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Kinoplakat: Michael Clayton
Wortgewaltiges Anwalts-
Kino mit großen Akteuren
Titel Michael Clayton
(Michael Clayton)
Drehbuch Tony Gilroy
Regie Tony Gilroy, USA 2007
Darsteller George Clooney, Tilda Swinton, Sydney Pollack, Tom Wilkinson, Danielle Skraastad, Wai Chan, Alberto Vazquez, Brian Koppelman, Thomas McCarthy, Denis O'Hare, Julie White, Austin Williams, Jennifer Van Dyck, Frank Wood u.a.
Genre Crime, Drama
Filmlänge 119 Minuten
Deutschlandstart
28. Februar 2008
Inhalt
Michael Clayton war mal ein klasse Anwalt. Aber irgendwie hat er den Erfolg nicht festhalten können. Heute arbeitet er – zwar in einer der größten und edelsten Societäten der Stadt, aber – als Ausputzer. Er bereinigt die gewissen Probleme der Klienten – eine Mischung aus Fußabtreter, Prügelknabe und Haudrauf.

Sein Kollege Arthur Edens soll für einen internationalen Chemikalienhersteller eine Milliarden-Dollar-Klage abwenden. Aber Edens funktioniert nicht so recht. Er hat Zeifel, flippt aus und sabotiert den Fall. Michael Clayton soll die drohende Katastrophe abwenden. Er soll den milliardenschweren Klienten bei der Stange halten, seinen Kollegen und Freund Arthur ins rechte Gleis zurücksetzen – und die Milliardenklage abwenden.

Keine besondere Aufgabe für Clayton. Eine wie so viele andere. Außer, dass Arthur sein bewunderter Freund ist. Und Clayton plötzlich Zweifel befallen …

Was zu sagen wäre
Kein Kino für die Popcorn-Generation. Nach zehn Minuten sind schon so viele Sätze gesprochen, wie in zwei durchschnittlichen Vin-Diesel-Filmen zusammen. Weil die Wortgewalt schon losgeht, als der Vorhang noch gar nicht ganz auf ist, hat der Zuschauer anfangs etwas Probleme, dem Geschehen auf der Leinwand – was nicht immer mit dem (aus dem Off) Gesagten übereinstimmt – zu folgen. Im Laufe des Films, der aus Rück- und Vorblenden besteht, kann man das Verstehen aber in Ruhe nachholen.

Robert Elswit hat als Director of Photography große Bilder gedreht, Tony Gilroy eine nahezu altmodische Geschichte um Geld, Rache und Moral geschrieben und inszeniert. Und George Clooney („The Good German” – USA 2006; „Syriana” – USA 2005; „Good Night, and Good Luck” – USA 2005; Ein (un)möglicher Härtefall – USA 2003; Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind – 2002; Solaris– 2002; „Safecrackers oder Diebe haben's schwer“ – 2002; Ocean's Eleven – 2001; Der Sturm – 2000; O Brother, Where Art Thou? – 2000; Three Kings – 1999; The Thin Red Line – 1998; Out of Sight – 1998; Projekt: Peacemaker – 1997; Batman & Robin – 1997; Tage wie dieser … – 1996; From Dusk Till Dawn – 1996), Tilda Swinton, Sydney Pollack und Tom Wilkinson siedeln mit ihrer Arbeit hier irgendwo zwischen großartig und göttlich.

Das erwähnte Altmodische macht den Film allerdings auch etwas zäh. Es gibt Szenen, die scheint man schon zu kennen, bevor sie vorbei sind. Da hätte man es doch gern, wenn es weiterginge.

Wertung: 5 von 6 €uro
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