IMDB
Kinoplakat: Payback – Zahltag
Mel Gibson bekommt kalte Füße
und lässt das Drehbuch umschreiben
Titel Payback – Zahltag
(Payback)
Drehbuch Brian Helgeland + Terry Hayes
nach dem Roman „The Hunter“ von Richard Stark aka. Donald E. Westlake
Regie Brian Helgeland, USA 1999
Darsteller

Mel Gibson, Gregg Henry, Maria Bello, David Paymer, Bill Duke, Deborah Kara Unger, John Glover, William Devane, Lucy Liu, Jack Conley, Kris Kristofferson, Mark Alfa, Kwame Amoaku, Justin Ashforth, Len Bajenski

Genre Thriller, Crime
Filmlänge 100 Minuten
Deutschlandstart
11. März 1999
Inhalt

Die Welt, in der Porter lebt, ist ein Haifischbecken: Gauner, leichte Mädchen, linke Deals und falsches Spiel. Wer hier überleben – oder sich gar rächen will – braucht drei Dinge: Coolness, Skrupellosigkeit und eine gehörige Portion schwarzen Humor.

Leichter hätte der Coup gar nicht laufen können: Die Kohle war bereits heiß. Als die beiden Diebe Porter und Val Resnick sie sich unter den Nagel reißen, kann sie nicht noch heißer werden. Doch als es Zeit wird, die Beute aufzuteilen, macht Val drei entscheidende Fehler:

  1. Er nimmt Porters Anteil.
  2. Er nimmt Porters Frau.
  3. Er bringt Porter um.

Der größte Fehler allerdings: Val hat sich nicht davon überzeugt, dass Porter auch wirklich weg vom Fenster ist. Er hat ihn zwar umgebracht. Porter ist aber nicht tot. Porter hat überlebt, und als er wieder auf zwei Beinen stehen kann, ist er nicht mehr derselbe: für ihn gibt es keine Kompromisse mehr. Er will sein Geld wiederhaben, egal wie.

Vals Bosse sind die Paten des Verbrechersyndikats „The Outfit“, und auch sie müssen die schmerzliche Erfahrung machen: Wer Porter kaltmachen will, sollte sicherstellen, dass der auch wirklich tot ist …

Was zu sagen wäre

Aua, es gibt Szenen in diesem Film, die tun beim Zugucken weh. Aber natürlich lässt es sich Mel Gibson (Lethal Weapon 4 – 1998; „Fletchers Visionen“ – 1997; „Kopfgeld“ – 1996; Braveheart – 1995; „Der Mann ohne Gesicht“ – 1993; „Hamlet“ – 1990; „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ – 19990; „Tequila Sunrise“ – 1988) nicht entgehen, auch in diesem Film ordentlich eins auf die Füße zu bekommen – körperliche Bestrafungen seiner selbst sind ein Muster, dass sich durch viele seiner Filme zieht.

Blöderweise ist ihm bei diesem Film mittendrin aufgefallen, dass „Payback“ ein Mel-Gibson-Muster nicht verfolgt: Mel gibson war – zumindest laut ursprünglichem Drehbuch – hier zwar der Protagonist; aber er war kein Typ, mit dem man gerne abends ein Bier trinken gehen würde. Von diesem Typen ist im fertigen Film nur der Blick und der Untertitel auf dem Kinoplakat – „Nie mehr Mr. Nice Guy“ – übrig geblieben. Er und das Studio bekamen wohl kalte Füße. Und so erleben wir jetzt den lustigen Lethal-Weapon-Mel-Gibson in einer Rachstory in einem hoch´gefährlichen Umfeld, das mehr einer gut gelaunten Schwarzenegger-Dramaturgie folgt, als einem bösen, schwarzen Thriller, den Brian Helgeland, der sich als Autor hochklassiger Drehbücher („Postman“ – 1997; „Fletchers Visionen“ – 1997; „L.A. Confidential“ – 1997; Assassins – Die Killer – 1995) einen Namen gemacht hat, eigentlich hatte drehen wollen.

Wertung: 6 von 11 D-Mark
IMDB