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Kinoplakat: Miss Undercover
Eine durchsichtige Krimi-Geschichte als
Vehikel für gut aufgelegte Schauspieler
Titel Miss Undercover
(Miss Congeniality)
Drehbuch Marc Lawrence + Katie Ford + Caryn Lucas
Regie Donald Petrie, USA, Australien 2000
Darsteller Sandra Bullock, Michael Caine, Benjamin Bratt, Candice Bergen, William Shatner, Ernie Hudson, John DiResta, Heather Burns, Melissa De Sousa, Steve Monroe, Deirdre Quinn, Wendy Raquel Robinson, Asia De Marcos, Ken Thomas, Gabriel Folse u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 109 Minuten
Deutschlandstart
29. März 2001
Inhalt

Bei der Wahl zur Miss United States wird seit 50 Jahren Amerikas Schönste der Schönen gekürt. Doch diesmal steht der glamouröse Event unter einem schlechten Stern, denn der meistgesuchte Verbrecher des Landes – der "Citizen" – droht mit einem Anschlag. Als Bombenleger und Brandstifter steht er schon lange auf der Abschussliste des FBI. Vielleicht geht er den Agenten ja jetzt endlich ins Netz!

Der Plan? Simpel: Man schleust eine Undercover-Agentin in die Miss-Auswahl und sorgt mit Hilfe der Jury dafür, dass sie in die Endausscheidung kommt. Aber … wie findet man eine solche – ausreichend schöne – Agentin? Der Computer spuckt nur eine Kandidatin aus, die den Miss-Maßen entspricht: Special Agent Gracie Hart. Sie würde im Badeanzug wie in der Abendgarderobe glänzend aussehen. Aber sie besitzt nicht einmal einen Kamm. Ihre Kollegen nennen sie „Wrack“, und sie selbst macht unmissverständlich klar, dass sie sich keinesfalls mit „prallen Bikini-Tussies, die vom Weltfrieden träumen“ auf eine Bühne stellen wird.

Zum Glück gibt es Victor Melling, seines Zeichens Fachmann für Schönheitsfragen bei der Miss-Wahl. Er markiert den „Henry Higgins“ so gut er kann, verzweifelt aber an der burschikosen FBI-„Eliza“, bei der sich „keine messbaren Mengen von Östrogen feststellen lassen“. Doch wohl oder übel muss die Widerspenstige sich zähmen lassen, denn eine Befehlsverweigerung würde ihre Karriere torpedieren.

Und das kann sich selbst Special Agent Hart nicht leisten …

Was zu sagen wäre

Ein Hauch von „My fair Lady“ und ein Tupfer „Der Widerspenstigen Zähmung“. Aber ohne seine Hauptdarstellerin und ein paar der Nebenfiguren würde der Film in sich zusammenbrechen. Die Story baut nicht auf Überraschungen, sondern erzählt reichlich vorhersehbar von dem, was da kommt. Dazu gibt es ein paar schön geschriebene Dialoge und bunte Eindrücke vom Treiben der Schönsten hinter den Kulissen einer MIss-Wahl

Kinoplakat (US): Miss CongenialitySandra Bullock („28 Tage“ – 2000; Die Jury – 1996; Das Netz – 1995; Während du schliefst – 1995; Demolition Man – 1993) schnoddert wunderbar durch ihre Fisch-out-of-Water-Rolle, selbst ihr – schon aus Speed bekanntes – Overacting fügt sich hier nahtlos in die Figur der Gracie Hart.

Michael Caine (Get Carter – 2000; Gottes Werk & Teufels Beitrag – 1999; Hannah und ihre Schwestern – 1986; Der 4 1/2 Billionen Dollar Vertrag – 1985; Dressed to Kill – 1980; Der Adler ist gelandet – 1976; „Der Mann, der König sein wollte“ – 1975; „Die schwarze Windmühle“ – 1974; „Mord mit kleinen Fehlern“ – 1972; Jack rechnet ab – 1971; Charlie staubt Millionen ab – 1969; Ein dreckiger Haufen – 1969; Das Milliarden Dollar Gehirn – 1967; Finale in Berlin – 1966; Ipcress - streng geheim – 1965) als Stylist Victor ist eine Schau für sich. Caine kann mittlerweile alles spielen und ist immer großartig.

Die eigentliche Überraschung ist aber William Shatner, der nichts mehr ausstrahlt von seinem eindimensionalen James T. Kirk und hier den weibischen Impressario der Show, Stan Fields, gibt

Wertung: 4 von 6 €uro
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