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Kinoplakat: New Yorker Geschichten
Drei Großmeister. Drei
Geschichten. Drei Neurosen.
Titel New Yorker Geschichten
(New York Stories)
Drehbuch Richard Price / Woody Allen / Francis Ford Coppola + Sofia Coppola
Regie Woody Allen / Francis Ford Coppola / Martin Scorsese, USA 1989
Darsteller Woody Allen, Marvin Chatinover, Mae Questel, Mia Farrow, Molly Regan, Ira Wheeler, Joan Bud, Jessie Keosian, Michael Rizzo, George Schindler, Bridgit Ryan, Larry David, Paul Herman, Herschel Rosen, Lola André u.a.
Genre Komödie, Drama
Filmlänge 124 Minuten
Deutschlandstart
21. September 1989
Inhalt

Drei Episoden über das Leben in New York:

  1. Lebensstunden (Regie: Martin Scorese): In der Hauptrolle sehen wir Nick Nolte als Maler von Weltruf, der hin- und hergerissen ist zwischen der Hingabe zu seiner Kunst und der Vernarrtheit in seine heißblütige, aber ihm gegenüber gleichgültige Assistentin. Erst als er ihr verspricht, nicht mehr mit ihm schlafen zu müssen, willigt sie ein zu bleiben und er kann wieder arbeiten. Allerdings ist er ihr immer noch verfallen und kann seine Triebe nur schwer unter Kontrolle halten. Als sie auf einer Vernissage mit einem anderen flirtet, fahren die Gefühle Achterbahn.
  2. Leben ohne Zoe (Regie: Francis Ford Coppola): Talia Shire und Giancarlo Giannini stehen im Mittelpunkt dieses Märchens. Sie sind die getrennt lebenden Eltern von Zoe, eines sehr erwachsenen, zwölfjährigen Mädchens, das mit seinem Charme das New Yorker Alltagsleben verzaubert. Sie lebt allein in einem großen Luxushotel. Als das überfallen wird, kann sie gerade noch einen wertvollen Diamantohrring in Sicherheit bringen, der in einem fernen arabischen land allerdings als Nationalheiligtum verehrt wird. Zoes Vater hatte ihn von einer dortigen Prinzessin geschenkt bekommen. Jetzt muss Zoe allerlei Strippen ziehen, um ihrem vater und der Prrinzessin aus der Patsche zu helfen – und ihre Eltern wieder zusammenzubringen.
  3. Ödipus Ratlos: Woody Allen ist Regisseur und Hauptdarsteller dieser Komödie. Als neurotischer Rechtsanwalt schafft er es nicht, der Frau zu entkommen, die in seinem Leben die größte Rolle spielt – seine Mutter. Während einer Zaubervorstellung, bei der die Mutter von dem Künstler auf die Bühne geholt und in eine Kiste gesteckt wird, verschwindet sie spurlos. Niemand hat eine Erklärung dafür und auch nach Tagen bleibt sie verschwunden. Eines Tages jedoch erscheint seine Mutter als gigantisches Über-Ich am New Yorker Himmel und macht ihm wieder Vorwürfe. Zu allem Überfluss ist sie für alle Passanten sichtbar, fängt an mit ihnen zu diskutieren und stellt ihren Sohn vor allen bloß. Sie schafft es sogar in die Fernsehnachrichten …
Was zu sagen wäre

Die New Yorker Geschichten sind das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit von drei der berühmtesten Regisseure Amerikas: Martin Scorsese („Die letzte Versuchung Christi“ – 1988; „Die Farbe des Geldes“ – 1986; „Taxi Driver“ – 1976), Francis Ford Coppola („Tucker – Ein Mann und sein Traum“ – 1988; Apocalypse Now – 1979; Der Pate – 1972), und Woody Allen („Eine andere Frau“ – 1988; Radio Days – 1987; „Hannah und ihre Schwestern“ – 1986; Der Stadtneurotiker – 1977).

Der Film ist für Kinofans allein wegen dieser namen ein Must See. Die Episoden als solche sind von unterschiedlicher Qualität, vor allem Woody Allens Mutterkomplex ist schön, wer aber Allens Filme kennt, fühlt sich nicht neu unterhalten. Scorseses melancholisches Portrait eines egozentrischen Künstlers gewinnt vor allem durch die große Kunst von Kameramann Nestor Almendros, Coppolas Familienfilm schwelgt in Dekors und Details, kommt aber mit seiner Geschichte nicht zu Potte.

Wertung: 6 von 10 D-Mark
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