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Plakatmotiv: Central Intelligence (2016)

Ein freundlicher Spaß
ohne Überraschungen

Titel Central Intelligence
(Central Intelligence)
Drehbuch Ike Barinholtz + David Stassen + Rawson Marshall Thurber
Regie Rawson Marshall Thurber, USA, China 2016
Darsteller

Dwayne Johnson, Kevin Hart, Amy Ryan, Danielle Nicolet, Jason Bateman, Aaron Paul, Ryan Hansen, Tim Griffin, Timothy John Smith, Sione Kelepi, Dylan Boyack, Thomas Kretschmann, Melissa McCarthy, Megan Park, Slaine, Annie Kerins, Timothy John Smith, Dylan Boyack, Robert Woo, Phil Reeves, Nate Richman, Phil Reeves u.a.

Genre Komödie, Action
Filmlänge 107 Minuten
Deutschlandstart
16. Juni 2016
Inhalt

Calvin Joyner führt das unauffällige, etwas langweilige Leben eines Buchhalters und ist mit seiner High-School-Liebe Maggie verheiratet. Allerdings ist er unzufrieden mit seinem Leben, weil ihm auf der High School jeder eine große Karriere vorausgesagt hatte. Dies ist nun 20 Jahre her. Auch in der Ehe mit Maggie, die zur erfolgreichen Anwältin avancierte, gibt es Probleme.

Kurz vor der Jubiläumsfeier erhält Calvin bei Facebook eine Kontaktanfrage von Robbie, einem ehemaligen Mitschüler, der sich jetzt Bob Stone nennt. Robbie war früher stark übergewichtig und wurde in der Schule gehänselt. Calvin, der nicht ahnt, was aus Robbie geworden ist, verabredet sich mit ihm in einer Bar. Bei dem Treffen stellt sich heraus, dass Bob stark abgenommen hat und aussieht wie ein Fitnesstrainer, weil er die letzten 20 Jahre trainiert hat. Als es zu einer Auseinandersetzung mit anderen Gästen der Bar kommt, stellt sich heraus, dass Bob auch extrem gut kämpfen kann.

Bob verehrt Calvin, weil er ihm damals aus einer peinlichen Situation geholfen hat und ihn nicht auch gehänselt hat. Bob bittet Calvin um Hilfe bei einem buchhalterischen Problem und um einen Übernachtungsplatz. Am nächsten Morgen ist die CIA in Calvins Haus und sucht nach Bob, doch der ist verschwunden.

Unter der Leitung von Pamela Harris wird Calvin befragt und erfährt, dass Bob ein ehemaliger Agent der CIA sei und seinen Partner umgebracht haben soll …

Was zu sagen wäre

Nichts an dieser Geschichte ist innovativ. Es will aber auch nichts an dieser Geschichte innovativ sein. Der müde Agentenplot, in dem ein unbekannter Superschurke CIA-Leute gegeneinander hetzt, die sich wechselseitig beschuldigen, ist lediglich das Gerüst, auf dem die Gegensätze Dwayne Johnson (Muskeln & Kraft) und Kevin Hart (Mimik & Komik) inszeniert und losgelassen werden. Das funktioniert in der US-Fassung naturgemäß besser als in der unterkühlten Synchronisation, bleibt aber insgesamt ganz unterhaltsam und erinnert in der Anlage an den Schwarzenegger-Klamauk Zwillinge (1988), in dem Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito Zwillingsbrüder spielen. Ähnlich wie damals zieht die aktuelle Komödie einigen Nektar aus den unterschiedlichen Größen der beiden Darsteller.

Ein bisschen innovativ sind die digitalen Effekte, die Dwayne Johnsons Gesicht (San Andreas – 2015; Hercules – 2014; Pain & Gain – 2013; Empire State – 2013; G.I. Joe – Die Abrechnung – 2013; Snitch – Ein riskanter Deal – 2013; Die Jagd zum magischen Berg – 2009; Welcome to the Jungle – 2003; The Scorpion King – 2002; Die Mumie kehrt zurück – 2001) ziemlich überzeugend auf den Körper eines dicken nackten Jungen montieren. Weil in dieser Damals-gegen-Heute-Geschichte unter der Regie des weißen Regisseurs Rawson Marshall Thurber Schwarze in den Hauptrollen agieren, gibt es ein paar schöne auf den Kopf bestellte High-School-Szenen. Da schwärmt etwa Dwayne Johnson von der High-School-Komödie Sixteen Candle, und Hart sagt, er sei Schwarzer, er habe diese Filme nie gesehen – Filme, die ein weißes Amerika propagieren, in denen für Schwarze nur die Rolle des Nerds oder des guten Kumpels zugedacht war.

In der vorliegenden Komödie hat Kevin Hart die Rolle des unschuldigen Hitchcock-Helden, der in eine Verschwörung gerät und dabei seine Minderwertigkeitskomplexe spazieren führt, und der zusammen mit dem wuchtigen Ex-Agenten und früheren Mobbing-Opfer die eigene Identität freilegen muss nach dem guten alten Hollywood-Motto: Sei, wer Du bist! Oder, um es mit den Worten des ehemaligen Mobbing-Opfers Bob Stone zu sagen: „Um der Held seiner eigenen Geschichte zu sein, muss man keine Verbrecher jagen oder Berge besteigen. Man muss nur die Menschen, die einem Schlechtes wollen, überwinden. Was auch immer – oder wer auch immer – sie sein mögen. Es geht darum, allen Leuten zu zeigen, wer man wirklich ist. Und es geht darum zu erkennen, dass es das mit Abstand Wichtigste im Leben ist, Du selbst zu sein! Also, das bin ich: Robin Wheirdicht!“ Und dann zieht The Rock blank.

Der Rest ist Actionklamauk vom Reisbrett mit Irgendwem gegen Irgendwas um die Welt zu retten.

Wertung: 2 von 8 €uro
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