Kinoplakat: The cold Light of day
Willis und Weaver als Zugpferde zur
Einübung des kommenden Superman
Titel The cold Light of day
(The cold Light of day)
Drehbuch Scott Wiper + John Petro
Regie Mabrouk El Mechri, USA, Spanien 2012
Darsteller Henry Cavill, Verónica Echegui, Bruce Willis, Sigourney Weaver, Joseph Mawle, Caroline Goodall, Rafi Gavron, Emma Hamilton, Michael Budd, Roschdy Zem, Óscar Jaenada, Joe Dixon, Jim Piddock u.a.
Genre Action
Filmlänge Minuten
Deutschlandstart
3. Mai 2012
Inhalt

Wall-Street-Broker Will kommt nach Spanien, um ein paar freie Tage mit der Familie zu verbringen. Geschäftlich läuft es zurzeit nicht gut, da sind die Reibereien mit seinem fordernden Vater eine gute Ablenkung. Während eines Familieausflugs mit der Segelyacht verschwindet Wills komplette Familie – Vater, Mutter, jüngerer Bruder und dessen Freundin. Es fehlt jede Spur.

Anonyme Erpresser zwingen ihn, einem Aktenkoffer nachzuspüren, andernfalls werde seine Familie liquidiert. Will lernt im Kugelhagel fremder Anzugträger, dass sein Vater von Beruf wohl eher ein Spion als ein Kulturattaché ist – allerdings nicht mehr lange, wenn Will diesen Aktenkoffer nicht beibringt …

Was zu sagen wäre

Ein B-Film mit A-Besetzung. Ein junger Mann mit Vaterkomplex muss lernen, dass sein Vater Superprofi bei einer geheimen Unterabteilung des Geheimdienstes CIA war. Bruce Willis wächst langsam aus der Generation der Die-Hard-Helden heraus und übt schon ein bisschen für die vielen Rolle des Mentors mit Merlin-Touch, die ihm bald mehrfach angeboten werden. Alien-Heroine Sigourney Weaver hat eine lukrative Nebenbeschäftigung gefunden – die der rätselhaften Geheimdienstfrau mit kaltem Herzen und finsteren Plänen. Das war sie auch in Paul – Ein Alien auf der Flucht (2010) und in „Atemlos” (2011).

Wenn eingekauften Autoren kein origineller Dreh für ein gefordertes Starvehikel einfällt, kommt die mein-Vater-war-heimlich-bei-der-CIA-und-führte-zwei-Leben-Nummer. Es ist alles furchtbar geheim und schrecklich doppelbödig und ComingOfAgig mit Vater-Sohn-Konflikt und „Mein Vater war kein Verräter” und so. Die Produzenten haben Madrid als Kulisse gewählt, das freut das zahlungskräftige europäische Publikum und gibt dem Film so eine Ein-Amerikaner-in-Paris-Farbe mit Bruce Willis als Zugpferd. In dessen Schatten soll Henry Cavill lernen, wie man sich als A-Klasse-Star verhält. Das hoffen jedenfalls die Produzenten des kommenden SUPERMAN-Films, in dem Cavill die Titelrolle spielt.

Ein Film, geeignet für nasskalte Donnerstagnächte zwischen 1.00 und 3.00 Uhr.

Wertung: 2 von 7 €uro