IMDB

Plakatmotiv: Erik, der Wikinger – Die größten Abenteuer der Wikinger (1965)

Ein Totalausfall
von einem Film

Titel Erik, der Wikinger / Die Rückkehr des Gefürchteten
(Erik il vichingo)
Drehbuch Arpad De Riso & Nino Scolaro
Regie Mario Caiano, Italien, Spanien, Jugoslawien 1965
Darsteller

Gordon Mitchell, Giuliano Gemma, Eleonora Bianchi, Elisa Montés, Eduardo Fajardo, Beni Deus, Lucio De Santis, Roberto Ceccacci, Aldo Pini, Fortunato Arena, Fedele Gentile, Franco Morici, Aldo Bufi Landi, Alfio Caltabiano, Erno Crisa, Gianni Solaro, Carla Calò, Gustavo Salafranca u.a.

Genre Abenteuer
Filmlänge 95 Minuten
Deutschlandstart
30. August 1968
Inhalt

Europa, um das Jahr 1000: Das Volk der Wikinger steht unter der Knechtschaft des dänischen Königs. Als dieser eines Tages verlangt, dass die Wikinger fortan unter dänischer Flagge fahren und die Hälfte ihrer Fischerei-Erträge an den dänischen Hof abführen sollen, fasst der junge Wikinger Erik den Entschluss, seinem Volk eine neue Heimat zu suchen.

Erik sticht mit einer Gruppe unerschrockener Gefährten in See. Er ahnt nicht, dass sich mit Sven ein Verräter an Bord befindet, der ihn im Auftrag seines Bruders Eyolf ermorden soll. Während der Seefahrt wartet Sven vergeblich auf die Gelegenheit, seinen Plan umzusetzen. Schließlich erreichen die Wikinger eine ihnen unbekannte Küste. Sie gehen an Land und wähnen sich im Paradies: mildes Klima, üppige Vegetation, reiche Nahrung. Ohne es zu ahnen, haben sie Amerika entdeckt.

Auch die Einheimischen begegnen den ausgehungerten Seefahrern mit großer Gastfreundschaft. Während sich die Häuptlingstochter Wa-Ta-Wa in Erik verliebt, versucht Eyolf in Dänemark Eriks Braut Gudrid für sich zu gewinnen, indem er die gefälschte Nachricht von Eriks Tod in Umlauf bringt. Unterdessen spitzt sich die Situation zwischen Erik und Sven immer weiter zu. Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod …

Was zu sagen wäre

Italien macht den Wikinger. An diesem Film stimmt wenig. Die Wikinger sind Italiener, ihre Kleidung aus dem Kostümfundus römischer Filmproduktionen zusammengesucht, die Schauplätze sind austauschbar, die Kamera ohne Stil und der Bildschnitt willkürlich. Auch das Drehbuch ist krude.

Es stimmt, dass die Wikinger Amerika lange vor Christoph Kolumbus entdeckt haben. Was sie dann sort erlebt haben, ist nicht überliefert. Mario Caiano macht aus der Idee eine Suppe mit Zutaten aus Karl May, Elementen aus Sandalenfilmen mit einer Prise Romantik aus dem Setzkasten der Drehbuchschule. Plakatmotiv (It.): Erik el Vikingo (1965) Der Film, der auch unter etlichen anderen Titeln veröffentlicht wurde, enthält keinerlei Überraschungen.

Ein Häuptling stirbt und vermacht seinen Herrschaftsanspruch an seinen zweiten Sohn, den er fü intelligenter hält. Der Erstgeborene ist sauer und schimpft in der Taverne lauthals mit seinen Kumpanen, ohne dass es ein anderer mitbekommt? Erik, der intelligente Sohn, hat schon mitbekommen, dass die Sonne an jedem Tag die gleiche Strecke übers Firmament nimmt und schließt messerscharf, dass da, wo sie am Horizont verschwindet, auch noch Land sein muss. Das findet er mit seinen Männern dann auch, rettet gleich mal die Häutlingstochter überaus friedfertiger Ureinwohner, woraufhin sich die beiden auch gleich verlieben – und die Ureinwohner lernen in Rekordtempo die Sprache de Wikinger. Es kommt ein zweiter, eifersüchtiger Stammeshäuptling ins Spiel und eine Höhle voller Gold, die – Achtung – einsturzgefährdet ist.

Und in der Heimat wartet die blonde Gudrid und der böse Bruder Eyolf auf Erik, der im fernen Amerika gar nicht weiß, dass Gudrid ihn liebt, und deshalb die Häuptlingstochter heiraten will, während Eyolf mit aller Gewalt die holde Blondine für sich zu gewinnen versucht.

Man kann diesen Film ohne Probleme ohne Ton sehen. Die Schauspieler agieren, als stünden sie vor einer Stummfilmkamera, grimassieren, brüllen und kommunizieren mit großer Geste. Noch besser womöglich, wenn man den Film auch ohne Bild sieht.

Wertung: 1 von 8 D-Mark
IMDB