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Kinoplakat: Transformers – The Last Knight

Willkommen im Sandkasten
für die ewigen Kinder

Titel Transformers – The Last Knight
(Transformers: The Last Knight)
Drehbuch Art Marcum + Matt Holloway + Ken Nolan + Akiva Goldsman
Regie Michael Bay, China, Kanada, USA 2017
Darsteller Mark Wahlberg, Anthony Hopkins, Josh Duhamel, Laura Haddock, Santiago Cabrera, Isabela Moner, Jerrod Carmichael, Stanley Tucci, Liam Garrigan, Martin McCreadie, Rob Witcomb, Marcus Fraser, John Hollingworth, Daniel Adegboyega, Ben Webb u.a.
Genre Action
Filmlänge 149 Minuten
Deutschlandstart
22. Juni 2017
Inhalt

Obwohl Optimus Prime die Erde verlassen hat, kommen die Autobots und die Decepticons aus einem unerklärlichen Grund immer wieder zu ihr zurück. Zwei Spezies treffen in ihrem Kampf um die Dominanz über die Erde aufeinander: eine aus Fleisch, eine aus Metall. Aber auch Optimus Prime ist wieder von den Toten zurückgekehrt, und in dieser Schlacht kämpft er sogar gegen seinen alten Wegbegleiter und früheren Mitstreiter Bumblebee, und auch Megatron feiert seine Wiederauferstehung. Optimus Prime sucht auf der Erde nach den Schöpfern der Transformers, denn nachdem seine Heimat Cybertron zerstört wurde, benötigt er ein Artefakt, das zu Zeiten König Artus auf der Erde versteckt wurde, um den Planeten wieder auferstehen zu lassen.

Cade Yeager, ein Mensch, findet bei einem sterbenden Transformer ein seltsames Medaillon, das von König Artus stammt und ihn auserwählt hat. Cade kann dessen verborgene Macht nutzen, denn er ist der letzte Ritter, und die schicksalshafte Aufgabe fällt nun ihm zu, einen Friedensprozess zwischen Menschen und Maschinen einzuleiten. Hunderte Jahre zuvor hatte es zwölf Ritter der Tafelrunde gegeben, die Seite an Seite mit zwölf Transformers kämpften. Auch der legendäre Zauberer Merlin hatte seine Fähigkeiten nicht durch Magie, sondern mit Hilfe von Transformers-Technologie erlangt.

Cade bildet mit Bumblebee, Lord Edmund Burton, der Geschichtsprofessorin Vivien Wembley und der jungen Izabella eine Allianz, um die Menschheit zu retten, denn nur einer der beiden Planeten kann überleben …

Was zu sagen wäre

England vor 1600 Jahren – Artus und Merlin. Zeitsprung. Irgendein Stab. Transformers, die sich auf Schrottplätzen verstecken. Ein Mädchen, das sie schützt. Mark Wahlberg. Militärpolizei, die Transformers jagt und nicht ganz so böse Militärs, die auch Transformers jagen, aber nicht so arg. Dazwischen Autobots und Decepticons, deren Unterscheidung schon in Teil 4 Kopfzerbrechen bereitete. Irgendwie hängt das alles zusammen. Aber wie genau, bleibt nebulös. Zwischendrin kommt immer Anthony Hopkins und sagt, es beginne und man müsse vorbereitet sein.

Es stellt sich auch heraus, dass die Autobots entscheidend beim Kampf gegen Hitler-Deutschland geholfen haben und einer, der mit französischem Akzent spricht, sogar über eine Waffe verfügt, die die Zeit verlangsamt. Megatron, der üble Schurke, ist zwischenzeitlich mit seinen Schergen aus dem Film verschwunden. Dafür wird Optimus Prime von seiner „Schöpferin“ auf Cybertron festgehalten, wo er dann irgendwie die Erde zerstören/zurückerobern/Cybertron wieder herrichten soll.

Das ist aber wahrscheinlich auch alles gar nicht so wichtig bei einem Film über überdimensionierte Spielzeuge. Der erfolglose US-Erfinder und die britische Mehrfach-Doktorin streiten sich wie pubertierende Teenager, die gigantischen Roboter zanken sich, wer das Raumschiff fliegen darf, ein britische Butler-Bot hat seine Aggressionen nicht unter Kontrolle und flucht wie ein Rohrspatz – all das hat eher die 10 bis 12-Jährigen zur Zielgruppe (jeden Alters), keine Erwachsenen oder Spießer.

Vielleicht muss man so einen Film also ganz anders sehen: als Film für den asiatischen Markt, wo solche Hüllen mit buntem Bombast offenbar furchtbar gut laufen – jedenfalls steckt viel chinesisches Geld in dieser Paramount-Produktion und statt Ehren Kruger stehen dann jetzt vier Drehbuchautoren in den Credits.

Es hat zudem etwas Lyrisches, wenn Anthony Hopkins bei seinem ersten Treffen mit Mark Wahlberg genauso wirr redet, wie der Film es bis dahin ist, der da auch schon eine Stunde alt ist. Da sind gerade Begleiter verabschiedet worden („Du gehörst jetzt zur Familie“, sagt Cade zu dem jungen Mädchen vom Schrottplatz) und die neuen treten auf – wie in einer TV-Serie, wo die Helden von Folge zu Folge wechseln. Filmdramaturgie, wie ich sie noch kenne, spielt bei diesem Franchise keine Rolle mehr. Hauptsache, es kracht.

Wertung: 1 von 8 €uro
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