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Kinoplakat: Immer noch ein seltsames Paar
Ein charmantes Wiedersehen
mit alt gewordenen Witzen
Titel Immer noch ein seltsames Paar
(The Odd Couple II)
Drehbuch Neil Simon
Regie Howard Deutch, USA 1998
Darsteller Jack Lemmon, Walter Matthau, Richard Riehle, Jonathan Silverman, Lisa Waltz, Mary Beth Peil, Christine Baranski, Jean Smart, Rex Linn, Jay O. Sanders, Barnard Hughes, Ellen Geer, Doris Belack, Lou Cutell, Mary Fogarty u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 97 Minuten
Deutschlandstart
20. August 1998
Inhalt
Siebzehn Jahre haben sich Oscar Madison und Felix Ungar nicht gesehen. Das soll sich ändern. Anlass ist die Hochzeit ihrer beiden Kinder Brucey Madison und Hannah Ungar – und zwar die Hochzeit miteinander.

Oscar reist von seinem Alterssitz in Florida und Felix aus Manhattan an. Sie treffen sich auf dem Flughafen von Los Angeles, um den Weg nach San Malino, wo das Ereignis stattfinden soll, mit einem Mietwagen zurückzulegen. Aber schon am Flughafen verstaucht sich Felix einen Knöchel; nur der Anfang einer langen Reihe von Pannen und Missgeschicken. Nachdem sich ihr Auto selbständig gemacht hat und in einen Abgrund gestürzt ist, während die Beiden sich stritten, versuchen sie nun ihr Glück als Anhalter.

Ein kleiner Lastwagen, vollbeladen mit Gemüse, nimmt sie auf. An der Grenze allerdings stellt sich heraus, dass damit illegale Einwanderer eingeschmuggelt werden. So landen Felix und Oscar zum erstenmal im Gefängnis.

Durch Verhandlungsgeschick gelingt es ihnen, schon am nächsten Tag wieder frei zu kommen – nicht ganz ohne Freude des Polizisten, der sie vernommen hat. Diese Freude allerdings hält nicht lange vor, denn Felix und Oscar werden nach einem Geplänkel mit zwei Rockerbräuten in den besten Jahren wiederum in dasselbe Gefängnis eingeliefert. Das kleinere Übel ist auch jetzt wieder, die zwei Streithähne zu entlassen.

Auch die nächste Möglichkeit, ihrem Ziel näher zu kommen, erweist sich als trügerisch: Der nette ältere Herr, der sie in seinem Rolls Royce mitnimmt, segnet während der Fahrt das Zeitliche. Und so werden die „Rentnerrebellen wider Willen" zum dritten Mal verhaftet.

Bevor sie alle wahnsinnig werden, verhelfen die entnervten Polizisten den Querköpfen flugs zum Ziel der Reise. Aber in San Malino angekommen, steht die Hochzeitsgesellschaft schon Kopf. Den jungen Bräutigam haben mittlerweile schwerste Bedenken mit Blick auf die Ehekatastrophe seiner Eltern befallen. Oscar rettet die Situation.

Als Felix dann am Ende mit seinem Koffer in der Hand vor Oscars verschlampter Seniorenwohnung in Florida steht, weil er wieder mal die Frau fürs Leben gefunden hatte, aber das Glück nur kurze Zeit anhielt, sollte das doch der Neubeginn einer wunderbaren Männerfreundschaft sein.

Oder etwa nicht...?

Was zu sagen wäre
Nach vielen Jahren sind sie wieder vereint. Die älter, aber nicht gerade weiser gewordenen Kumpel Felix und Oscar. „Vor neun Jahren", so Neil Simon, „fing ich mit dem Schreiben eines Drehbuchs an, in dem Felix' Tochter und Oscars Sohn heiraten und diese Hochzeit führt dazu, dass Felix aus New York und Oscar aus Sarasota, wo sie heute leben, anreisen. Zwischenzeitlich sind beide in Rente und haben sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Und eigentlich sind die Beiden immer noch die Gleichen, so wie sie vor 20 Jahren waren. Aber jetzt sind sie in einem fremden Land!"

Sie sind nicht nur in einem fremden Land, sie sind auch in einer anderen Zeit – in der sich welt und Humo weitergedreht haben. Felix und Oscar, so charmant das wiedersehen mit ihnen ist, haben nichts Neues zu bieten; sie streiten sich halt weiter und versöhnen sich weiter und streiten sich dann wieder. Das tun sie etwas schnoddriger der modernen Sprache angepasst, aber es bleiben doch Figuren und Charakterzüge aus den 1960er Jahren.

Ein bisschen ist das, wie wenn die einstige Lieblingstante nach vielen Jahren zu Besuch kommt und Du merkst, dass Du erwachsen geworden bist, die Tante aber nur alt.

Wertung: 3 von 6 €uro
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