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Kinoplakat: My Big Fat Greek Summer

Dieser Sommer-Trip ist nichts
für den gehobenen Samstagabend

Titel My Big Fat Greek Summer
(My Life in Ruins)
Drehbuch Mike Reiss
Regie Donald Petrie, USA, Spanien 2009
Darsteller Nia Vardalos, Richard Dreyfuss, Alexis Georgoulis, Alistair McGowan, Harland Williams, Rachel Dratch, Caroline Goodal, Ian Ogilvy, Sophie Stuckey, María Botto, María Adánez, Brian Palermo, Jareb Dauplaise, Simon Gleeson u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 95 Minuten
Deutschlandstart
15. Oktober 2009
Inhalt

Georgia ist in Griechenland gestrandet. Die amerikanisch-griechische Geschichtsprofessorin wartet eigentlich auf einen Job an einer US-Universität. Aber es kommen dauernd Absagen. In der Zwischenzeit verdient sie karge Brötchen als Reiseleiterin, die – zur Verzweiflung ihrer Chefin – den Touristen tatsächlich historische Fakten vermitteln will. Wo doch jeder in der Branche weiß, dass Touristen shoppen, Eis essen und tanzen wollen.

Niemand mag Georgia: die Touristen nicht, die Kollegen nicht, die Chefin nicht. Also bekommt Georgia immer die schlimmsten Touristengruppen. Schlecht gekleidete, vorlaute Menschen, die einen zum Wahnsinn treiben, und jedes Mal tritt Georgia bei ihren Reisen von einem Fettnäpfchen ins nächste. Doch irgendwie ist bei ihrer neuesten Reisegruppe auch alles anders – auch wegen des scharfsinnigen Urlaubers Irv.

Dank Irv entdeckt Georgia, dass hinter ihrem Busfahrer mehr als ein grimmiger, zotteliger Grieche steckt, und so scheint diese Tour doch nicht wie alle anderen zu enden …

Was zu sagen wäre

Im Original heißt der Film „My Life in Ruins” und der vergewaltigt diese harmlose Komödie weit weniger, als sein eingedeutschter Titel, dessen sinnloses Englisch Originalität vorgaukeln will, dabei aber schamlos zeigt, in wes Erfolges Kielwasser die Komödie schaukeln möchte. Nia Vardalos, die Hauptdarstellerin, hatte mit Tom Hanks’ Unterstützung sieben Jahre zuvor als Autorin und Hauptdarstellerin mit My Big Fat Greek Wedding für Kasse gesorgt.

In dieser aktuellen Tom-Hanks-Produktion spielt sie Reiseleiterin Georgia, der in etwa so viele Überraschungen blühen, wie dem Zuschauer. So wie sie alle Typen ihrer Reisegruppe gleich zuordnen kann - „der Komiker”, „der Einsame”, „die männermordenden Witwen” etc. – kann der Zuschauer jederzeit vorhersagen, was passieren wird. Und dass der Busfahrer den für amerikanische Ohren so besonders lustigen Namen Poupsis Kakhos hat … naja, geschenkt.

Der Film ist harmlos. Die Schauspieler sind in Spiellaune. Bei Frau Vardalos frage ich mich, was ihren großen Durchbruch verhindert hat. Wollte sie nicht? Ist sie den Produzenten … zu griechisch? Auf jeden Fall ist ihre Mimik sehr komisch. Richard Dreyfuss („W.” – USA 2008; Poseidon – USA 2006; Der weiße Hai – USA 1975) als alternder Witwer Irv, der nicht nur Georgia auf die Sprünge hilft, hat eine Traumrolle ergattert: eine einfache Rolle für einen Großschauspieler wie ihn und er dankt es mit Lust am Spiel.

Ich habe „My Big Fat Greek Summer” im Flugzeug auf meinem iPad geguckt, als ich aus dem Sommerurlaub zurückflog. Das hat in jeder Hinsicht gepasst. Aber sonst ..?

Wertung: 3 von 7 €uro
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