Kinoplakat: Snatch - Schweine und Diamanten

Tausend Handlungsfäden und
ein fantastischer Brad Pitt

Titel Snatch - Schweine und Diamanten
(Snatch)
Drehbuch Guy Ritchie
Regie Guy Ritchie, UK, USA 2000
Darsteller Jason Statham, Benicio Del Toro, Dennis Farina, Brad Pitt, Vinnie Jones, Rade Serbedzija, Alan Ford, Mike Reid, Robbie Gee, Lennie James, Ewen Bremner, Jason Flemyng, Ade, William Beck, Andy Beckwith u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 104 Minuten
Deutschlandstart
22. März 2001
Inhalt
Turkish, ein kleinkrimineller Londoner Promoter für illegale Boxkämpfe, hat ein Problem. Sein Assistent Tommy, der die gemeinsame Spielhalle betreibt, hat sich beim Wohnwagenkauf von One Punch Mickey übers Ohr hauen lassen. Um wenigstens das Geld zurückzubekommen, steigt Gorgeous George, einer von Turkishs Kämpfern, in Tommys Auftrag mit Mickey zu einem bare-knuckle-fight (Boxkampf ohne Handschuhe) in den Ring.

Tommy ahnt nicht, dass der Zigeuner Champion in dieser Disziplin ist, so dass Gorgeous George mit einem Schlag ins Krankenhaus befördert wird. Dumm nur, dass genau dieser einige Tage später zu einem von dem gefürchteten Gangsterboss Brick Top organisierten Kampf antreten soll. Kurzerhand organisieren Turkish und Tommy One Punch Mickey als Ersatzmann, um Brick Tops Wut über den geplatzten Kampf und die verlorenen Wetteinnahmen zu besänftigen.

One Punch Mickey hält sich jedoch nicht an die Absprache bezüglich des Kampfausgangs. Brick Top, der missliebige Mitmenschen umbringen und auf seiner Schweinefarm verfüttern lässt, ist nun hinter Tommy und Turkish her. Nachdem er Turkish gestellt hat, gibt Brick Top ihm noch eine Chance: Er soll Mickey zu einem neuen Kampf überreden und dafür sorgen, dass er in der vierten Runde k.o. geht. Zusätzlich nimmt Brick Top noch Turkishs Geld an sich.

Mickey will aber nur kämpfen, wenn er einen neuen Wohnwagen für seine Mutter bekommt. Nachdem Turkish Brick Top darüber in Kenntnis gesetzt hat, schickt dieser seine Schergen los, um Mickeys Mutter in ihrem Wohnwagen zu verbrennen und die Spielhalle von Tommy und Turkish zu zerschlagen.

Zeitgleich erbeutet Franky Four Fingers, ein spielsüchtiger Juwelendieb, in Antwerpen bei einem Raubüberfall einen 84-karätigen Diamanten, den er nach New York zu dem zwielichtigen jüdischen Juwelier Abraham „Cousin Avi” Denovitz bringen soll. Vorher will er aber noch in London bei dessen Cousin Doug the Head Denowitz, einem ebenso zwielichtigen Diamantenhändler, einige kleinere Steine verkaufen …
Was zu sagen wäre
Offensichtlich wollte Guy Ritchie mal gucken, ob er seinen 1998er-Erfolg „Bube, Dame, König, grAs” wiederholen kann und erzählt dieselbe Geschichte nochmal. Mit ein paar Hollywood-Schwergewichten mehr vor der Kamera.

Wieder gilt: Was schief gehen kann, geht schief. Wieder sind die zwar kriminellen und der Brutalität nicht abgeneigten Hauptfiguren eigentlich ganz sympathsiche Loser, die doch eigentlich nur das kleine Glück suchen, daran aber dauernd von Halbwelt-Bossen und weltumspannender Diamanten-Mafia gehindert werden. Und wieder ist die weltumspannende, sich groß glaubende Mafia nicht vorbereitet darauf, dass ihr gewitzte Kleinkriminelle ein Bein stellen.

Der Cast ist auch hier wieder groß. Heraus sticht Brad Pitt als nuschelnder Zigeuner One Punch Mickey, der alle über den Tisch zieht. Ein kleines Juwel in der Biografie des Schauspielers.

Der Film hat Tempo, was er vor allem den rasanten Wechseln innerhalb der einzelnen Episoden verdankt. Viele Einfälle vertreiben jeden Anflug von Pause, gehen dafür manchmal auf Kosten der Plausibilität.
Wertung: 7 von 11 D-Mark