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Kinoplakat: The Green Mile
Großes Drama
mit kleiner Maus
Titel The Green Mile
(The Green Mile)
Drehbuch Frank Darabont
nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King
Regie Frank Darabont, USA 1999
Darsteller Tom Hanks, David Morse, Michael Clarke Duncan, Bonnie Hunt, James Cromwell, Michael Jeter, Graham Greene, Doug Hutchison, Sam Rockwell, Barry Pepper, Jeffrey DeMunn, Patricia Clarkson, Harry Dean Stanton, Dabbs Greer, Eve Brent u.a.
Genre Drama, Crime, Fantasy
Filmlänge 189 Minuten
Deutschlandstart
10. Februar 2000
Inhalt

Paul Edgcomb lebt für den Rest seines nur noch kurzen Lebens in einem Altersheim. Außer seiner Freundin Elain Connely ist ihm wenig geblieben – außer seinen Erinnerungen. Es kommt der Tag, an dem Paul Elaine von Ereignissen berichtet, die mittlerweile rund sechs Jahrzehnte zurückliegen: damals, als er Wärter im Todestrakt des Cold Mountain Gefängnisses war.

Zu seinem Job in Cold Mountain – einem Kaff im Depressionsgeplagten Süden – gehörte die Aufsicht über vier Killer, die ihren Todestag erwarteten – ihren letzten Gang über die sogenannte Grüne Meile, so genannt nach dem Linoleum-Boden, der direkt zum Elektrischen Stuhl führt. Über die Jahre hatte Edgcomb so manchen Delinquenten auf dessen letztem Gang begleitet, aber einer wie John Coffey war ihm nie untergekommen.

Kinoplakat (US): The Green MileEin verdammt großer, muskulöser Schwarzer, der wegen Mordes an zwei neunjährigen Mädchen verurteilt wurde. Klar hatte Coffey die Statur, um ein Verbrechen wie das ihm angelastete zu begehen, allerdings stand sein Benehmen in absolutem Kontrast zu seiner Erscheinung. Hinter seiner einfachen, naiven Natur und seiner Angst vor Dunkelheit schien Coffey eine übernatürliche Gabe zu besitzen.

Und Edgcomb begann, sich zu fragen, ob Coffey die Mädchen wirklich umgebracht hatte und er stellte fest, dass Wunder wirklich geschehen. Manchmal an den unscheinbarsten Plätzen …

Was zu sagen wäre
Die eisige Todeszelle eines US-Staatsgefängnisses. Strafgefangene, die auf ihren letzten Gang warten.
Ein Todeskandidat mit magischen Kräften – und eine kleine Maus, die in der bedrückenden Atmosphäre eines Hochsicherheitstraktes das Herz aller Hoffnungslosen gewinnt.

Frank Darabont hat schon aus der Stephen-King Vorlage „Pin Up“ das ausgezeichnete Gefängnis-Drama „Die Verurteilten“ (1994) gemacht. Jetzt nimmt er sich Kings in sechs Teilen erschienenen Roman „The Green Mile“ vor. Das macht er gut und er nimmt sich alle Zeit der Welt dafür – drei Stunden dauert der Film und ist damit ein interessanter Gegenentwurf zu Hollywoods hektischer Dramaturgie, die das zeitgenössische Kino beherrscht. Vor der Kamera hat er dazu große Hilfe. Einmal mehr liefert Tom Hanks souverän das Portrait eines einfachen Mannes (e-m@il für Dich – 1998; Der Soldat James Ryan – 1998; That Thing You Do! – 1996; Apollo 13 – 1995; Forrest Gump – 1994; Philadelphia – 1993; Schlaflos in Seattle – 1993; Joe gegen den Vulkan – 1990; Meine teuflischen Nachbarn – 1989; big – 1988; Schlappe Bullen beißen nicht – 1987; Nothing in Common – 1986; Bachelor Party – 1984; Splash – Jungfrau am Haken – 1984).

Gurt gefällt, dass Darabont die metaphysische Komponente des wunderlichen Todeskandidaten nicht für den großen Special-effect-Donner nutzt, sondern als zusätzliche emotionale Komponente einsetzt.

Wertung: 10 von 11 D-Mark
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