Kinoplakat: The Gift – Die dunkle Gabe
Ein spannender, manchmal
etwas bemühter Thriller
Titel The Gift – Die dunkle Gabe
(The Gift)
Drehbuch Billy Bob Thornton + Tom Epperson
Regie Sam Raimi, USA 2000
Darsteller Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Keanu Reeves, Katie Holmes, Greg Kinnear, Hilary Swank, Michael Jeter, Kim Dickens, Gary Cole, Rosemary Harris, J.K. Simmons, Chelcie Ross, John Beasley u.a.
Genre Drama, Crime
Filmlänge 112 Minuten
Deutschlandstart
4. Oktober 2001
Inhalt

Spurlos verschwindet die Südstaatenschöne Jessica King, Tochter des Dorfmagnaten und Verlobte des Schuldirektors. Die Polizei ist ratlos. Annie Wilson wird zu Rate gezogen, weil sie eine ungewöhnliche Gabe besitzt. Von ihrer Großmutter erbte sie die Fähigkeit, mit Hilfe von Karten in die Zukunft und die Vergangenheit ihrer Klienten zu blicken.

Zunächst sind die Beamten skeptisch. Doch Annie hat eine Vision, die den Sheriff auf die richtige Fährte bringt. So wird auf dem Grund eines Sees die ertränkte Leiche Jessicas gefunden. Man verhaftet den Grundbesitzer Donnie Barksdale. Barksdale ist ein stadtbekannter Schläger, seine Frau trägt regelmäßige Wunden und blaue Augen mit sich und er hat Annie mehr als einmal tätlich bedroht. Er glaubt, dass sie es ist, die seine Ehefrau Valerie gegen ihn aufbringt.

Donnie wird für schuldig befunden. Aber Annie ahnt, dass der Spuk noch lange nicht ausgestanden ist. Unheimliche Visionen quälen sie – was ist wirklich mit Jessica geschehen? Sie weiß, dass sie verfolgt werden wird, bis sie das Geheimnis entschlüsselt hat. Sowohl von den Lebenden, als auch von den Toten …

Was zu sagen wäre

Ein solider Thriller aus der Hand des Mannes, der 1981 den „Tanz der Teufel” so spektakulär inszenierte, dass der jahrelang auf dem Index verbotener Filme stand und der im kommenden Jahr seinen ersten Spider-Man-Film veröffentlicht.

Im vorliegenden Film kann sich Sam Raimi auf seine Hauptdarstellerin Cate Blanchett () stützen, die über inszenatorische Längen einfach wegspielt und beweist, dass sie ärmliche Verhältnisse ebenso gut spielt wie Glamour (Der talentierte Mr. Ripley – 2004) und Königliches („Queen Elizabeth” – 1998). Dazu kommt ein solider Supporting-Cast mit Gesichtern, die man mittlerweile aus Spider-Man kennt (Rosemary Harris, J.K. Simmons) und Stars, denen der große Durchbruch verwehrt blieb (Giovanni Ribisi, Keanu Reeves, Greg Kinnear).

Die Atmosphäre im sumpfig düsteren Südstaaten-Ambiente tut ihr Übriges um der schlichten Kriminal-Story einen glaubhaften übernatürlichen Überbau zu verpassen.

Wertung: 4 von 6 €uro