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Kinoplakat: Monkeybone
Erstaunliche Filmtricks
für ein bezauberndes Märchen
Titel Monkeybone
(Monkeybone)
Drehbuch Sam Hamm + Kaja Blackley
nach Kaja Blackleys Graphic Novel "Dark Town"
Regie Henry Selick, USA 2001
Darsteller Brendan Fraser, Bridget Fonda, Chris Kattan, Giancarlo Esposito, Rose McGowan, John Turturro, Dave Foley, Whoopi Goldberg, Megan Mullally u.a.
Genre Fantasy, Komödie
Filmlänge 93 Minuten
Deutschlandstart
28. Juni 2001
Inhalt

Für Cartoonist Stu Miller könnte es nicht besser laufen. Er hat einen Comicstrip um den anarchischen Zeichentrickaffen „Monkeybone” erschaffen, der gerade eine eigene TV-Show erhalten soll. Wie wild sind die Marketingleute hinter Stu her, um ihm die absurdesten Merchandisingideen aufzuschwatzen. Weil aber Stu mit derlei „Quatsch” überhaupt nichts anfangen kann, statt dessen seiner Freundin Julie endlich einen Heiratsantrag machen will, gerät er in Hektik, baut einen Unfall … und fällt ins Koma.

Als er aufwacht, ist die Welt … irgendwie anders. Er findet sich in einem seltsamen Amüsierpark wieder, bevölkert von seltsamen, erschreckenden, albernen und absurden Figuren, die besonders gerne das Programm im Fernsehen gucken, wo den ganzen Tag Albträume gezeigt werden. Genaugenommen ist es das einzige Programm, das es hier gibt.

Stu ist in einem Zwischenreich gelandet. Und während Julie an seinem Krankenbett in der wirklichen Welt hofft, dass Stu wieder aufwacht, erklärt ihm Kitty, die Barkeeperin, dass er hier solange bliebe, bis sich herausstelle, ob sein Körper wiederbelebt werden könne oder nicht. Wenn der Körper überlebt, erhält Stu einen „Exit-Pass”. Wenn nicht … naja, dann wird er weitergeschickt in die morbide Abteilung von Gemutter Tod.

Stu hat sich vom ersten Schrecken erholt, als er auf ein bekanntes Gesicht stößt: Seine Comicfigur Monkeybone tanzt singend auf dem Piano in der Bar und geht Stu bald mächtig auf die Nerven. Aber als nicht auf den Mund gefallene Nervensäge hat ihn Stu ja erschaffen. Monkeybone leidet ein wenig darunter, dass Stu vergessen hat, ihm ein für Vergnügungen aller Art so wichtiges Körperteilzu verpassen.

Dem Cartoonist bleibt nichts anderes übrig, als mit dem Tod direkt über sein Schicksal zu verhandeln, denn er hat mittlerweile einen Albtraum seiner geliebten Julie gesehen und dadurch erfahren, dass seine Schwester ihm – seinem Körper – nach Ablauf von drei Monaten den Stecker rausziehen will. Im Reich von Tod gelingt es Stu tatsächlich, einen "Exit-Pass" zu stibitzen. Er hat allerdings nicht damit gerechnet, dass Monkeybone und seine Freunde aus dem Zwischenreich ganz eigene Pläne und Stu nur benutzt haben, um an eben diesen Pass heranzukommen.

Julie ist überglücklich, als Stu wieder aufwacht. Wie soll die junge Ärztin auch ahnen, dass es zwar noch Stus Körper, aber nicht mehr dessen ursprünglicher Inhalt ist …

Was zu sagen wäre
Regisseur Henry Selick hat sich als Regisseur der begnadeten Stop-Motion-Klassiker „Nightmare before christmas” und „James und der Riesenpfirsich” einen Namen gemacht. Mit „Monkeybone” hat er seiner Erfahrungen aus „James …” verfeinert und verbindet seine Trickkünste perfekt mit Life-Action.

Ergebnis ist ein bezauberndes Märchen, dessen tempogeladener Witz von der unbändigen Fantasie seiner Macher zeugt. Ein echter Kracher für alle jene, die vom Kino noch Überraschungen erwarten.

Und wer wissen möchte, warum Stephen King nach seinem schweren Autounfall völlig anders schreibt, der bekommt hier die Antwort.
Wertung: 4 von 6 €uro
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