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Kinoplakat: John Carpenters Vampires
Carpenter ist kein Kult mehr, aber
diese Vampirjäger haben's in sich
Titel John Carpenters Vampires
(Vampires)
Drehbuch Don Jakoby
nach dem Roman von John Steakley
Regie John Carpenter, USA 1998
Darsteller

James Woods, Daniel Baldwin, Sheryl Lee, Thomas Ian Griffith, Maximilian Schell, Tim Guinee, Mark Boone Junior, Gregory Sierra, Cary-Hiroyuki Tagawa, Thomas Rosales Jr. u.a.

Genre Horror
Filmlänge 108 Minuten
Deutschlandstart
8. Juli 1999
Website theofficialjohncarpenter.com/feature-films/
Inhalt

Blutrünstiger denn je präsentieren sich die Vampire zur Jahrtausendwende. Antiquiert sind Abwehrmittel wie Kreuze oder Knoblauch, vergessen die Bilder von harmlosen Halsknabbereien.
Jack Crow ist der Kopf einer Gruppe von Vampirjägern, die seit vielen Jahren die geheimen Verstecke der Blutsauger aushebt.

In geheimen Auftrag der katholischen Kirche sollen Crow und seine Männer die weitere Ausbreitung des Vampirismus verhindern.

Das tut dringend Not: Der Vampir-Meister Valek steht kurz davor, ein sagenumwobenes Kreuz in seinen Besitz zu bringen, mit dessen Hilfe er den Vampiren das Überleben im Sonnenlicht und somit die totale Weltherrschaft ermöglichen kann.

Gemeinsam mit seinem Freund Tony, der Prostituierten Katrina, die von Valek gebissen wurde und sich bald in einen Vampir verwandeln wird, und dem Priester Adam Guiteau macht sich Jack Crow auf den Weg zum finalen Duell mit dem diabolischen Valek …

Was zu sagen wäre

„The Wild Bunch“ meets Vampires, könnte diese wilde Adaption von John Steakleys Roman „Vampire$“ heißen. Für John Carpenters neuerlichen, 17 Millionen Dollar teuren Ausflug ins Genre der Untoten holte er sich eine Traumbesetzung: James Woods, Daniel Baldwin, Sheryl Lee und Maximilian Schell.

Mit „Vampires“ knüpft John Carpenter (s.u.) zarte Bande an die Kinoneuzeit des Quentin Tarantino. Harte Gitarren-Riffs und ultragelassene Profikiller in schmucker Sonnenbrillen-Montur bevölkern seinen Film. Seine große Zeit hat Carpenter schon lange hinter sich. In seiner Biografie stellt „Vampire“ fast so etwas wie eine … Rückkehr zu alten Qualitäten dar. Aber gegen seine frühen Meisterwerke des Unheimlichen – Assault, Halloween (USA 1978), The Fog (USA 1980) und Die Klapperschlange (USA 1981), die er für kleines und mittleres Geld gedreht hat – kommt er auch mit dieser Blutsauger-Variation nicht an. Schon seine Howard-Hawks-Adaption des Ding aus einer anderen Welt (1982) war alles möglich positive: bunt, schrill, eklig, laut, effektvoll, aber nur wenig unheimlich; dafür umso teurer.

Unheimlich ist „Vampires“ auch nicht, mit psychologischen Hintergründen hält sich Carpenter nicht auf, aber er setzt wenigstens straight in Szene, kommt gleich zur Sache. Das schuldet der alte Meister der neuen Kinozeit, die  – in diesem Genre – Robert Rodriguez (From Dusk Till Dawn – 1996) definiert.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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