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Kinoplakat: Terminator 2 - Tag der Abrechnung
Ein hinreißende
Materialschlacht
Titel Terminator - Tag der Abrechnung
(Terminator - Judgement Day)
Drehbuch James Cameron, William Wisher Jr.
Regie James Cameron, USA 1991
Darsteller Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Robert Patrick, Edward Furlong, Earl Boen, Joe Morton, S. Epatha Merkerson, Castulo Guerra, Danny Cooksey, Jenette Goldstein, Xander Berkeley, Leslie Hamilton Gearren, Ken Gibbel, Robert Winley, Shane Wilder u.a.
Genre Action
Filmlänge 137 Minuten
Deutschlandstart
24. Oktober 1991
Inhalt

"The Future is not set. There is no fate but what we make ourselves"
(John Connors Botschaft aus dem 21. Jahrhundert)

12 Jahre sind vergangen, als Sarah Connor ihrem Albtraum wieder gegenübersteht. Als sie gerade aus der Anstalt fliehen will, in die man sie steckte - wegen ihrer kruden Weltuntergangsphantasien als „verrückt“ abgestempelt.


Plötzlich steht sie vor ihr - jene Maschine mit menschlichem Gesicht und dunkler Sonnenbrille. An seiner Hand: Sarahs Sohn John. Der albtraumhafte Terminator hat den Auftrag, John zu beschützen. Gegen einen neuen Roboter. Einen aus flüssigem Metal. Den T-1000. Unzerstörbar. Er ist der letzte Trumpf des mörderischen Supercomputers SkyNet, seine Macht zu erhalten. Stirbt John, stirbt die Revolution der Zukunft.

Auf der Flucht vor der Polizei und vor dem T-1000 muss Sarah eine Entscheidung treffen: Vertrauen in die Killermaschine, um ihrem Sohn das Überleben zu sichern, oder Flucht vor beiden Maschinen mit geringen Überlebensaussichten und der Gewissheit, dass die Menschheit untergehen wird.

Den Terminator plagen derlei Zweifel nicht. Sein Auftrag ist klar: „Beschütze John Connor!” Und John möchte seinen großen Freund nicht missen und bringt ihm während der Flucht Richtung Mexiko die menschliche Umgangssprache bei. Hasta la vista, Baby ...

Was zu sagen wäre

Regisseur James Cameron, der mit „Terminator 2“ auch eine Warnung vor ungezügelter technischer Hochrüstung gefällig unter's Volk streuen wollte, fühlte sich stets als einfacher Action-Regisseur missverstanden, dessen Storys eher einsilbig seien. Daran hat auch sein Titanic-Erfolg nichts geändert.

Der Roboter wird Mensch. Der Mensch Roboter. Camerons zweiter Roboter-Film ist die kongeniale Weiterentwicklung seines Themas. „In einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, bedarf es einer Maschine, den wahren Wert der Menschlichkeit zu erkennen.“ Das lässt er Sarah Connor während eines dramatisch-malerischen Sonnenuntergangs aus dem Off feststellen. Da gibt der einst allmächtige T-800 dem pubertierenden Teenager High-Five und probiert sich wunschgemäß an coolen Sprüchen, während gleichzeitig die einst sanfte Sarah das automatische Schnellfeuergewehr schultert und ungebremst einem Mord entgegenfährt - schnurgerade wie ein Roboter.

In einer der visuell schönsten Szenen des Films zitiert Cameron Karin Dors Todesszene aus Alfred Hitchcocks Agentenfilm Topas von 1969. Damals filmte Hitchcock aus der Vogelperspektive, wie Karin Dor zusammensinkt und sich dabei ihr blaues Kleid auf einem schwarz-weiß gekachelten Boden ausbreitet. Cameron filmt, ebenfalls aus der Draufsicht, einen identischen Boden, aus dem – umgekehrt zu der Kleid-Bewegung – der T-1000 zusammenfließt.

Wie so oft bei Cameron, gibt es von „Terminator 2“ einen 18 Minuten längeren Director's Cut. Und wie immer bei Camerons Special Cuts geht auch diese Version ausführlicher auf die Story der Hauptfiguren ein. Sarah Connor wird exakter beschrieben (es gibt eine kurze Szene mit ihrem ermordeteten Geliebten Kyle Reese - Michael Biehn), ihre Beziehung zu Sohn John wird genauer definiert und Arnolds legendärer Satz im Original „De moa I be wis jumen, de moa I lörn“ kommt gar nicht mehr vor, weil exakt diese Programmierung von seinen Erbauern gesperrt wurde. Schwarzenegger (Total Recall - USA 1990; „Zwillinge” - USA 1988; Running Man - USA 1987; Der City-Hai - USA 1986; Das Phantom Kommando - USA 1985) hat sich diese Rolle wie einen zweiten Anzug angepasst. Er ist perfekt in der Rolle, er ist der Roboter aus der Zukunft.

In einer entscheidenden Szene des Director's Cut (in der Garage, nach der fulminanten Fluchtszene aus der geschlossenen Anstalt) hat Sarah die Wahl, den Terminator endgültig zu zerstören, oder aber ihm diese Lernfunktion freizuschalten.

Es gibt zudem eine Special Extended Version, die einen anderen Epilog hat als die Fahrt über den nächtlichen Mittelstreifen einer verlassenen Straße. In dieser Version erzählt Großmutter Sarah Connor, dass es keinen Judgement Day gegeben habe und dass ihr Sohn John, den man derweil auf einem Spielplatz seine Tochter schaukeln sieht, in die Politik gegangen sei, um Atomkriege verhindern zu helfen. Damit wäre das Franchise endgültig beendet. Eigentlich ...

Wertung: 11 von 11 D-Mark
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