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Kinoplakat: Training Day
Denzel Washington als Bad Rüpel
ist die einzige Überraschung
Titel Training Day
(Training Day)
Drehbuch David Ayer
Regie Antoine Fuqua, USA 2001
Darsteller

Denzel Washington, Ethan Hawke, Scott Glenn, Tom Berenger, Harris Yulin, Raymond J. Barry, Cliff Curtis, Dr. Dre, Snoop Dogg, Macy Gray, Charlotte Ayanna, Eva Mendes, Nick Chinlund, Jaime Gomez, Raymond Cruz u.a.

Genre Thriller, Crime
Filmlänge 122 Minuten
Deutschlandstart
6. Dezember 2001
Inhalt

Täglich herrscht Krieg in den Stadtzentren Amerikas – der Kampf zwischen den Bewohnern, den Drogendealern und jenen, die geschworen haben, die einen vor den anderen zu schützen. Bei diesem Kampf bleibt manchner auf der Strecke; zu den schwersten Verlusten zählt LAPD-Detective Sergeant Alonzo Harris, der in den 13 Jahren im Drogendezernat fragwürdige Methoden entwickelt hat.

DVD-Cover (US): Training DayDer Knochenjob auf der Straße hat ihm seinen Optimismus gründlich ausgetrieben, denn wer sich an die Vorschriften hält, riskiert sein Leben. Und damit Alonzo und seine Kollegen ihre Aufgabe erfüllen können, müssen sie häufig genug eben jene Gesetze brechen, die sie eigentlich durchsetzen müssen.

Jake Hoyt ist ein Rookie, ein idealistischer Anfänger im Cop-Job. Alonzo Harris wird ihn auf seine Aufgabe vorbereiten müssen: Jake bekommt nur einen Tag, um sich unter den wachsamen Augen seines charismatischen Vorgesetzten zu bewähren. Innerhalb von 24 Stunden verirrt sich Jake immer tiefer in dem moralischen Labyrinth, das Alonzo mit seiner ganz persönlichen Logik aufbaut …

Was zu sagen wäre

Das Verbrechen regiert die Stadt. Der Mensch lässt sich leicht und gerne verführen. Der Polizeijob ist ein dreckiger und hälst du Dich an die Regeln, kannst Du einpacken. Die Regeln des Polizeifilms sind so unerschütterlich, wie die eines Godzillafilms. Dort trampelt einer unzerstörbar alles nieder, hier steht der Held auf verlorenem Posten und guckt mit großem Auge, was die Altvorderen alles machen, damit es trotzdem ruhig bleibt auf den Straßen.

Das mit dem naiven Blick immerhin hat Ethan Hawke (Schnee, der auf Zedern fällt – USA 1999; „Gattaca” – USA 1997; „Before Sunrise” – USA 1995; „Reality bites” – USA 1994; „Der Club der toten Dichter” – USA 1989) ganz gut drauf – man könnte sagen, das sei der einzige Blick, den er beherrscht, aber das wäre wohl nur die halbe Wahrheit … verliebt gucken kann er auch, muss er hier aber nicht – da überrascht sein stechend-kerniger Männerblick auf dem Kinoplakat umso mehr. Also alles wie gehabt im Polizeifilm, mit der entsättigten Farbgebung moderne Kaltherzfilme und Reißschwenks unterlegt, liefert Antoine Fuqua (Bait – Fette Beute – USA 2000; The Replacement Killers – USA 1998) hier ordentliche Arbeit ab.

Die Überraschung ist Denzel Washington, der nach zahllosen seifigen Rollen („Gegen jede Regel” – USA 2000; „Hurricane” – USA 1999; Der Knochenjäger – USA 1999; Ausnahmezustand – USA 1998; Crimson Tide – USA 1995; Philadelphia – USA 1993; „Die Akte” – USA 1993; „Viel Lärm um nichts” – USA 1993) hier in die des toughen, knorrigen Bullen schlüpft. Das hat die Mächtigen von Tinseltown dermaßen überrascht, dass sie ihn gleich mit dem Hauptrollen-Oscar ausgezeichnet haben.

Wertung: 4 von 6 €uro
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