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Kinoplakat: xXx - Triple X
Ein Muskel geht in Serie
und erfüllt die Erwartungen
Titel xXx - Triple X
(xXx)
Drehbuch Rich Wilkes
Regie Rob Cohen, USA 2002
Darsteller Vin Diesel, Samuel L. Jackson, Asia Argento, Marton Csokas, Danny Trejo, Michael Roof, Tom Everett, Richy Müller, Werner Daehn u.a.
Genre Action
Filmlänge 113 Minuten
Deutschlandstart
17. Oktober 2002
Inhalt

Xander Cage ist seinen Fans über seine Internet-Seite ein Begriff - in der „Xander-Zone”. Der Mann, von oben bis unten tätowiert, mit rasiertem Kopf nennt sich „xXx”, ist ein Adrenalin-Junkie und Extremsportler, der seiner Gemeinde regelmäßig atemlose Stunts bietet, die er per Webcam ins world wide web schickt.

Gerade hat er den Ferrari eines kalifornischen Senators geklaut, ist damit von einer hohen Brücke geprungen, ein wenig darauf gesurft um dann per Fallschirm sicher zu landen.

Die folgende Party ist kurz, wird beendet von einem schwerbewaffneten Einsatzkommando der National Security Agency (NSA). Deren Spitzenagent Augustus Gibbons stellt ihn vor die Wahl: entweder, Cage landet für lange im Knast, oder er erledigt einen Job.

Nur einem Typ wie Xander - so die Überlegung der NSA - kann es gelingen, sich in Prag bei der Söldnertruppe Anarchy 99 um den charismatischen Yorgi und die geheimnisvolle Yelena einzuschleichen, die die Zivilisation ins totale Chaos stürzen will.

Der erste Schritt ist einfach, doch dann kommen selbst bei einem harten Typen wie Xander die Gefühle ins Spiel - er verguckt sich in Yorgis Gespielin Yelena und muss entdecken, was Yorgi tatsächlich im Schilde führt.

Der will die Welt mit biologischen Waffen ins Chaos stürzen ...

Was zu sagen wäre

Wieder ein - in diesem Fall buchstäblich der X-te - Versuch, James Bond sein Ruhebett zu bereiten. Allseits preisen die Artikel den Agenten „für die junge Generation”. Nun denn. Zunächst einmal klauen die Macher schamlos aus dem Ideenreservoir des Geheimagenten Ihrer Majestät - das zugegebenermaßen seit einigen Filmen auch wenig Frisches bietet.

Aber, viel wichtiger: Ich bekomme, was ich erwartet habe - Action und jede Menge Fun. Sehr viel mehr braucht nicht gesagt zu werden. Völlig überdreht und absurd kommt Triple X daher und macht einfach höllisch Spaß.

Der ganze Film lässt sich mit folgendem Zitat Xanders an einen mit Raketenwerfer bewaffneten Agenten beschreiben: „Nun spiel mal nicht den korrekten Bullen, sondern denk in Playstation-Kategorien und lass irgendwas explodieren!”

Schade, dass die deutsche Synchronstimme Vin Diesels dessen Brummbass nur zu Hälfte erreicht. Samuel L. Jackson bleibt eher eindimensional, da hoffe ich mal auf eine Entwicklung in den bereits angekündigten Fortsetzungen.

Vin Diesel (The Fast and the Furious – 2001; Pitch Black – Planet der Finsternis – 2000; „Ri$iko – Der schnellste Weg zum Reichtum – 2000; Der Soldat James Ryan – 1998) besitzt das Zeug, nicht als Testosteron-Actionbombe in der Versenkung zu verschwinden. Der Mann hat was in seinen Augen, das den coolen Muskelberg wunderbar kontrastiert.

Der Film hat die FSK-Freigabe „ab 16 Jahre”. Es wäre sinnvoll, hinzuzufügen, dass man keinesfalls älter als 19 Jahre sein sollte (sich zumindest an diesen unschuldigen Geisteszustand erinnern sollte), um dem Film sein Spaßvolumen abzugewinnen. Und dann darf ich auch sagen, dass uns Jungs zwar Action geboten wird, unserer weiblichen Begleitung dafür Vin Diesels Muskelkörper. Asia Argento als Love-Interest ist zwar die Tochter von Horror-Regisseur Dario Argento und spielt auch nicht schlecht - aber ein Diesel-äquivalenter Augenschmaus ist sie nicht (Sorry: Chauvitype, Chauvisprüche).

Wertung: 5 von 6 €uro
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