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Kinoplakat: Valentinstag
Überraschend unterhaltsam
mit ganz hübschen Twists
Titel Valentinstag
(Valentine's Day)
Drehbuch Katherine Fugate + Abby Kohn + Marc Silverstein
Regie Garry Marshall, USA 2010
Darsteller Jennifer Garner, Jessica Alba, Jamie Foxx, Julia Roberts, Patrick Dempsey, Shirley MacLaine, Emma Roberts, Kathy Bates, Bradley Cooper, Ashton Kutcher, Queen Latifah, Jessica Biel, Anne Hathaway, Hector Elizondo, Eric Dane, Topher Grace, Carter Jenkins, Taylor Lautner, George Lopez, Bryce Robinson, Taylor Swift, Matthew Walker, Larry Miller, Beth Kennedy, Katherine LaNasa, Kristen Schaal, Erin Matthews, Christine Lakin, Lauren Reeder, Joey Sorge, Julia Springer, Alec Nemser, Kathleen Marshall u.a.
Genre Romanze
Filmlänge 125 Minuten
Deutschlandstart
11. Februar 2010
Inhalt

Valentinstag: Es ist der Tag, an dem sich die Turtelnden neue Schwüre schwören, die alten erneuern oder überhaupt erst den Schritt wagen, es miteinander auszuprobieren. Der Tag der großen, einzigartigen Liebe. Und die kann - manchmal - jeden treffen:

  • Die US-Offizierin Kate fliegt vom Irak nach Los Angeles, um dort diesen einen (Valentinstag-)Abend mit ihrem Schatz zu verbringen.
  • Im Flugzeug trifft sie Holden, ebenfalls auf dem Weg zu seinem Schatz.
  • In seiner schicken Swimmingpool-Villa bereitet sich Footballspieler Sean Jackson auf ein TV-Interview vor, in dem sich alles um die Frage drehen wird, wie lange er das Ende seiner Karriere noch hinauszögern will, während er, der Womanizer, sich überlegt, ob er seine Homosexualität endlich outen soll.
  • Der Florist Reed will seine Freundin Morley heiraten. Sie sagt ja, will aber nicht, dass es schon alle erfahren.
  • Reeds beste Freundin Julia liebt den Chirurgen Harrison, von dem sie noch nicht weiß, dass der glücklich und kinderreich verheiratet ist. Reed hat das gerade mitbekommen, weil Harrison bei ihm eine Blumensendung an beide Adressen - Ehefrau und Geliebte - bestellt hat. Nun fragt sich Reed, wie er das seiner besten Freundin Julia beibringen soll.
  • Kurz darauf wird Reed klar, dass er in Julia verliebt ist.
  • Die Assistentin Liz, die bei der größten Talentagentur der Stadt arbeitet, geht derweil mit dem Poststellenassistenten Jason aus. Dass sie mit Telefonsex zusätzliches Geld verdient, ahnt Jason nicht und Liz will, dass das auch auf alle Fälle so bleibt.
  • Großmutter Estelle muss ihrem Mann Edgar gestehen, dass sie eine Affäre hatte.
  • Estelles Enkel Edison ist in seine Grundschullehrerin, Julia, verliebt.
  • Grace, Edisons Kindermädchen hat derweil Beziehungsprobleme mit ihrem Freund.
  • Auch die Schulfreunde Willy Harrington und Felicia Kenny sind ein Paar. Währenddessen verliebt sich die Pressesprecherin Kara in den Sportjournalisten Kelvin Briggs
Was zu sagen wäre

Ein Liebesfilm, der von seiner Struktur und der granatenhaft prominenten Besetzung an „Tatsächlich … Liebe” erinnert, und der schon deswegen nur schief gehen kann. Perfektes kann man halt selten besser machen. Außerdem ist der Valentine’s Day in den Kino-USA längst als Splatter-Meuchel-Hackstück-Tag verunglimpft. Alles, was da mit Liebe rüber kommt, kann nur auf einer Schleimspur verenden.

Umso überraschender, dass „Valentine’s Day“ funktioniert. Die einzelnen Episoden sind kurzweilig, die Stimmung über den gesamten Film sonnig, es fehlt auch die in solchen Filmen unabwendbare Flughafen-Szene nicht, die Schauspieler haben offenbar Spaß an ihrem Job und ein paar Überraschungen haben die einzelnen Stories auch noch in Petto. Auf dem Regisetuhl sitzt Garry Marshall („Eine Liebe auf Umwegen” – 2004; Plötzlich Prinzessin! – 2001; Die Braut, die sich nicht traut – 1999; „Hilfe, ich komm' in den Himmel“ – 1996; Frankie und Johnny – 1991; Pretty Woman – 1990; „Freundinnen“ – 1988; „Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser“ – 1987; Nothing in Common – 1986). Der kennt sein Handwerk und macht auch aus Nichts noch Silber.

Hängen bleibt am Ende eine „Ich hasse Valentinstag“-Party, bei der rosa Plüschherzen mit Baseballschläger zertrümmert und Fotos der Ex's verbrannt werden dürfen. Eine gelungene Abendunterhaltung. Für den Abend. Das anschließende etwaige Dinner wird in jedem Fall ein Spaß. Am Tag darauf beginnt der Film, in seine Einzelteile zu zerlaufen.

Interessante Randeobachtung: In unserer auf Jugendlichkeit bedachten Welt haben die Marketingburschen jede kleine Nebenrolle aufs Plakat gepinnt, nur nicht Kathy Bates, Hector Elizondo und Shirley MacLaine („Tess und ihr Bodyguard“ – 1994; „Grüsse aus Hollywood“ – 1990; „Magnolien aus Stahl“ – 1989; „Zeit der Zärtlichkeit“ – 1983; „Willkommen, Mr. Chance“ – 1979; Ein Fressen für die Geier – 1970; Siebenmal lockt das Weib – 1967; Immer mit einem anderen – 1964; Das Mädchen Irma la Douce – 1963; Das Appartement – 1960; Immer Ärger mit Harry – 1955). Faltige Geichter hätten möglicherweise das angepeilte, faltenfreie Publikum verschreckt? Das gibt einen halben Punkt Abzug.

Wertung: 5 von 7 €uro
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