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Kinoplakat: The Kid – Image ist alles
Das klassische Disney-Märchen:
Bruce Willis entdeckt die Kindheit
Titel The Kid – Image ist alles
(The Kid)
Drehbuch Audrey Wells
Regie Jon Turteltaub, USA 2000
Darsteller

Bruce Willis, Spencer Breslin, Emily Mortimer, Lily Tomlin, Jean Smart, Chi McBride, Daniel von Bargen, Dana Ivey, Susan Dalian, Stanley Anderson, Juanita Moore, Esther Scott, Deborah May, Vernee Watson-Johnson, Jan Hoag u.a.

Genre Märchen
Filmlänge 104 Minuten
Deutschlandstart
5. Oktober 2000
Inhalt
Was wäre, wenn …
… man die Möglichkeit hätte, sich selbst im Alter von acht Jahren zu begegnen? Wäre dieses achtjährige Kind glücklich darüber, was aus ihm geworden ist? Im Fall von Russ Duritz ist die Frage geklärt: „Auf keinen Fall!“

Russ Duritz ist ein knallharter Imageberater und ziemlich erfolgreich – nach seinen heutigen Maßstäben jedenfalls. Doch kurz vor seinem 40. Geburtstag begegnet ihm dieser kleine, pummelige Junge. Das wäre nicht weiter ungewöhnlich, wäre da nicht ein ganz entscheidendes Detail: Der kleine Rusty ist niemand anders als er selbst im Alter von acht Jahren.

Sein Mini-Ich hält ihn für den totalen Loser: 40, unverheiratet, kein Hund – und Pilot ist er auch nicht! Aber auch Russ ist von Rusty nicht gerade begeistert: Weckt dieses unbeholfene, weinerliche – aber im Gegensatz zum erwachsenen Russ durchaus liebenswerte Kind – doch Erinnerungen an eine Zeit, die er für immer vergessen wollte …

Was zu sagen wäre
Kinoplakat: The Kid – Image ist allesBruce Willis und die Kinder: Nach The sixth sense (1999) geht's auch diesmal wieder mystisch zu, allerdings auf der spielerischen Ebene. Aber auch hier gilt: Der kleine Spencer Breslin klaut Willis so manche Szene, obwohl der hier – vor allem in der ersten halben Stunde – all seine Finessen, Tics, Gesichter und Gebärden einbauen kann, die seine Fans an ihm besonders schätzen.

Erkenne Dich selbst, stehe zu Deinen Überzeugungen, verwirkliche Deine Träume. Jon Turteltaub, versierter Gefühls-Regisseur der gehobenen Klasse (Phenomenon – 1996; Während du schliefst – 1995; Cool Runnings – 1993) hat ein Drehbuch der einschlägig versierten Audrey Wells (Lügen haben lange Beine – 1996) verfilmt und liefert zuverlässig, was von ihm erwartet wurde: Viel Sentiment. Der Film ist ganz Disney.

Und niemals würde nur in eine Richtung gelehrt: Immer kann auch der Lehrer lernen. So, wie Klein-Rusty Russ wieder zum liebenswerten Menschen wandelt, wandelt Russ Klein-Rusty erst zu einem Jungen, der sich durchsetzen kann. Schön. Harmlos. Disney.

Wertung: 6 von 11 D-Mark
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