Kinoplakat: Shakespeare in Love
Ein augenzwinkerndes Spiel
mit shakespear'scher Größe
Titel Shakespeare in Love
(Shakespeare in Love)
Drehbuch Marc Norman + Tom Stoppard
Regie John Madden, USA 1998
Darsteller

Gwyneth Paltrow, Joseph Fiennes, Ben Affleck, Geoffrey Rush, Colin Firth, Judi Dench, Tom Wilkinson, Steven O'Donnell, Tim McMullan, Steven Beard, Antony Sher, Patrick Barlow, Martin Clunes, Sandra Reinton, Simon Callow, Bridget McConnell, Georgie Glen, Nicholas Boulton u.a.

Genre Komödie, Drama
Filmlänge 123 Minuten
Deutschlandstart
4. März 1999
Inhalt

Hin und hergerissen zwischen Kunst und Kommerz sowie den beiden Bühnen der Stadt, sieht sich William Shakespeare dazu gezwungen, für den gierigen Theaterchef Henslowe die Komödie „Romeo und Ethel” zu verfassen und mit der Schauspielergruppe des Hauses einzuüben.

Das Dilemma: Der aufstrebende Starautor leidet mangels Körperwärme einer Muse an Schreibblockade. Das ändert sich schlagartig, als er das intelligente Edelfräulein Viola de Lesseps erblickt, die sich ohne sein Wissen in Jungenkleidung in die bunt zusammengewürfelte Schauspieltruppe eingeschlichen hat.

Als sich die Beziehung zwischen William und Viola zur heißen Romanze entwickelt, fließen dem Barden die Verse mit einem Mal sintflutartig aus dem Gänsekiel. Und dann erfährt der gereifte Autor, dass Königin Elizabeth höchstselbst die junge Viola einem anderen versprochen hat …

Was zu sagen wäre

Eine geistreiche und leichte Romantikkomödie, die augenzwinkernd über eine fiktive Episode aus Shakespeares Leben berichtet und Zitate, Motive und Zeitgenossen des Barden in ihre Handlung einstreut. Gwyneth Paltrow als von Königinnen Hand Vergebene ist so anmutig-schön, wie selten in ihrer wechselvollen Karriere („Ein perfekter Mord” – USA 1998; Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht – USA 1998; „Jane Austens Emma” – USA 1996; Sieben – USA 1995; Malice – Eine Intrige – USA 1993; „Hook” – USA 1991). Elegante Dekors, schöne Bilder, schöne Menschen, Dialoge mit Geist und Witz – ganz altmodisch ein rundes Vergnügen.

„Shakespeare in Love” wurde 1999 13 mal für den Oscar nominiert. Im spannenden Rennen gegen Steven Spielbergs Der Soldat James Ryan am 21. März 1999 im Dorothy Chandler Pavillion bekam er schließlich 7 Oscars – darunter „Bester Film”. Den Preis für die „Beste Regie” erhielt Spielberg.

Wertung: 11 von 11 D-Mark