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Kinoplakat: Mord im Weißen Haus
Ein solider Thrill rund um
den mächtigsten Mann der Welt
Titel Mord im Weißen Haus
(Murder at 1600)
Drehbuch Wayne Beach + David Hodgin
Regie Dwight H. Little, USA 1997
Darsteller

Wesley Snipes, Diane Lane, Daniel Benzali, Dennis Miller, Alan Alda, Ronny Cox, Diane Baker, Tate Donovan, Harris Yulin, Tom Wright, Nicholas Pryor, Charles Rocket, Nigel Bennett, Tamara Gorski, Douglas O'Keeffe u.a.

Genre Thriller, Crime
Filmlänge 107 Minuten
Deutschlandstart
11. Juni 1998
Inhalt

Im Weißen Haus wird eine junge Sekretärin ermordet aufgefunden. Detective Harlan Regis soll in dem Mordfall ermitteln.

Um Regis zu beobachten, wird ihm die regierungstreue Secret Service-Agentin Nina Chance als vermeintliche Unterstützung zur Seite gestellt. Als Regis jedoch bemerkt, dass ihm bei seinen Ermittlungen Steine in den Weg gelegt werden, beginnt er, auf eigene Faust zu recherchieren.

Er stößt auf ein Netz aus Intrigen, in das selbst hohe Regierungsbeamte verwickelt zu sein scheinen …

Was zu sagen wäre

Ist das Zufall? Seit Bill Clinton im Weißen Haus regiert, häufen sich Filme über Verschwörungen und libidonöse Verwicklungen am Amtssitz des mächtigsten Mannes der Welt. Nach Absolute Power (1997) und „Die Verschwörung im Schatten“ (1997) ist hier eine erstochene Sekretärin auf dem Klo Ausgangspunkt und der Held ein penibler Bastler, der zuhause mit kleinen Zinnsoldaten die Schlacht von Gettysburg nachstellt. Das erdet ihn, macht ihn menschlich, wo Wesley Snipes, der den Cop spielt, eher zu der schlagkräftigen Truppe gehört (The Fan – 1996; Money Train – 1995; Demolition Man – 1993; Die Wiege der Sonne – 1993; Passagier 57 – 1992„Weiße Jungs bringen's nicht“ – 1992; „Jungle Fever“ – 1991; „New Jack City“ – 1991).

Ein Glücksfall in diesem stereotypen Thriller ist Diane Lane (Jack– 1996; Judge Dredd – 1995; „Chaplin“ – 1992; „Knight Moves“ – 1992; Straßen in Flammen – 1984; Rumble Fish – 1983; Die Outsider – 1983), die ruhig die Rolle der loyalen Secret Service Frau spielt und nie in Verdacht steht, nur hübsches Beiwerk oder Love Interest zu sein. Dafür ist ihr Boss, gespielt von dem glatzköpfigen Daniel Benzali, das laufende Abziehbild eines Beamten, der sich in seinen Abhängigkeiten verheddert hat.

„Murder at 1600“ ist ein ordentlicher Krimi, elegant fotografiert, ohne Umschweife inszeniert, die Dialoge mit einer Note leichter Ironie unterfüttert.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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