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Kinoplakat: Plötzlich Prinzessin

Handwerklich sauber
erzähltes Märchen

Titel Plötzlich Prinzessin
(The Princess Diaries)
Drehbuch Gina Wendkos
nach einem Roman von Meg Cabot
Regie Garry Marshall, USA 2001
Darsteller

Julie Andrews, Anne Hathaway, Hector Elizondo, Heather Matarazzo, Mandy Moore, Caroline Goodall, Robert Schwartzman, Erik von Detten, Patrick John Flueger, Sean O'Bryan, Sandra Oh, Kathleen Marshall, Mindy Burbano, Kimleigh Smith, Elizabeth Gudenrath u.a.

Genre Komödie, Märchen
Filmlänge 115 Minuten
Deutschlandstart
20. Dezember 2001
Inhalt

Mit ihrem Wuschelkopf, der uncoolsten Brille seit Erfindung des Kassengestells und der grandiosen Eigenschaft, in jedes Fettnäpfchen zu treten, zählt Mia nicht gerade zu den beliebtesten Mädchen an der Schule. Die Jungs ignorieren sie, die Mädels verspotten sie, und ihr heimlicher Schwarm – der angesagteste Typ der High School – hat nur Augen für das blonde Gift Lana. Niemand schenkt Mia besondere Aufmerksamkeit – bis zu dem Tag, an dem sie aus heiterem Himmel eine schier unglaubliche Nachricht erhält: Sie ist eine echte Prinzessin! Ihre Großmutter, Königin Clarisse Renaldi, ist eigens angereist, um Mia diese Botschaft zu überbringen und aus dem dickköpfigen Teenager eine würdige Thronfolgerin zu machen.

Kinoplakat (US): The Princess DiariesDoch Mia denkt nicht im Traum daran, ihre Boots gegen Edel-Pumps auszutauschen; erst ein königlicher Crash-Kurs in Sachen Outfit & Benimm bringt ihre Meinung ins Wanken. Schon bald steht Mia vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens …

Was zu sagen wäre

„Beinahe hätte ich die Regie abgelehnt“, sagt Komödien-Spezialist Garry Marshall. Ein Tippfehler im Originaltitel von „Plötzlich Prinzessin“ hatte mit der Vertauschung zweier Buchstaben aus dem Wort für Tagebücher (diaries) das Wort für Molkereien (dairies) gebildet. „Ich dachte, es wäre ein Film über privilegierte Kühe!“ Zur Besetzung zählen neben Anne Hathaway als künftige Prinzessin auch Marshalls Dauer-Schauspieler Hector Elizondo als der Königin Sicherheitschef – und die große Julie Andrews („Victor/Victoria“ – 1982; „S.O.B. – Hollywoods letzter Heuler“ – 1981; 10 – Die Traumfrau – 1979; „Meine Lieder, meine Träume“ – 1965; „Mary Poppins“ – 1964).

Andrews spielt Königin Clarisse Renaldi, Mias aristokratisch-strenge Großmutter väterlicherseits, die mit überraschenden Neuigkeiten Mias Welt auf den Kopf stellt. Hector Elizondo darf als Leibwächter und Chauffeur der neuen Prinzessin seine Rolle aus Pretty Woman nochmal ausleben.

Geschichten wie diese Aschenputtel-Story kann Garry Marshall mit links, da lässt er nichts anbrennen. Das heißt: Wer solche Geschichten mag, wem die großäugige Debutantin Anne Hathaway nicht auf die Nerven geht, wird hier gut unterhalten, ohne dass die Story mit allzu vielen Überraschungen aufwarten würde. Marshall ist als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor für Film, Fernsehen und Theater in Erscheinung getreten. Zuletzt übernahm er die Regie der Komödie Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit Julia Roberts und Richard Gere in den Hauptrollen. Zu seinen weiteren Regie-Arbeiten zählen „Hilfe, ich komm' in den Himmel“ (1996), Frankie und Johnny (1991), Pretty Woman (1990), „Freundinnen“ (1988), „Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser“ (1987) und Nothing in Common (1986) mit dem jungen Tom Hanks. Marshall entwickelte und produzierte einige der erfolgreichsten und preisgekrönten Comedy-Serien in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens, darunter „Happy Days“, „Laverne & Shirley“, „Männerwirtschaft“ und „Mork vom Ork“.

Wertung: 4 von 6 €uro
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