Kinoplakat: Sin City
Comic und Kino in
perfekter Harmonie
Titel Sin City
(Frank Miller's Sin City)
Drehbuch Frank Miller
Regie Frank Miller + Robert Rodriguez, USA 2005
Darsteller Bruce Willis, Mickey Rourke, Jessica Alba, Clive Owen, Nick Stahl, Powers Boothe, Rutger Hauer, Elijah Wood, Rosario Dawson, Benicio Del Toro, Jame King, Devon Aoki, Brittany Murphy, Michael Clarke Duncan, Carla Gugino, Alexis Bledel u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 124 Minuten
Deutschlandstart
11. August 2005
Website frank-millers-sin-city.com
Inhalt

Marv: „Ich wusste, dass ich nichts zu gewinnen hatte. Aber Goldie, mein schöner, lieblicher Engel Goldie, lag tot in meinem Bett. Abgestochen von einem Mistkerl. Konnte ich das ignorieren? Die Nacht war kalt. Es regnete Bindfäden. Goldie war tot. Ich musste den Mistkerl finden.“

Hartigan: „Es war mein letzter Tag im Dienste der Bullen dieser Stadt. Und es gab noch einen letzten Job zu erledigen. Und zwar richtig zu erledigen. Dabei könnte es passieren, dass der Job mich erledigt. Schon egal. Es gab auf jeden Fall angenehmere Möglichkeiten, eine Partnerschaft zu beenden.“ 

Willkommen in Sin City. Eine Stadt ohne Tag, ohne Sonne, ohne Liebe. Ein Moloch, bevölkert von knallharten Huren, korrupten Bullen, hinterhältigen Killern, kurz: dem ganzen Abschaum, der sich vorstellen lässt.

Konzeptzeichnung: Sin City (2005)
  • Es ist die Suche des trauernden Killers Marv nach dem Mörder seines Engels, der sich als Ungeheuer im wahrsten Sinne entpuppt.
  • Es ist das Schicksal von Cop Hartigan, der ein kleines Mädchen schützen wollte und für Jahre in der Verdammnis harrte, bis er Rettung fand.
  • Es sind die Geschichten von Killern, die Huren aus der Gewalt übler Schläger befreien und bereit sind, dafür vor die Hunde zu gehen …

 

Was zu sagen wäre

Basierend auf den Graphic Novels „Stadt ohne Gnade” („Sin City“), „Dieser feige Bastard“ („That Yellow Bastard“) und „Das große Sterben” („The Big Fat Kill“) aus Frank Millers Geschichtenzyklus rund um „Sin City“ schuf Robert Rodriguez mit Unterstützung des Comic-Autors selbst einen Actionfilm der etwas anderen Art.

„Sin City“ ist ein Schwarz-Weiß-Film mit Farbsprenkeln, ein Realfilm mit Zeichentrick-Einschüben; es ist ein Comic-Film, der in Erinnerung bleibt. Nach Warren Beattys Dick Tracy, der einer der am meisten unterschätzten Comic-Filme der 90er Jahre ist, hat es diese klare wie selbstverständlich daher kommende Verknüpfung von Comic und Kino nicht mehr gegeben.

Die logische Erweiterung von Gotham City ...

„Sin City“ war Frank Millers logische Erweiterung von Gotham City aus seinen Batman-Comics - nur dass hier kein maskierter Erlöser daher schwingt, nicht einmal ein psychisch angeknackster wie eben jener Miller-Batman. In Sin City haben alle ihre dunkle Seite. Der Film ist lakonisch, vielfältig und brutal - Genitalien abreißen, Gliedmaßen absägen und vom Hund fressen lassen; die „FSK 18“ ist nachvollziehbar.

Die Dramaturgie folgt der von Pulp Fiction (Quentin Tarantino - 1994). Mehrere Geschichten, die irgendwie alle zusammen hängen. Das Meisterliche von Pulp Fiction allerdings erreicht Sin City nicht - trotz des Auftritts von Quentin Tarantino in den Credits als „Special Guest Director“.

... und ein gelbes Arschloch

Lange Schlagschatten, hartes Schwarzweiß, knallrotes Blut und ein gelbes Arschloch. „Sin City“ ist was zum mehrmals Gucken.

Wertung: 6 von 6 €uro