IMDB
Plakatmotiv: Laurel + Hardy – Wüstensöhne
Laurel & Hardy probieren
den hintergündigen Witz
Titel Wüstensöhne
(Sons of the Desert)
Drehbuch Frank Craven + Byron Morgan
Regie William A. Seiter, USA 1933
Darsteller Stan Laurel, Oliver Hardy, Charley Chase, Mae Busch, Dorothy Christy, Lucien Littlefield u.a.
Genre Komödie, Slapstick
Filmlänge 68 Minuten
Deutschlandstart
17. Mai 1934
Inhalt

Stan Laurel und Oliver Hardy sind Mitglieder in dem Club Die Wüstensöhne. Sie verpflichten sich auf einem Vereinstreffen unter strengem Eid, am Jahrestreffen der Loge in Chicago teilzunehmen. Beide müssen sich allerdings gegen ihre Ehefrauen durchsetzen: Stans Ehefrau ist passionierte Jägerin; Olivers Ehefrau ist ein streitsüchtiger Hausdrachen, welcher bei Wutanfällen gerne mit Tellern um sich wirft.

Plakatmotiv: Laurel + Hardy – WüstensöhneWährend Stans Ehefrau zustimmt, lehnt Mrs. Hardy ab. Doch Stan und Ollie ersinnen eine List: Dr. Horace Meddick, ein von Stan angeworbener Tierarzt, bescheinigt Ollie ein Doppeldackeldelirium (Double Canus Delirious) und verordnet ihm eine Seereise nach Honolulu. Da Ollies zur Seekrankheit neigende Ehefrau ihn dabei nicht begleiten kann, bietet sich Stan an, ihren Part zu übernehmen. Tatsächlich fahren die beiden Freunde natürlich zum Jahrestreffen nach Chicago, während ihre Frauen sie auf Hawaii wähnen.

Vor der Heimkehr der Freunde kommt die Nachricht, dass das Schiff, mit dem sie aus Hawaii zurückkehren sollten, gesunken ist. Als Stan und Ollie aus Chicago heimkommen, sind die besorgten Ehefrauen im Kino und sehen sich die Wochenschau an. Dort wird ein Bericht über das Chicagoer Treffen gezeigt, in dem Stan und Ollie fröhlich in die Kamera winken. Die Ehefrauen finden so heraus, dass sie angelogen wurden und veranstalten einen Wettstreit, wer den besseren Ehemann hat – nämlich der Ehemann, welcher als erster die Wahrheit sagt …

Was zu sagen wäre

Ein bezaubernder Tanz um die Tücke des Objekts. Stan larel dabei zuzusehen, wie er es schafft, in vier Anläufen (mit der Hand am Türknauf) nicht durch die Tür zu kommen, ist wunderbar. Dennoch ist „Sons of the Desert“ kein klassisches Stan-und-Olli-Slapstickmovie.

Was das Tempo, die Gagdichte angeht, wirkt der Film fast zurückgenommen; viel Zeit nimmt er sich, die dominanten Ehefrauen zu portraitieren und, wie die Männer unter ihnen leiden – und Großmaul Olli natürlich mehr, als der nah am Wasser gebaute Stan, dessen Gattin allerdings auch eher wie eine Mutter wirkt; dass beide Ehen kinderlos geblieben sind, verwundert nicht. Laurel und sein Regisseur Bill Seiter entwickeln die Komik hauptsächlich aus Situationen und Charakteren, nicht aus fliegendem Porzellan.

Plakatmotiv: Laurel + Hardy – WüstensöhneDie Geschichte, die zur Grundlage für diesen Film wurde, hatten Stan Laurel und Oliver Hardy bereits in ihrem Kurzfilm „We Faw Down – Im Strudel der Gosse“ ausprobiert. Das Motiv der unter dem Ehejoch stehenden Pantoffelhelden, die sich mit Lügen und Ausreden diesem Joch entziehen wollen, hat das Duo ja aber in vielen Filmen variiert.

Wertung: 4 von 6 D-Mark
IMDB