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Kinoplakat: Zwei vom alten Schlag
Stallone, De Niro, Basinger.
Und keine Überraschungen.
Titel Zwei vom alten Schlag
(Grudge Match)
Drehbuch Tim Kelleher + Rodney Rothman
Regie Peter Segal, USA 2013
Darsteller Sylvester Stallone, Robert De Niro, Kim Basinger, Alan Arkin, Kevin Hart, Jon Bernthal, LL Cool J, Rich Little, Ireland Baldwin, Anthony Bean, Mason Mackie, Barry Primus, Frederick Douglas Plunkett Jr., BJ Guyer, Jen Kober, Anthony Anderson, Carrie Lazar, Don Lake, Han Soto, Kurt Krause, Steve Levy, John Buccigross, Kenneth Kynt Bryan, Kirk W. Johnson, Todd Truley, Paul Ben-Victor, Robert Larriviere, Joey Diaz u.a.
Genre Komödie, Drama
Filmlänge 113 Minuten
Deutschlandstart
9. Januar 2014
Inhalt

Billy „The Kid“ McDonnen und Henry „Razor“ Sharp sind zwei alte Rivalen im Boxring. In ihrer Laufbahn hat jeder den anderen einmal besiegt. Doch als es 1983 zum alles entscheidenden dritten Kampf kommen soll, beendet Razor plötzlich seine Karriere.

Damit ist auch die Karriere von McDonnen beendet.

Dreißig Jahre danach wittert der Promoter Dante Slate Jr. einen Geldregen und will die beiden Kontrahenten wieder in den Ring kriegen.

Er macht ihnen ein Angebot, das sie unmöglich ausschlagen können …

Was zu sagen wäre
Der Coup bei diesem Film ist die Besetzung. Es ist schön, Robert De Niro und Sylvester Stallone wieder in ihren Boxershorts zu sehen, während sie sowas wie die Neuverfilmung von Rocky Balboa (2006) versuchen, in dem ein alternder Boxer es noch einmal wissen will/muss. Es ist schön Kim Basinger zu sehen. Es ist wunderbar, Alan Arkin (mal wieder) als kauzigen Alten zu sehen. Es wäre schön gewesen, in diesem Film irgendeinen Sinn zu entdecken.

„Grudge Match“ ist frei von jeder Überraschung. Selbst der Boxkampf, der zwingend dann auch stattfindet, ist ohne Esprit ... gut: Sie haben die Soundeffekts weg gelassen, die sonst in jedem Boxerfilm zu hören sind, wenn Faust auf Körper trifft. Aber das ist auch schon alles. Bis aber dazu kommt, gibt es allerlei Un-Neues. Da gibt es den abgestürzten, aber geselligen älteren Helden, der eine 30 Jahre alte enttäuschte Liebe wiederfindet. Es gibt den erfolgreichen, aber im Herzen einsamen älteren Helden, der sich Geselligkeit mit Geld besorgt. Es gibt einen verlorenen Sohn (und einen Enkel), der für die nötigen Menschwerdungen zuständig ist. Ansonsten nimmt die Story ihren Lauf, man kann die Uhr danach stellen, wann was passiert in diesem Dramaturgie-Setzkasten.

Ich kann nur Mutmaßungen anstellen, warum die Filmgrößen da alle mitspielen. Bei Stallone ist das noch einfach: Er dreht seit einiger Zeit dauernd Filme, die ihn als alternden, ausrangierten ehemaligen Irgendwas zeigen und er kann das ganz gut (Escape Plan – 2013; Shootout – Keine Gnade – 2012; The Expendables – 2010; John Rambo – 2008). Ihn zu sehen zwischen den drei Oscar-Preisträgern De Niro, Basinger und Arkin macht Spaß, aber was die an dem simplen Stoff gereizt haben kann ..? Geld? Robert De Niro hat im vergangenen Jahr so manche Rolle gespielt, die viel zu klein für ihn ist (American Hustle – 2013; Malavita – 2013; Killing Season – 2013; Silver Linings – 2012) und in Last Vegas sogar dieselbe wie hier, nur dass er da nur alt und verbittert ist und hier auch noch boxt. Vielleicht langweilt er sich und sucht einfach Beschäftigung.

Regisseur Peter Segal hat keinen schlechten Film abgeliefert; der alte-Männer-gehen-boxen-Film ist ordentlich. Segal kann seicht: Mit „Get smart" (2008), „50 erste Dates" (2004) oder „Die Wutprobe" (2003) hat er gezeigt, wie herzig er mit einem Schmunzler erzählen kann. „Grudge Match" ist nur überhaupt nicht komisch. Dramatisch ist er schon gar nicht. Eigentlich ist er überflüssig, das aber handwerklich sauber und langweilen tut er auch nicht. Und immerhin hauen sich da zwei Film-Ikonen und lassen sich dabei von Kim Basinger bezittern (The Door in the Floor – 2004; „8 Mile“ – 2002; L.A. Confidential – 1997; Batman – 1989; „9 1/2 Wochen“ – 1986; James Bond 007 – Sag niemals nie – 1983).

Wollten da ein paar Kumpel zusammen einen Film machen und Spaß haben. Okay, das wäre zumindst ein Motiv.

Wertung: 3 von 8 €uro
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