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Kinoplakat: The Rock - Fels der Entscheidung
Exquisite Darsteller, steinharte
Action, löchriges Script
Titel The Rock – Fels der Entscheidung
(The Rock)
Drehbuch David Weisberg + Douglas Cook
Regie Michael Bay, USA 1996
Darsteller Sean Connery, Nicolas Cage, Ed Harris, John Spencer, David Morse, William Forsythe, Michael Biehn, Claire Forlani, Vanessa Marcil, John C. McGinley, Gregory Sporleder, Tony Todd, Bokeem Woodbine, Jim Maniaci, Greg Collins, Brendan Kelly u.a.
Genre Action
Filmlänge 136 Minuten
Deutschlandstart
11. Juli 1996
Inhalt
US-General Hummel besetzt mit einer schwerbewaffneten Einheit und mehreren Giftgasraketen den ehemaligen Gefängnisfelsen Alcatraz. Er droht, die Einwohner der San Franzisco Bay zu verseuchen, wenn die US-Regierung nicht umgehend 100 Millionen Dollar überweist. Mit diesem Geld sollen all jene Familien entschädigt werden, die Angehörige in geheimen Militäreinsätzen überall in der Welt verloren haben.

Um seine Forderung zu unterstreichen, hält Hummel 60 Touristen auf der Insel als Geiseln.

Das FBI holt Patrick Mason! Der einzige Mann, dem je die Flucht aus dem Gefängnis Alcatraz gelungen ist und der heute in einem Gefängnisloch vor sich hin vegetiert – weggesperrt von der Regierung ohne ordentliches Verfahren. Mason soll gemeinsam mit einem Giftgasexperten einen Komandotrupp anführen, der die Terroristen auf Alcatraz überwältigen und entwaffnen soll …

Was zu sagen wäre

Einer dieser Kracher, die Ende des 20. Jahrhunderts eine neue Blüte erlebten. Produzent Jerry Bruckheimer hat sich auf seine Fahnen geschrieben, alles auf der Leinwand möglich zu machen, was – vor allem wohl – Jungs jeden Alters Spaß machen könnte. Seine Crash-Boum-Bang-Movies haben nur eine Voraussetzung: Sie müssen gut aussehen. Also holt er sich Regisseure, die ihr Handwerk in der Werbung oder bei Videoclips gelernt haben, das heißt, sie schneiden schneller, als das Auge gucken kann.

Teaserplakat: The Rock - Fels der EntscheidungSean Connery zickt gegen den Regisseur

Um so exquisiter ist die Besetzung. Legendär sind die kleinen und großen Sticheleien, die der Superstar am Set, Sean Connery, seinem Regisseur Michael Bay versetzt hat. Der hat sich vor allem als erfolgreicher Werbefilmer einen Namen gemacht. Er hat so ziemlich jede Auszeichnung erhalten, die es in der Werbebranche zu vergeben gibt (u.a. je einen Silbernen und einen Goldenen Löwen). Sein Debüt als Kinoregisseur gab er 1995 mit Bad Boys – Harte Jungs.

Auch Bruckheimer lässt die erste Klappe erst schlagen, wenn ein Drehbuch vorliegt. Aber das muss vor allem aus knackigen Dialogzeilen bestehen, die an verschiedenen, möglichst spektakulären Orten gesprochen werden. Den Rest erledigt die Pyrotechnik.

Star zwischen James Bond und Mönchskloster

Sean Connery (geboren am 25. August 1930 in Edinburgh, Schottland) wurde als James Bond weltberühmt. Sieben Mal spielte er die Rolle des britischen Geheimagenten. Weitere große Filmerfolge waren u.a. „Der erste Ritter” – 1995; „Im Sumpf des Verbrechens“ – 1995; „Die Wiege der Sonne“ – 1993; „Medicine Man – Die letzten Tage von Eden“ – 1992; „Das Russland-Haus“ – 1990; Jagd auf Roter Oktober – 1990; „Family Business“ – 1989; Indiana Jones und der letzte Kreuzzug – 1989; „Presidio“ – 1988; „Der Name der Rose“ – 1986; Highlander – Es kann nur einen geben – 1986; James Bond 007 – Sag niemals nie – 1983; „Flammen am Horizont“ – 1982; „Time Bandits“ – 1981; „Outland – Planet der Verdammten“ – 1981; „Meteor“ – 1979; „Der erste große Eisenbahnraub“ – 1978; „Die Brücke von Arnheim“ – 1977; „Robin und Marian“ – 1976; „Der Mann, der König sein wollte“ – 1975; „Der Wind und der Löwe“ – 1975; Die Uhr läuft ab – 1975; Mord im Orient-Express – 1974; „Zardoz“ – 1974; „Sein Leben in meiner Gewalt“ – 1973; James Bond 007 – Diamantenfieber – 1971; „Der Anderson Clan“ – 1971; „Das rote Zelt“ – 1969; „Ein Haufen toller Hunde“ – 1965; Marnie – 1964; Die Strohpuppe – 1964; James Bond 007 jagt Dr. No – 1962). Für seine Rolle in The Untouchables (1987) wurde er mit dem Oscar für die beste männliche Nebenrolle ausgezeichnet.

Nicolas Cage (geboren als Nicolas Coppola am 07. Januar 1964 in Long Beach, Kalifornien) spielte in Kinoerfolgen wie „Peggy Sue hat geheiratet“ (Francis Ford Coppola, 1986) und „Birdy“ (Alan Parker, 1984). Für seine Rolle als Alkoholiker in Leaving Las Vegas (Mike Figgis, 1995) bekam er den Oscar für die beste männliche Hauptrolle.

Der Horrorknast wird Touristenattraktion

Dem 1963 geschlossenen Gefängnis Alcatraz soll angeblich niemals ein Gefangener entkommen sein. Zahlreiche Verbrechergrößen, unter ihnen auch Al Capone, haben auf der Insel streng bewacht ihre Strafe absitzen müssen. Das Gefängnis ist heute eine vielbesuchte Touristenattraktionen.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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