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Kinoplakat: Resident Evil
Ego-Shooter-Verfilmung
mit einer fantastischen Milla
Titel Resident Evil
(Resident Evil: Genesis)
Drehbuch Paul W.S. Anderson
nach Motiven des gleichnamigen Videospiels von Capcom
Regie Paul W.S. Anderson, UK, Deutschland, Frankreich 2002
Darsteller Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Eric Mabius, James Purefoy, Colin Salmon, Martin Crewes, Ryan McCluskey, Oscar Pearce, Indra Ové, Anna Bolt, Joseph May, Robert Tannion, Heike Makatsch, Jaymes Butle, Stephen Billington u.a.
Genre Horror, Action
Filmlänge 100 Minuten
Deutschlandstart
21. März 2002
Website sonypictures.com/residentevil
Inhalt
Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Umbrella Corporation das größte Industrieunternehmen der USA. Der mächtige Konzern hat großen finanziellen und politischen Einfluss in der Gesellschaft und gilt in der Öffentlichkeit als führender Anbieter von Computertechnologie, Biotechnologie und Arzneimitteln. Unbemerkt von der Öffentlichkeit erzielt das Unternehmen seine eigentlichen Gewinne aber in den Bereichen Rüstungstechnologie, biologische Waffen und Genmanipulation.

In einer unterirdischen Forschungsstation der Umbrella Corporation, dem Hive („Bienenstock”), ist ein Virus frei gesetzt worden. Um dessen Verbreitung zu verhindern, verriegelt die Künstliche Intelligenz des Zentralcomputers, die „Red Queen”, sämtliche Zugänge und eliminiert das bereits mit dem Virus infizierte Personal.

Zur selben Zeit erwacht in einer Villa in der Nähe der Stadt Raccoon City eine junge Frau – Alice – aus einer Bewusstlosigkeit und kann sich an nichts mehr erinnern. Ein Mann – Matt – taucht auf, kurz darauf stürmt ein bewaffnetes Team die Villa und nimmt beide durch einen versteckten Zugang zu einem unterirdischen Zug mit. Dort finden sie einen weiteren Bewusstlosen – Spence –, der scheinbar Alices Ehemann ist. Als auch der zu sich kommt, erfahren sie, dass die Villa der getarnte Noteingang zum Hive ist, Alice und Spence als Sicherheitskräfte der Umbrella Corporation den Eingang beschützen sollten und ihre Ehe lediglich Tarnung ist.

Dem Team gelingt es, mit dem Zug in die hermetisch verriegelte Station einzudringen. Es stößt auf zweifachen Widerstand. Zum einen findet es „Red Queen” gar nicht adäquat, dass das Team sie abstellen will. Zum anderen sind alle 500 Mitarbeiter des Hive zwar durch das Virus ums Leben gekommen.

Aber sie sind nicht tot.

Die ehemals hochqualifizierten Wissenschaftler haben sich in Zombies verwandelt, die einzig von ihrem Hunger getrieben werden. Sie wollen essen. Und das einzig Essbare hier unten … sind die Neuankömmlinge. Die Zombies machen Jagd auf die lebenden Menschen, um sie zu fressen. Zusätzlich drängt die Zeit, da sich die Zugangsschleuse der Villa zum Hive in rund einer Stunde automatisch verriegeln wird und sich danach nicht mehr öffnen lässt …

Was zu sagen wäre

Was auf den ersten Blick wirkt, wie eine militärische Verzerrung von „Alice in Wonderland“, ist die Verfilmung eines Computerspiels und insofern schon mit ganz spitzen Fingern anzufassen. Game-Verfilmungen gehen für gewöhnlich in die Hose. Diese hier nicht.

Der Film von Paul W.S. Anderson (Event Horizon – Am Rande des Universums – 1997) bietet, was halt dazugehört: Verschiedene Kampflevel statt einer fortlaufend sich entwickelnden Story. Jede Menge Kämpfer, die unterwegs verloren gehen. Es gilt das Motto „What You get is what You expect“. Was den Film überraschenderweise heraushebt, ist Milla Jovovich (Zoolander – 2001; The Million Dollar Hotel – 2000; Johanna von Orleans – 1999; Das fünfte Element – 1997; „Chaplin“ – 1992), die ihre Alice als romantisch-toughes, verletzlich-kämpferisches Manga-Mädchen mit Navy-Seal-Qualitäten gibt. Sie hat etwas ätherisches, das in den Bann zieht. Alice in Zombieland sozusagen.

Die Männer in diesem Film sind schwach, Laserfutter, Zombienahrung. Spätestens seit Lara Crofts Zeiten sind Frauen in Ego-Shotern etabliert; im Kino gelten Frauen schon, seit Ripley Aliens bekämpft, als die besseren Kämpfer. Der Mann hat auch in Resident Evil ausgedient. Die Frauen sind die Heldinnen. Bei dem pragmatischen und toughen Kampfgirl Rain, die von Michelle Rodriguez gespielt wird, übertreibt es Anderson ein wenig. Rains Coolness wirkt, wie ein schlecht abgekupferte James-Cameron-Heroine.

Wertung: 4 von 6 €uro
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