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Kinoplakat: Verbrechen und andere Kleinigkeiten
Ein Episodenfilm über Schuld,
Religion, Mord und Eifersucht
Titel Verbrechen und andere Kleinigkeiten
(Crimes and Misdemeanors)
Drehbuch Woody Allen
Regie Woody Allen, USA 1998
Darsteller Martin Landau, Woody Allen, Anjelica Huston, Mia Farrow, Claire Bloom, Alan Alda, Sam Waterston, Daryl Hannah, Stephanie Roth Haberle, Gregg Edelman, George J. Manos, Jenny Nichols, Joanna Gleason, Zina Jasper, Dolores Sutton, Joel Fogel u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 104 Minuten
Deutschlandstart
1. März 1990
Website woodyallen.com
Inhalt

Der New Yorker Augenarzt Judah Rosenthal hat Probleme mit seiner heimlichen Geliebten Dolores: Die droht, die Beziehung an Judahs Ehefrau Miriam zu verraten. Und nicht nur das: Die höllische Geliebte will an die Öffentlichkeit gehen und Dinge verraten, die finanzielle Unregelmäßigkeiten beim Bau eines Klinikums für Augenheilkunde betreffen, in die auch Judah verwickelt ist.
Judah wendet sich an seiner halbseidenen Bruder Jack, der Verbindungen zur Mafia hat.

Gleichzeitig hat der kleine Filmemacher Cliff Stern aus Geldnot die Aufgabe übernommen, ein Portrait über den erfolgreichen TV-Produzenten Lester zu machen – gleichzeitig sein schmieriger Schwager. Der macht sich prompt an Cliffs heimliche Liebe Halley ran.

In der Zwischenzeit hat Judah Rosenthals bruder die nötigen Schritte eingeleitet, um zu verhindern, dass Dolores etwaige Unregelmäßigkeiten irgendwo ausplaudern kann. Ein Profikiller hat die Sache ruhig und schnell erledigt ...

Was zu sagen wäre

Ein Episodenfilm: Woody Allen präsentiert ein fein verwobenes Beziehungsgeflecht, bestehend aus komischer und dramatischer Stilrichtung, vor der ihm liebsten Kulisse – Manhattan im Herbstlaub. Es gab noch weitere Geschichten. Aber die fielen Woodys Schere zum Opfer. Da drehte Cliff Stern (Allen selbst) mit Hailey (Mia Farrow) eine Doku über alternde Vaudeville-Künstler. Im Schneideraum stellte Allen fest: „Nicht vorzeigbar!” So verschwand ein auftritt Sean Youngs komplett aus dem Film und Daryl Hannas Auftritt reduzierte sich auf ein Minimum.

Der Film wurde, wie immer bei Allen on location in New York gedreht. Schauplätze sind das Waldorf Astoria, die HBO-Studios im Kern Manhattans und das „One Fifth”-Restaurant nahe dem Washington Square. Der Film lebt von seinen Dialogen und Stadtimpressionen. Wer in einen Woody-Allen-Film geht, weiß vorher, was ihn erwartet, um sich dann auf höchstem Niveau unterhalten zu lassen.

Es ist wie meistens: Woody Allen hat ein Meisterwerk abgeliefert. Manchmal liefert er ein Werk ab in seiner Eigenschaft als Meister der Kinoerzählung, manchmal liefert ein neues Meister-Werk ab. Hier gilt der zweite Punkt.

Wertung: 5 von 6 €uro
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