Kinoplakat: Johnny English

Sein Name ist Bean … Mr. Bean
und er ist gut … richtig gut

Titel Johnny English
(Johnny English)
Drehbuch Neal Purvis + Robert Wade + William Davies
Regie Peter Howitt, UK, Frankreich, USA 2003
Darsteller Rowan Atkinson, John Malkovich, Natalie Imbruglia, Ben Miller, Tim Pigott-Smith, Kevin McNally, Douglas McFerran u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 88 Minuten
Deutschlandstart
10. April 2003
Inhalt

Johnny English ist britischer Agent beim MI7. Er erledigt diese Bürojobs, die die tollen Agenten im Außeneinsatz dann glänzen lassen, weil sie immer die richtigen Codes wissen. Den Code zum Öffnen der U-Boot-Luke hatte English aber wohl verschusselt, was zur grässlichen Folge hat, dass sämtlich Number-One-Agenten zu Tode kommen und überhaupt nur einer beim MI7 übrig bleibt, der als Agent im Außeneinsatz noch in Frage kommt: English heißt der Mann … Johnny English.

Er kommt gerade recht. Gerade nämlich sind die Kronjuwelen geklaut worden. English hat sofort Pascal Sauvage in Verdacht. Einmal ist der Mann Franzose, was ihn per se verdächtig macht, zum anderen hat er seine Millionen mit Gefängnissen gemacht, was ihn noch verdächtiger macht. Und English hat den richtigen Riecher. Zwar verbaselt er bei seinen actionlastigen Ermittlungen quasi alles und wäre ohne seinen treuen Assistenten, der ihn dauernd raus haut, vollkommen aufgeschmissen, aber Sauvage (französisch für „wild”) hat die Kronjuwelen tatsächlich. Und der Mann hat noch mehr vor.

Mit der Krone in der Hand und einem falschen Erzbischof von Canterbury im Köcher will Sauvage sich zum rechtmäßigen König von Großbritannien ausrufen, um die britischen Inseln in ein gigantisches Gefängnis umzuwandeln …

Was zu sagen wäre

So ganz schief gehen hätte diese Parodie auf die James-Bond-Filme ohnehin nicht: Mit Neal Purvis und Robert Wade saßen zwei Autoren am Script, die schon die James-Bond-Filme Stirb an einem anderen Tag (2002) und Die Welt ist nicht genug (1999) geschrieben hatten – und schon Die another Day ist ja streng genommen auch eine Art Parodie auf die Bond-Filme.

Kleine Längen nur hat der Film. Auch kündigen sich einige Gags zu deutlich an, ohne dann wenigstens die Erwartung zu übertreffen. Es gibt Anbandel-Dialoge zwischen Atkinson und Natalie Imbruglia, die die Love-Interest des Agenten spielt, die erst nicht vom Fleck kommen und dann auf halber Strecke stecken bleiben – ganz so, als seien Neal Purvis und Robert Wade zwischenzeitlich aufs Klo gegangen und hätten dann den Faden verloren. Und die Sängerin Natalie Imbruglia ist als Sängerin wirklich besser, als als Schauspielerin, wo sie vor allem ausgesprochen hübsch ist.

Aber solche Kleinigkeiten trüben am Ende die Chaos-Parodie nur marginal.

Wertung: 5 von 6 €uro