Kinoplakat: 2012 – Das Ende der Welt
Wehrlos ergebe ich mich den
Mächten des Roland Emmerich
Titel 2012 – Das Ende der Welt
(2012)
Drehbuch Roland Emmerich + Harald Kloser
Regie Roland Emmerich, USA 2009
Darsteller John Cusack, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor, Thandie Newton, Oliver Platt, Thomas McCarthy, Woody Harrelson, Danny Glover, Liam James, Morgan Lily, Zlatko Buric, Beatrice Rosen, Alexandre Haussmann, Philippe Haussmann u.a.
Genre Katastrophenfilm
Filmlänge 158 Minuten
Deutschlandstart
12. November 2009
Inhalt

Kinoplakat (US): 2012+++ Im Jahre 2009 erhält die Regierung einen vertraulichen Report, der bestätigt, dass die Erde schon in wenigen Jahren dem Untergang geweiht ist. Ein geheimer Katastrophenplan wird entwickelt, der zwangsläufig nicht die Rettung aller Menschen vorsieht +++

Jackson Curtis ist unterbeschäftigter Schriftsteller. Seine Ex lebt jetzt mit einem Schönheitschirurgenm, Adrian, zusammen, der zwei Porsche vor der Garage stehen hat; Jacksons Kinder lieben Adrian! Jackson lieben Jacksons Kinder weniger. Dagegen soll ein Familienausflug in den Yellowstone Nationalpark helfen. Aber dort finden Jackson und seine Kinder nur einen verrückten Weltuntergangsbeschwörer und eine streng abgesicherte Militär-Einheit. Über Umwege bekommt Jackson Wind von der Weltuntergangs-Sache, ruft sofort Familie samt neuem Lover zusammen, und flieht. Irgendwo Richtung Asien.

In Asien, im Himalaya, wo den Gerüchten und dem verrückten Weltuntergangsbeschwörer zufolge geheime Regierungsprogramme gewissen Menschen beim Überleben behilflich sein sollen …

Was zu sagen wäre

Fairerweise muss ich sagen: Ich habe bekommen, was ich erwartet habe. Ein sauberes Desaster. Fairerweise muss ich aber auch sagen: Mir hätten die Desaster-Bilder gereicht, die schleppende Handlung mit SeventiesHappy-End hätte ich verschmerzt.

Okay: Solche Filme sind teuer. Das bedeutet, man muss sich auf erzähltechnischer Seite ein wenig … entgegenkommend zeigen, was soviel heißt wie: Was seine Massentauglichkeit bewiesen hat, darf gerne wiederholt werden. Also hat Roland Emmerich seinen The Day after Tomorrow von 2004 aus dem Regal gezogen, die Katastrophen multipliziert, den Plot vereinfacht … und fertig war „2012“.

Kinoplakat (US): 2012Nein wirklich, also bitte!! Irgendwo in dichtem Schneetreiben in den höheren Regionen des Himalaya stürzt eine Gruppe Menschen ab, mitten im Weltuntergang, und bevor sie mitten im Nirgendwo auf einen chinesischen Konvoi treffen, diskutieren sie noch rasch, ob die Brustvergrößerung der Figur C im Drama wirklich hätte sein müssen und ob ein Rabatt dafür gerechtfertigt sei.

Und wäre es nicht realis … najaaberwenigstens... „FAIR“! … Wäre es nicht fair gewesen, wenigstens die kaputte Ehe von John Cusacks (Identity – 2003; Weil es Dich gibt – 2001; America's Sweethearts – 2001; High Fidelity – 2000; Being John Malkovich – 1999) Charakter kaputt zu lassen? Und: Musste der Porsche-besitzende Schönheits-Chirurg gleich zermalmt werden? Hätte der nicht überleben können? Der hat doch keinem was getan!

Roland Emmerich („Der Patriot“ – 2000; Godzilla – 1998; Independence Day – 1996; Stargate – 1994; Universal Soldier – 1992; Moon 44 – 1990; Hollywood Monster – 1987; Joey – 1985) hat offenbar seiner 16-jährigen Nichte die Chance gegeben („Hier, schreib mal was!“), ein Drehbuch zu schreiben. Einen richtigen Drehbuchautor jedenfalls kann sich diese Film-Katastrophe nach den Ausgaben für die Special Effects augenscheinlich nicht geleistet haben.

Aber das war ja immerhin voher schon klar!

 
Wertung: 3 von 7 €uro