschend; sie entspringt klassischer Kino-Denke. Erst Murphy und das klug besetzte Ensemble um ihn herum machen aus dem Film einen Klassiker der noch jungen Buddy-Komödie. Judge Reinhold als eifriger wanna-be-Actioner im engen Anzug des BHPD und John Ashton als im System alt Gewordener, der es noch mal krachen lässt und schließlich Ronny Cox als furztrockener Captain Bogomil, der aber das große Ganze nicht aus den Augen verliert – diese Mannschaft sitzt.

Aus dem Rahmen fällt – ohne eigenes Zutun – Lisa Eilbacher. Ihre Rolle war anders angelegt. Die blonde Schauspielerin ist die patente Jugendfreundin Axel Foleys besetzt und steht allen im Weg. Denn ursprünglich war sie als Love interest von Sylvester Stallone gecastet worden. Stallone sollte in den ersten Entwürfen die Rolle des Detroit-Cop spielen und Lisas Jenny ihn dann spätestens am Ende küssen.

Aber die Produzenten wollten keine 20 Millionen Dollar für den Film ausgeben, Stallone aber wollte mehr (teure) Actionszenen haben. Die beiden Seiten wurden sich nicht einig, Stallone ging, Murphy kam und damit weniger harte Action, mehr Comedy. Große Teile des damalis auf ihn angepassten Drehbuchs hat Stallone dann für den Film Die City-Cobra (1986) verwendet, für den er selbst das Drehbuch schrieb.

Dabei geizt der Film nicht mit Action. Der Showdown rund um die edle Villa Victor Maitlands ist à la bonheur und ist state of the art in contemporary cinema. Judge Reinhold spielt sich unauffällig in den Vordergrund und dass Murphy und Regisseur Martin Brest ihn lassen, zeugt von deren professionellem Verständnis. Reinhold erdet die Geschichte, macht sie für Spießi Normalo im Kinosessel nachvollziehbar.

Dennoch bleibt es der Film des Eddie Murphy. Er bietet zeitlose Soloauftritte, die wahrscheinlich nicht bis ins Kleinste mit der Regie abgesprochen sind. Manche Szenen wirken, als habe Martin Brest nur gesagt „Du musst von hier nach da und hast zwei Minuten 28; mach mal!“ Und Murphy macht – als gefaketer Zollinspekteur ist er großartig, als sich schwul in Neureich-Ambiente gebender wird er zum Klassiker, als charmanter Wadlbeißer ist er die perfekte Identifikationsfigur fürs Publikum.

Der Stand-Up-Comedian Eddie Murphy hat sich auf der Leinwand frei geschwommen.

Wertung: 9 von 9 D-Mark
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