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Kinoplakat: Unten am Fluss – Watership Down
Putzige Rammler als Allegorie auf
des Menschen Unvollkommenheit
Titel Unten am Fluss
(Watership Down)
Drehbuch Martin Rosen
nach dem gleichnmaigen Roman von Richard Adams
Regie Martin Rosen, UK 1978
Stimmen

John Hurt, Norbert Gescher, Richard Briers, Stefan Krause, Michael Graham Cox, Andreas Mannkopff, John Bennett, Gerd Duwner, Ralph Richardson, Simon Cadell, Lutz Riedel, Terence Rigby, Mogens von Gadow, Roy Kinnear, Wolfgang Ziffer, Richard O'Callaghan, Ulrich Matthes, Denholm Elliott, Horst Gentzen, Lynn Farleigh, Mary Maddox, Zero Mostel, Wolfgang Völz, Harry Andrews, Hubert Suschka, Hannah Gordon, Rebecca Völz, Nigel Hawthorne, Clifton Jones, Derek Griffiths, Michael Hordern, Joss Ackland, Joachim Nottke u.a.

aufgeführt sind Stimmen der englischen Original- und der deutschen Synchronfassung

Genre Zeichentrick
Filmlänge 101 Minuten
Deutschlandstart
14. November 1980
Inhalt
Am Anfang schuf der Sonnengott Frith die Welt, die Bäume, die Sterne und auch alle Tiere; und sie waren zu Beginn alle gleich. Doch als sich die Kaninchen immer unkontrollierter vermehren und die Mehrheit übernehmen, will Frith dem Kaninchenfürst El-ahrairah ins Gewissen reden - aber der bezeichnet sein Volk als das stärkste und von daher als rechtmäßig, dass es die Mehrheit übernimmt.
Frith hingegen will das nicht hinnehmen und gibt jedem Tier nun eigene Eigenschaften – er versieht Wiesel, Fuchs, Falke und Katze mit dem Jagdtrieb. Sie dezimieren den Kaninchenbestand und jagen Furcht in das Herz von El-ahrairah. Doch auch ihm gibt Frith Eigenschaften mit: große Ohren, um Gefahren zu hören und starke Hinterläufe, um schnell fliehen zu können.

Der junge Rammler Hazel lebt mit vielen anderen seiner Art in einem Bau auf dem englischen Land. Sein Leben scheint unbeschwert, bis sein schmächtiger Bruder Fiver Visionen von einer bevorstehenden Katastrophe hat und ihn drängt, die Heimat so schnell wie möglich zu verlassen. Zuerst zögert Hazel, aber schließlich brechen er, Fiver und einige weitere Kaninchen gegen den Willen ihres Anführers auf. Wenig später wird der Bau von Menschen ausgeräuchert und zerstört und fast alle zurückgebliebenen Kaninchen werden vom giftigem Rauch getötet, den die Menschen in den Bau geleitet hatten.

Die Überlebenden – ein Haufen junger, schwacher und unerfahrener Rammler – wandern in die Hügellandschaft von Watership Down und graben sich dort einen neuen Bau. Bald schon treffen sie auf neue Freunde wie die Möwe Kehaar und einige Stallkaninchen, die sie aus der Gefangenschaft der Menschen befreien können. Aber auch Feinde lassen nicht lange auf sich warten: der autoritär geführte Kaninchenstamm der Efrafa kontrolliert die Nachbarschaft; deren mächtiger Anführer General Woundwort herrscht wie ein Diktator über viel zu viele Untertanen.

Kinoplakat: Unten am Fluss – Watership DownAls Hazel und seine Freunde einige Weibchen aus Efrafa befreien, entbrennt Krieg unter den Kaninchen und Woundwort führt seine Kampftruppen gegen den Bau von Watership Down …

Was zu sagen wäre

Das ist neu: Hier kommt ein Zeichentrickfilm, der sich in erster Linie an Erwachsene wendet. Nicht, dass nicht auch Kinder ihn sich ansehen können; sie sollten sich allerdings vom süßlichen Disney-Gesäusel verabschieden – Watership Down ist komplex. Die süßlichen Häschen bilden in vielerlei Hinsicht eine Allegorie auf die Gesellschaft Menschen und erzählt die Odyssee einiger , die genauer hingesehen haben als jene, die sich leicht verführen lassen. 

Ein detailverliebter Zeichentrickfilm, intelligent und fantasievoll, der sich in düsteren Farben mit Machtmissbrauch, ungerechter Verteilung und Umweltzerstörung auseinandersetzt. Diese Utopie von einem harmonischen Miteinander erinnert in Manchem an Orwells „Farm der Tiere“: Alle sind gleich, nur die Schweine sind gleicher.

Wertung: 8 von 9 D-Mark
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