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Kinoplakat: Wild Card
Ein altmodischer Film. An
allen Erwartungen vorbei.
Titel Wild Card
(Wild Card)
Drehbuch William Goldmann
nach seinem gleichnamigen Roman
Regie Simon West, USA 2015
Darsteller

Jason Statham, Michael Angarano, Dominik García-Lorido, Hope Davis, Milo Ventimiglia, Max Casella, Stanley Tucci, Jason Alexander, Sofía Vergara, Anne Heche, Chris Browning, Matthew Willig, Davenia McFadden, Michael Papajohn u.a.

Genre Thriller
Filmlänge 92 Minuten
Deutschlandstart
12. Februar 2015
Inhalt

Nick Wild ist nicht zufrieden mit seinem Leben. Zwar hat er seine Spielsucht einigermaßen hinter sich gelassen und sein Job als Söldner gehört ebenfalls der Vergangenheit an – aber sein Traum, sich auf Korsika niederzulassen, scheitert am nötigen Geld. Also versucht er, mit Gelegenheitsjobs als Detektiv und Bodyguard über die Runden zu kommen.

Seine Prinzipien sind dabei eindeutig: Keine Schusswaffen! Doch als seine Ex-Freundin Holly übel zugerichtet auf seiner Fußmatte steht und ihn um Hilfe anfleht, muss er seine Prinzipien über den Haufen werfen. Holly hat nämlich ernste Probleme mit dem Gangsterboss Danny DeMarco, der keinen Spaß versteht und seine Schergen aussendet.

In die Unterwelt von Las Vegas getrieben, verfällt Wild schnell in alte Gewohnheiten …

Was zu sagen wäre

Las-Vegas-Filme sind Spieler-Filme. Las-Vegas-Filme, die in der Weihnachtszeit spielen (was schon das erste Bild suggeriert), sind Spielerfilme, die das spezielle Wunder beinhalten.

Das ist ein seltsamer Film, ein im besten Sinne altmodischer Film; so etwas wurde zuletzt Mitte der 1980er Jahre gedreht, als die Männer noch schwarze Nappalederjacken trugen und der Zuschauer den ganzen Film lang warten musste, bis die große Abrechnung passiert – und in den 85 Minuten dazwischen werden Spielerbilder, Glücksritter und philosophisch angehauchte Machoallüren gezeigt, die den Zuschauer irgendwie bei der Stange halten sollen. Und weil der Name Jason Statham auf dem Plakat steht, wissen wir ohnehin, was uns erwartet (Homefront – 2013; Parker – 2013; The Expendables – 2010; „Crank“ – 2006; „The Transporter“ – 2002); das Plakatmotiv (s.o.) ist dabei ja auch eindeutig. Die Erwartung wird enttäuscht.

Eine Geschichte wird nicht erzählt. Einen Jason-Statham-verprügelt-Massen-Film gibt es auch nicht. Hollywoods gewesene Edelfeder William Goldman wollte was über die Krankheit der Spielsucht erzählen, aber damit können weder sein Regisseur Simon West (The Expendables 2 – 2012; Lara Croft: Tomb Raider – 2001; Wehrlos – Die Tochter des Generals – 1999; Con Air – 1997), noch sein Studio viel anfangen. So präsentiert dieser Film ein Nirwana zwischen vorgestern … und gestern: Ganz nett … hui, Las Vegas und der Traum vom Segelschiff vor Korsika. Clint Eastwood hat solche Filme in den 1970er Jahren gedreht, Burt Reynolds auch.

„Wild Card“ ist weder ein smarter Spielerfilm, noch ein ordentlicher Jason-Statha,-Film. Er ist bestenfalls … altmodisch.

Wertung: 4 von 8 €uro
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