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Kinoplakat: Die Braut des Prinzen
Eine Hymne an die Kunst,
Geschichten zu erzählen
Titel Die Braut des Prinzen
(The Princess Bride)
Drehbuch William Goldmann
nach seinem gleichnamigen Roman
Regie Rob Reiner, USA 1987
Darsteller

Cary Elwes, Robin Wright, Mandy Patinkin, Chris Sarandon, Christopher Guest, Wallace Shawn, André the Giant, Peter Falk, Fred Savage, Peter Cook, Mel Smith, Carol Kane, Billy Crystal, Anne Dyson, Margery Mason u.a.

Genre Fantasy, Komödie
Filmlänge 98 Minuten
Deutschlandstart
13. Oktober 1988
Website princessbrideforever.com
Inhalt

Ein Junge liegt krank im Bett. Sein großvater kommt ihn besuchen und liest ihm … ein Märchen vor. Das begeistert den jungen zunächst mal überhauot nicht, Märchen! Noch dazu eines, das „Die Brautprinzessin“ haipt – sicher ein Knutschbuch …

Es war einmal der Stalljunge Westley. Der liebte die schöne Buttercup. Aber weil er nur ein Stalljunge war, der Buttercup, die immerhin seine Herrin war bis zum ersten Kuss, nicht das lLeben würde bieten können, dass sie verdient habe, zog er hinaus in die Welt und versprach, als Mann von Stand und Wohlstand heimzukehren. Butercup blieb zunächst skeptisch, aber Westley versicherte ihr, es handele sich hier um „die wahre Liebe“, er werde auf jeden Fall zurückkommen.

Fünf Jahre gingen ins Land, da erreichte Buttercup die Kunde, dass ihr Westley von dem bösen Piraten Roberts, welcher nie Gefangene macht, geentert wurde und fortan als tot galt. Buttercup schwor, sich nie wieder zu verlieben. Aber weil sie gar so schön war, erwählte der Prinz Humperdinck sie zu seinem Weibe und hob an, sie zu ehelichen. Jedoch wurde Buttercup von dem listigen Vizzini geraubt. Der soll Buttercup ermorden und ihren Tod als Tat des Nachbarkönigreichs erscheinen lassen.

Vizzinis Plan droht zu scheitert, denn er und seine Schrgen – der spanische Schwertkämpfer Inigo Montoya und der Riese Fezzik – werden verfolgt von einem in schwarz gewandeten, maskierten Krieger, der sich auch von den Klippen des Wahnsinns nicht schrecken lässt. Er bezwingt nacheinander Montoya, Fezzik und schließlich auch Vizzini und gibt sich, als er Buttercup befreit hat, als Westley zu erkennen, der vom grausamen Piraten Roberts nicht umgebracht, sondern zu dessen Nachfolger ernannt wurde.

Nun hätten Buttercup und Westley verliebt in den Sonnenuntergang reiten können. Aber der böse, eifersüchtige Prinz Humperdinck ist ihm auf den Fersen. Westley und Buttercup fliehen durch den Feuersumpf, wo Flammeneruptionen, Treibsand und RVAGs (Ratten von außergewöhnlicher Größe) lauern. Kurz vor dem Treffpunkt mit dem Schiff des grausamen Piraten Roberts stellt Humperdinck die beiden Liebenden und Buttercup willigt ein, dem Prinzen zu folgen, wenn er dafür Westley frei lässt. Dieser lässt Buttercup in dem Glauben, er habe Westley frei gelassen, stattdessen foltert er Westley in der Grube der Verzweiflung.

Zum Glück waren aber der Riese Fezzik und Inigo Montoya in der Nähe; denn Montoya hatte erfahren, das die rechte Hand des Prinzen vor 20 Jahren seinen, Inigos, Vater getötet hat. Und Inigo hält Westley für einen Ehrenmann, der gerettet gehört …

Was zu sagen wäre

Kinoplakat (US): The Princess BrideWunderbar! Eine Ode an die Kunst des Geschichtenerzählens. Rob Reiner und sein Autor William Goldman („Der Marathon Mann“ – 1976; Die Unbestechlichen – 1976; Butch Cassidy und Sundance Kid – 1969) erzählen die Geschichte eines Großvaters („Columbo“ Peter Falk), der über ein Märchen die Liebe seines Enkels gewinnt und sie erzählen … ein Märchen; aber keins von der üblichen Sorte, sondern eines mit Slapstick, eingebildeten Ganoven und verrückten Folterbänken in der Grube der Verzweiflung, in die der held gerät, nachdem er im Feuersumpf gerade RVAGs besiegt hatte. Und sie erzählen ein Märchen, in dem es Küsse im Sonnenuntergang gibt, weil es Küsse der „wahren Liebe“ sind.

Zwischen diesen beiden Geschichten springen Reiner und Goldman hin und her und das errinnert in der Struktur ein wenig an Michael Endes „Die unendliche Geschichte“, nur dass hier die vorgelesene Geschichte nicht verändert wird – sehr wohl aber durch Auslassungen gestrafft. Rob Reiner (Stand by Me – 1986; Der Volltreffer – 1985) hat ein Händchen für gemütvolle Inszenierung mit hintergründigem Humor. Und der zweifache Oscar-Preisträger William Goldman zählt ohnehin zu den Legenden seiner Zunft.

„The Princess Bride“ ist einer dieser Filme, die einfach … perfekt sind.

Wertung: 10 von 10 D-Mark
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