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Kinoplakat: Stephen Kings Thinner – Der Fluch
Ein Schöckchen mit
Unappetitlichkeiten
Titel Stephen Kings Thinner – Der Fluch
(Thinner)
Drehbuch Michael McDowell + Tom Holland
nach dem Roman „Der Fluch“ von Richard Bachmann/Stephen King
Regie Tom Holland, USA 1996
Darsteller Robert John Burke, Joe Mantegna, Lucinda Jenney, Michael Constantine, Kari Wuhrer, Bethany Joy Lenz, Time Winters, Howard Erskine, Terrence Garmey, Randy Jurgensen, Jeff Ware, Antonette Schwartzberg, Terence Kava, Adriana Delphine, Ruth Miller u.a.
Genre Horror
Filmlänge 93 Minuten
Deutschlandstart
4. September 1997
Inhalt

Anwalt Billy Halleck ist erfolgreich und steht mitten im Leben. Eine Schwäche allerdings hat er: Zwar verbucht er im Gerichtssaal einen Erfolg nach dem anderen. Immer wenn es aber darum geht, seine wabbelnde Figur etwas abzuspecken, scheitert er kläglich. Gerade erst hat er wieder ein üppiges abendessen mit seiner Frau genossen. Auf der Heimfahrt überfährt er eine alte Zigeunerin, die an ihren Verletzungen stirbt..

Seine Beziehungen zu den Einflussreichen der Stadt helfen ihm, sich vor einem Prozess wegen Totschlags zu drücken. Sein Freund, Richter Carry Rossington, spricht ihn frei, Polizeichef Duncan Hopley behindert weitere Ermittlungen und verwaist die Zigeuner der Stadt. Der Vater der Toten, Tadzu Lempke, belegt Billy daraufhin mit einem Fluch.

Fortan verliert der Übergewichtige jeden Tag an Gewicht. Anfangs freut er sich über die Ergebnisse seiner „Diät“, doch schnell schwenkt seine Freude in Angst um. Mehrere ärztliche Untersuchungen liefern keine Erklärungen für die Gewichtsabnahme des Anwalts. Gemeinsam mit dem Hausarzt Houston versucht seine Frau Heidi, Billy für verrückt zu erklären und in eine Klinik einzuweisen, die mehr über sein Abmagern in Erfahrung bringen soll.

Schließlich erfährt Billy, dass auch der Richter und Polizeichef mit einem Fluch belegt wurden. Richter Rossington vollzieht eine Metamorphose in eine Eidechse; beim Polizeichef Hopley entstehen eitrige Geschwüre im gesamten Gesicht.

Billy kann die Zigeuner ausfindig machen, aber die beschimpfen ihn nur als Mörder und weigern sich, den Fluch von ihm zu nehmen. Darafhin belegt Billy seinerseits Tadzu Lempke mit dem „Fluch des weißen Mannes aus der Stadt“. Bei Billys Fluch handelt es sich um seinen Freund und Mandanten, den New Yorker Mafioso Richard „der Hammer“ Ginelli …

Was zu sagen wäre

Das Buch von Stephen King, das der unter seinem Pseudonym Richard Bachmann schrieb, ist ein schöner kleiner Grusler, der die Unausweichlichkeit des Immer-dünner-Werdens sehr plastisch macht und nicht mit Unappetitlichkeiten geizt. Die Verfilmung hat den naheliegenden Weg gewählt und den Splatter hervorgehoben.

Tom Holland verlässt sich sehr auf Masken- und Trickeffekte, zitiert mit Wonne einige der Unappetitlichkeiten aus der Romanvorlage, kann den Figuren aber nicht mehr als deren Funktion abgewinnen – wahlweise sind sie Opfer, Täter, Schamane oder statistisches Beiwerk. Tiefe hat der Film nicht. Entsprechend unnbekannt und uninspiriert ist die Besetzung, in der Joe Mantegna (Aus nächster Nähe – 1996; „Tödlicher Betrug“ – 1995; „Body of Evidence“ – 1993; „Bugsy“ – 1991; „Alice“ – 1990; Der Pate 3 – 1990) als Richard „der Hammer“ Ginelli noch am ehesten erwähnenswert ist. Robert John Brke, der die Rolle des dicken Verfluchten spielt, war bisher fleißig vor allem in kleineren supporting roles („Fled – Flucht nach Plan“ – 1996; „Wenn Lucy springt“ – 1996; „Tombstone“ – 1993).

Ein Schöckchen mit Knällchen-Effekt. Drchschnittlich; wie so oft bei den vielen Stephen-King-Verfilmungen.

Wertung: 4 von 11 D-Mark
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