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Kinoplakat: Scream - Schrei!
Große Horror-Komödie
Endlich sagt's mal einer
Titel Scream - Schrei!
(Scream)
Drehbuch Kevin Williamson
Regie Wes Craven, USA 1996
Darsteller

Neve Campbell, Skeet Ulrich, Courteney Cox, David Arquette, W. Earl Brown, Rose McGowan, Lois Saunders, Drew Barrymore, Lawrence Hecht, Roger Jackson, Kevin Patrick Walls, David Booth, Carla Hatley, Joseph Whipp, Matthew Lillard u.a.

Genre Horror
Filmlänge 103 Minuten
Deutschlandstart
30. Oktober 1997
Inhalt

In Woodsboro treibt ein Killer in Todeskostüm sein Unwesen. Zwei Schüler – Casey und ihr Freund – wurden brutal geschlachtet. Die Schüler raunen sich Sachen zu wie: „Er hat ihr Innerstes nach außen geholt!” Gefundenes Fressen für die Medien in der Gegend. Vor allem für Gale Weathers, die immer noch auf den Durchbruch mit einer nationalen Sendung wartet.

Sidney Prescott, Schülerin an Woodboro High, wird durch die Ereignisse von der Erinnerung an ein traumatisches Ereignis eingeholt: Vor genau einem Jahr wurde ihre Mutter Opfer eines brutalen Verbrechens. Aufgrund ihrer Zeugenaussage wurde damals Cotton Weary zum Tode verurteilt. Seit dieser Zeit kennt sie auch Gale Weathers, die in ihren Reportagen die Unschuld Wearys beweisen wollte und darüber ein Buch geschrieben hat. Gale heftet sich an Sidneys Fersen.

Für die Schüler sind die brutalen Morde Anlass, ihre Kenntnis über Horrorschocker in der Videothek zu diskutieren. Sidney hat derweil andere Probleme: Offensichtlich hat es der mysteriöse Schlitzer jetzt auf sie abgesehen. Außerdem bedrängt sie Billy, ihr Freund, der nach einem Jahr endlich mit Sidney mehr will, als nur rumschmusen.

Eine Ausgangssperre, die mit einwöchigem Schulfrei einhergeht, bildet Sidneys Freunden willkommenen Grund, eine Videoparty mit Halloween, „Freitag, der 13.” und ähnlichen hochwertigen Werken der Filmkunst zu feiern – Michael Myers Morde sind einfach die besten.

Die Gastgeberin indes wird gerade vom Killer im elektronischen Garagentor maltraitiert …

Was zu sagen wäre

Alles schon mal gesehen??? Klar! Wes Craven, der Regisseur von „Scream” ist ein alter Hase auf dem Gebiet des Horrofilms und deswegen prädestiniert, diese blutige Persiflage auf Michael Myers & Co. abzuliefern. Craven kennt sich im Genre aus, hat mit der Nighmare on Elm Street-Serie ja selbst einen Dauerbrenner im Horrorokino gehabt.

„Scream“ versammelt, was seit John Carpenters Halloween zum Genre dazugehört: eine kleine Stadt, gut aussehende, latent notgeile Teenager, ein Maskenmann mit Vergangenheit und jede Menge dumme Teenager-Ideen wie etwa der, sich im Stadium größter Gefahr zu trennen. Alle diese Regeln werden in Wes Cravens Film brav zitiert bei einer Teenager-Diskussion in der Videothek, um dann im Verlauf des weiteren Films zur Anwendung mit tödlichem Ausgang zu kommen.

Kevin Williamson hatte den Film unter dem Titel „Scary Movie“ in nur drei Tagen geschrieben. Gut möglich, dass Craven auf die Scriptidee angesprungen ist, nachdem er ähnliche Verschiebungen der Erzählebene in seinem Freddy's New Nightmare vor zwei Jahren schon versucht hatte, dabei aber bei den Fans nur auf gebremste Begeisterung gestoßen war; ihnen war die Perspektivverschiebung, in der aus dem kultigen Pizzagesicht eine erdachte Filmfigur wurde, zu weit hergeholt. In „Scream!“ nun bleibt Craven streng auf der Ebene der realität. Alles behält einen pragmatischen Hintergrund, das Monster – der Schlitzer – ist, hinter der Maske, ein Mensch.

Der Film hat 14 Millionen US-Dollar gekostet und spielte weltweit rund 173 Millionen US-Dollar ein. „Scream“ gilt als kommerziell erfolgreichster Slasher aller Zeiten; zudem hat er das zwischenzeitlich blutleere Genre wiederbelebt.

Noch im selben Jahr drehte Wes Craven bereits das Sequel „Scream again“. Craven, geboren am 2. August 1939 in Cleveland, Ohio, Regisseur, Produzent, Autor, gilt seit 25 Jahren als Meister des Gänsehautkinos. Sein Schocker-Debut gab er 1972 mit „Das letzte Haus links“. A Nightmare on Elm Street machte ihn und den pizzagesichtigen Freddy Krueger 1984 weltberühmt.

Durch den Cameo-Auftritt in „Scream“ als Freddy zollt Craven seinem Erfolgsmonster Tribut.

Wertung: 11 von 11 D-Mark
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