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Kinoplakat: Ohne Limit
Ein Drogentrip mit Niveau
und Nebenwirkungen
Titel Ohne Limit
(Limitless)
Drehbuch Leslie Dixon
nach dem Roman von Alan Glynn
Regie Neil Burger, USA 2011
Darsteller Bradley Cooper, Abbie Cornish, Robert DeNiro, , Andrew Howar, Anna Frie, Johnny Whitwort, Tomas Aran, Robert John Burke, Darren Goldstein, Ned Eisenberg, T.V. Carpio, Richard Bekins, Patricia Kalember, Cindy Katz, Brian Anthony Wilson u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 105 Minuten
Deutschlandstart
14. April 2011
Inhalt

Eddie Morras Leben verläuft nicht gerade erfolgreich. Von seiner Freundin wurde er gerade erst verlassen und den Abgabetermin für sein Buch, das er noch nicht angefangen hat zu schreiben, hat er er auch verpasst. Da bietet ihm Vernon, der Bruder seiner Ex-Frau, eine neue Designerdroge an – NZT-48. Das Mittel wirkt tatsächlich Wunder: Innerhalb weniger Sekunden steigert Eddie Intelligenz, Erinnerungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit, ist in der Lage, nicht nur die üblichen 20 Prozent, sondern die gesamte Kapazität seines Gehirns zu nutzen.

Mit seinen verbesserten geistigen Fähigkeiten kann Eddie sein Buch mühelos verfassen. Er will Vernon um Nachschub bitten, findet den aber tot in dessen Wohnung. Die Mörder scheinen nach der Droge gesucht, sie aber nicht gefunden zu haben. Bevor die Polizei eintrifft, findet allerdings Eddie eine volle Plastiktüte mit NZT, Bargeld und ein Adressbuch mit Vernons Kunden. Unter der neuerlichen Wirkung von NZT begibt er sich zur Börse und vervielfacht durch Daytrading rasant sein Vermögen.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Carl Van Loon wird auf Eddie aufmerksam und will ihn engagieren. Doch allmählich beginnen die Nebenwirkungen der Droge, und Eddie fühlt sich zudem von einem Mann in einem grauen Mantel verfolgt …

Was zu sagen wäre

Ein ziemlich irrer Thriller mit einem Bradley Cooper (Das A-Team - USA 2010; Valentinstag - USA 2010; „Hangover“ - USA 2009) in der Hauptrolle, der im Hollywood-Geschäft mittlerweile sattelfest ist – ursprünglich war der unvermeidbar scheinende Shia LaBoef für die Rolle des Eddie vorgesehen. Der stieg aus dem Vertrag zum Glück aus. Die Regie geizt nicht mit optischen Einfällen – guten Einfällen –, die den Drogentrip erlebbar machen. Fantastische Speed-Zooms (ein besserer Begriff fällt mir nicht ein) trennen die einzelnen Kapitel. In diesem Segment erinnert der Film an so etwas wie den Versuch, Darren Aronofskys Drogenmovie „Requiem for a dream“ (USA 2000) zu zitieren.

Es ist erstaunlich, dass die Hollywood-Industrie so einen Film in die Multiplex-Kinos bringt. Der Drogenthriller ist nämlich nicht mit dem Absturz in die Drogen-machen-kaputt-Hölle zu Ende. Im Gegenteil. Eddie Morras hat einen starken Lebenstrieb und so findet er bald zwangsläufig Mögichkeiten, seine Sucht zu kanalisieren, zu beherrschen und schließlich für sich zu nutzen. Drogen sind gut? Ups. Na, das ist mal eine neue Message in einem Massenprodukt aus Tinseltown.

Das Online-Lexikon Wikipedia zitiert im Zusammenhang mit bewusstseinserweiternden Pillen James Kakalios, Physik-Professor der University of Minnesota. Der sagt, dass eine derartige Pille realistisch sei, sofern sie nur kurzfristig wirke. Anhand der Neurochemie im Gehirn sei es allerdings nicht möglich, einen dauerhaften Zustand herbeizuführen. Ebenfalls sei es ein Mythos, dass der Mensch nur 10-20 Prozent seines Gehirns benutzen könne. Es seien 100 Prozent, aber eben nicht gleichzeitig. Könnte der Mensch es gleichzeitig nutzen, sei wohl eher der gegenteilige Effekt bemerkbar und der Mensch würde Intelligenz verlieren.

Wertung: 6 von 7 €uro
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