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Kinoplakat: The World's End

Briten, Bier und Pubs.
Dazu die Apocalypse!

Titel The World's End
(The World's End)
Drehbuch Simon Pegg + Edgar Wright
Regie Edgar Wright, UK, USA, Japan 2013
Darsteller Simon Pegg, Nick Frost, Paddy Considine, Martin Freeman, Eddie Marsan, Rosamund Pike, Pierce Brosnan, Steve Oram, Rafe Spall, Julia Deakin, David Bradley u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 109 Minuten
Deutschlandstart
12.September 2013
Inhalt

Vor 20 Jahren machten fünf Jugendfreunde, darunter Gary, genannt „The King“, die Sauftour ihres Lebens. Doch sie scheiterten knapp an ihrem Ziel, 12 Pints in 12 Pubs an einem Abend zu trinken – das letzte im World's End.

20 Jahre später sind die Freunde gesettelte Familienväter in gehobenen Positionen. Nur Gary nicht. Er ist bei Bier und Drogen geblieben. Er ruft die Freunde von damals zusammen, um zu beenden, was damals nicht geklappt hat – 12 Pints, das letzte im World‘s End. Und deshalb fahren die Jungs zurück in ihr Heimatstädtchen, um es unsicher zu machen. Doch das ist gar nicht nötig, denn die Probleme sind schon da.

Das Städtchen hat sich verändert – irgendwie. Mal abgesehen davon, dass alle Pubs gleich aussehen, weil sie von einem großen Brauereikonzern aufgekauft wurden, sind auch alle Menschen hier irgendwie gleich … langweilig. Was daran liegen wird, dass es sich um außerirdische handelt, die sich hier breit gemacht und die vorgefundenen Lebewesen optimiert haben.

Können die Jungs sich zusammenraufen gegen die Invasion? Werden sie und die Welt das überleben?

Was zu sagen wäre

Die Briten und ihr Bier im Pub. Daraus haben Simon Pegg, Edgar Wright und Nick Frost eine lustige Mischung aus Buddy-Comedy und Apokalypse-Albtraum gezimmert: schräg und so britisch wie es nur sein kann. Gutes Essen, feinstes Bier - und die komplette Zerstörung. Prost!

Kinoplakat: The World‘s EndMehr braucht man eigentlich nicht zu sagen – es sei denn, man gibt den Hinweis, sich den Film lieber im britischen original zu gönnen, auch wenn man dann kaum etwas versteht. Ein Kritiker schrieb dennoch länger, unter anderem diesen bemerknswerten Hinweis: „Einfache Antworten und dumpfe Moralisierung verkneift sich The World’s End, seine Antihelden sind so ambivalent wie die Welt, in der sie leben. Zwischen dem totalitären Geniewahn außerirdischer Wesen und einer von Austauschbarkeit bestimmten Franchise-Kultur versuchen sich die Saufkumpane zu behaupten und für Menschlichkeit einzutreten.“

Ja, so ähnlich ist das wohl. Mir ist die Komik verborgen geblieben, bis auf Simon Pegg (Star Trek: Into Darkness – 2013; Mission: Impossible – Phantom Protokoll – 2011; Paul – Ein Alien auf der Flucht – 2011), der seinen Traum der 12 Biere auch im größten Chaos nicht aufgibt und Nick Frost, der es zwei Pubs tapfer aushält, nur Wasser zu trinken. Aber man muss als Zuschauer schon viel Spaß daran haben – oder zumindest gute Erinnerungen damit verbinden – einen ganzen Abend lang durch Bars zu ziehen mit dem Ziel, Alkohol in sich hineinzupumpen. Denn diese Ausgangssituation muss ich lange glauben, bis irgendwann die Aliens auf dem Klo auftauchen und die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt, die den Filmtitel in ganz neues Licht setzen.

„World‘s End“ ist eine Aneinanderreihung von Trinkspielen, Slapstick-einlagen und Sex-Witzchen mit Rosamunde Pike (Jack Reacher – 2012; Zorn der Titanen – 2012; Barney's Version – 2010; Surrogates – 2009; James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag – 2002).

Der Film ist der Schlussteil einer inhaltlich nicht zusammenhängenden „Blut und Eiscreme“-Trilogie, zu der noch die Buddy-Action-Komödie „Hot Fuzz“ (2007) und die Zombie-Komödie „Shaun of the Dead“ (2004) gehören.

Wertung: 4 von 8 €uro
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