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Kinoplakat: Panic Room

David Finchers erster Genrefilm
gewinnt durch Jodie Foster

Titel Panic Room
(Panic Room)
Drehbuch David Koepp
Regie David Fincher, USA 2002
Darsteller Jodie Foster, Kristen Stewart, Forest Whitaker, Jared Leto, Dwight Yoakam, Patrick Bauchau, Ian Buchanan, Ann Magnuson, Andrew Kevin Walker, Holt McCallany, Mel Rodriguez, Paul Schulze, Richard Conant, Paul Simon, Victor Thrash, Ken Turner u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 112 Minuten
Deutschlandstart
18. April 2002
Inhalt
Der „Panic Room”. Ein geheimes Zimmer inmitten eines modernen Sandsteinhauses. Ausgestattet mit einer Notration Nahrungsmitteln und modernster Überwachungstechnik, die wie ein drittes Auge jede Bewegung in der Wohnung registriert. Das perfekte Domizil für die frischgeschiedene, bisweilen von Angstattacken demoralisierte Meg Altman und ihre Tochter Sarah, die nur eins wollen: Ruhe und Sicherheit.

Der „Panic Room”. Objekt der Begierde für die ungleiche Diebesbande um Raoul, Burnham und Junior. Hier vermuten sie einen Batzen Geld, den sie um jeden Preis haben wollen.

Der "Panic Room". Wenn sich einmal die bleischwere Tür geschlossen hat, gibt es kein Entkommen mehr aus dem hermetisch abgeriegelten „Verlies”. Als die schwer bewaffneten Gangster das Haus stürmen, fliehen Mutter und Tochter in ihr sicheres Hightech-Versteck, ohne zu ahnen, dass die abgebrühten Schatzjäger längst Kenntnis von dem Raum und seiner Raffinesse haben. Eingepfercht in ihr Gefängnis verfolgen Meg und Sarah auf den Monitoren angstvoll die Umsetzung eines perfiden Plans …
Was zu sagen wäre
David Fincher dreht seinen ersten reinen Genre-Film: ein Thriller mit allen Zutaten  –Überraschung, brutale Wendungen, starke Charaktere, die mit wenigen Federstrichen gezeichnet sind – der Zuschauer weiß, was er wissen sollte, um mit den handelnden Figuren zu fiebern.

Das Finchereske „Nichts ist, wie es scheint” bleibt hier außen vor. Statt dessen lässt er seiner gewaltigen Bildsprache freien Lauf. Auch wenn dem Thriller-erfahrenen Zuschauer manchmal die Überraschung nicht überaschend ist, bleibt auf der Haben-Seite die fantastische Jodie Foster, eine interessante „Kamerafahrt”, die uns (mittels Computergrafics) aus Meg Altmans Schlafzimmer durch die drei Stockwerke des Hauses führt, rauf und runter, dabei durch Schlüssellöcher und Kaffeekannengriffe gleitet, und die Erkenntnis, dass solche Panic Rooms mittlerweile bei den Schönen und Reichen US-Bürgern zur guten Architektur gehören.

Jodie Foster ersetzte Nicole Kidman, die den Dreh wegen einer Knieverletzung nach wenigen Tagen abbrechen musste. Interessantes Gedankenspiel: Mit Kidman wäre es ein total anderer Film geworden. Sie verkörpert eher die Frau der sanften Töne. Wie hätte sie ihr Kind gerettet?
Wertung: 5,50 von 6 €uro
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